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  4. Eine Mutter spricht im Landtag: Suchtkranke Kinder brauchen Hilfe
Eine Mutter steht im niedersächsischen Landtag und stellt eine
Frage, die kein Elternteil stellen müssen sollte:

Wo kann ich mit meinem Kind hin?

Am 19. August 2026 wurde im niedersächsischen Landtag eine
Petition zur Versorgung suchtkranker Kinder und Jugendlicher
angehört.

Die Petition hatte mehr als 5.000 Mitzeichnungen erreicht.

In ihrer Rede schildert Julia Drüphake die Geschichte ihrer
17-jährigen schwer suchtkranken Tochter.

Ein geplanter Therapieplatz geht verloren.

Vier Tage vor Aufnahme.

Mitten in einer begonnenen Entgiftung.

Nicht, weil keine Hilfe gewollt war.

Sondern weil die Dietrich-Bonhoeffer-Klinik in Ahlhorn schließen
musste.

Doch diese Rede ist mehr als eine persönliche Familiengeschichte.

Sie zeigt eine strukturelle Versorgungslücke:

Für die Suchtklinik ist ein Kind zu psychiatrisch krank.

Für die Psychiatrie ist es zu suchtkrank.

Eine Kostenzusage ist noch keine Versorgung.

Ein Klinikfinder mit null Ergebnissen ist keine Hilfe.

Und Akutbehandlung darf nicht bedeuten: in acht Wochen, in acht
Monaten oder erst nach Motivationsschreiben.

In dieser Folge geht es um:

- die Petition im niedersächsischen Landtag

- die Schließung der Dietrich-Bonhoeffer-Klinik in Ahlhorn

- den verlorenen Therapieplatz einer 17-jährigen schwer
suchtkranken Jugendlichen

- die Lücke zwischen Suchtklinik und Kinder- und
Jugendpsychiatrie

- warum Kostenzusagen keine reale Versorgung ersetzen

- warum Motivationsschreiben bei schwer suchtkranken Jugendlichen
problematisch sein können

- Angehörige, die das auffangen, was das System nicht auffängt

- Naloxon, Flumazenil und die Reiseapotheke einer Mutter

- Grundrechte, Menschenwürde und politische Verantwortung

- die Forderung nach Akutversorgung, Schutzräumen und
spezialisierten Therapieplätzen

- was digitale Brücken wie Anonym Suchthilfe trotzdem leisten
können

Die wichtigste Botschaft:

Kein Kind sollte erst beweisen müssen, dass es Hilfe verdient.

Und keine Mutter sollte mit einer Notfalleinweisung in der Hand
fragen müssen:

Wo kann ich mit meinem Kind hin?

Anonym Suchthilfe ersetzt keine Klinik, keine Akutaufnahme und
keine fachärztliche Behandlung.

Aber wir versuchen, Brücken zu bauen:

Krisen- und Rechtsnavigator.

Notfall- und Toleranzschutz.

Naloxon-Information.

Recovery- und Konsumtracker.

Therapeuten-Brücke.

Angehörigen-Brücke.

Sprachbrücke.

DACH-Live-Radar für Substanzwarnungen.

Denn wenn ein System langsam ist, darf zumindest der nächste
Schritt nicht unsichtbar bleiben.

Mehr Artikel, Tools und anonyme Selbsthilfe:

anonym-suchthilfe.de

Updates, neue Beiträge und Substanzwarnungen zuerst im
WhatsApp-Kanal:

https://whatsapp.com/channel/0029VbDdesJ1SWstujzvz20c
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„Eine Mutter spricht im Landtag: Suchtkranke Kinder brauchen Hilfe“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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