In Folge 3 meiner persönlichen Hörbuch-Reihe im Anonym Suchthilfe
Podcast erzähle ich, was nach dem Moment passierte, in dem ich
mit 15/16 von zu Hause ging.
Damals dachte ich: Jetzt bin ich frei.
Heute weiß ich: Ich war nicht frei. Ich war ein Jugendlicher ohne
Zuhause, ohne sichere Struktur und ohne Erwachsene, die wirklich
gesehen haben, wie tief ich schon in Szene, Konsum und Überleben
steckte.
Diese Folge erzählt von den ersten Nächten bei Freunden,
heimlichen Schlafplätzen, Dennis, Maria, meiner ersten eigenen
Wohnung, dem Jugendamt, dem Jugendbetreuer, Dealerei,
Computerfähigkeiten, kriminellen Kontakten, Hollandfahrten,
Clubs, Afterhours — und meiner ersten schweren Psychose nach
Ecstasy, Cannabis und Alkohol.
Es geht darum, wie sich Freiheit anfühlen kann, obwohl sie
eigentlich nur eine neue Form von Unsicherheit ist.
Ich hatte eine Wohnung, aber kein Zuhause.
Ich hatte Kontakte, aber keinen Schutz.
Ich hatte Fähigkeiten, aber keine Förderung.
Ich hatte Menschen um mich, aber kaum jemanden, der wirklich
hinsah.
Diese Folge ist meine persönliche Geschichte. Kein Ratgeber,
keine Therapie und keine Verherrlichung. Aber vielleicht hilft
sie Betroffenen und Angehörigen zu verstehen, warum ein
Jugendlicher manchmal lieber auf Sofas, in Szenewohnungen oder
auf der Straße schläft, als in ein Zuhause zurückzugehen, das
sich nicht sicher anfühlt.
Hinweis: Diese Folge enthält Themen wie frühe Obdachlosigkeit,
Drogenkonsum, Dealerei, kriminelle Szenen, Polizeikontakte,
Psychose und körperliche Zusammenbrüche. Bitte höre nur weiter,
wenn es sich für dich gerade sicher anfühlt.
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