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Braucht Europa ein eigenes ChatGPT?

Braucht Europa ein eigenes ChatGPT?

Neustart vor 1 Monat
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54:01
Spitzen-KI aus den USA gibt es erst mal nur für Staatsbürger: Das
ist offenbar der Kurs, auf den die Trump-Regierung setzt. Schon vor
einigen Wochen entschied sie, dass Mythos, das Spitzenmodell der
KI-Entwickler Anthropic, Ausländern nicht mehr zur Verfügung stehen
darf. Und auf Geheiß der Regierung darf nun auch GPT 5.6, die
neueste Entwicklung des Konkurrenten OpenAI, nur von ausgewählten
US-Firmen genutzt werden. Mythos und die abgespeckte Variante für
die breite Öffentlichkeit, Fable 5, sind seit dieser Woche wieder
freigegeben. Für Europa ist das Ganze dennoch eine bedrohliche
Situation. Denn hierzulande hängt im KI-Sektor fast alles an
Modellen aus den USA. Wie können sich die EU und Deutschland aus
dieser Lage befreien? Wie kann auch die hiesige Wirtschaft sicher
vom KI-Boom profitieren? Fehlt es hierzulande an einem eigenen
KI-Spitzenmodell – oder sollten sich europäische Firmen lieber auf
Nischen-Anwendungen spezialisieren? All diese Fragen zur richtigen
KI-Strategie bespricht Neustart-Host Meike Laaff mit dem
Digital-Ressortleiter Jakob von Lindern. Sie reden darüber, welche
KI-Fähigkeiten Europa eigentlich schon hat, was noch fehlt – und
was genau an diesen Leerstellen gefährlich ist. Jakob von Lindern
erklärt, warum er das ständige Reden von einer
Jahrhundertanstrengung im KI-Bereich für etwas überzogen hält und
berichtet von eustella, einer neuen KI-App aus Österreich, die eine
unabhängigere Chatbot-Alternative aus Europa werden will. Im
Rabbithole der Woche erzählt Jakob von Lindern vom wundersamen
Aufstieg von Freddy, einem deutschen Fußballfan, der auf der
Plattform X begeistert seine WM-Reise durch die USA dokumentiert.
Was wiederum US-Amerikaner so elektrisiert, dass seine euphorischen
Posts über Countrymusik, Fast-Food-Ketten und die schiere Größe von
Tankstellen millionenfach angesehen werden. Links zum Weiterlesen:
- Eva Wolfangel (DIE ZEIT): »Es kann eine gefährliche Waffe sein« -
Jakob von Lindern (DIE ZEIT): »Donald Trump zeigt, dass er am
längsten KI-Hebel sitzt« - Rose Tremlett (DIE ZEIT):
»WWW-Weltmeisterschaft« Haben Sie Feedback oder Fragen zur Folge?
Dann schreiben Sie uns gern an neustart@zeit.de. Im ZEIT-Podcast
»Neustart« ordnen die Hosts Henrik Oerding und Meike Laaff mit
ihren Kolleginnen und Kollegen ein, was gerade in der Digitalwelt
passiert – und was dies für die Offlinewelt bedeutet. Auch, aber
nicht nur für Nerds. Jeden zweiten Donnerstag erscheint eine neue
Folge. Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists. Mehr hören?
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