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  4. SAMIZDAT - Worte der Freiheit in der Tschechoslowakei
Gastland der Frankfurter Buchmesse in knapp zwei Monaten ist die
Tschechische Republik. Tschechische Literatur ist verbunden mit
großen Namen - wie Milan Kundera, Bohumil Hrabal, Josef Skvorecky
und nicht zuletzt Vaclav Havel. Auf der Buchmesse wird es auch und
vor allem um die Autorinnen und Autoren der Gegenwart gehen: Radka
Denemarkova oder Jaroslav Rudis, Dora Kapralova oder Marek Torcik-
um nur einige zu nennen. Doch das Bild wäre nicht komplett ohne
einen Blick auf die Bedingungen, unter denen Literatur in der
Tschechoslowakei in Zeiten der Diktatur entstand - im
Nazi-Protektorat und nach der Machtübernahme der Kommunisten.
„Samizdat“ - das ist der auch in Tschechien gebräuchliche Begriff
für Bücher, Zeitschriften und Flugblätter, die im Untergrund selbst
hergestellt und verbreitet wurden. Dem tschechischen „Samizdat“ ist
jetzt eine Ausstellung im Museum für Kommunikation in Frankfurt
gewidmet. Wir sprechen darüber mit dem Kurator Michal Priban vom
Institut für tschechische Literatur bei der Akademie der
Wissenschaften in Brünn.

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