In Folge 2 meiner persönlichen Hörbuch-Reihe im Anonym Suchthilfe
Podcast erzähle ich, wie aus einem verletzten Kind ein
Jugendlicher wurde, der immer stärker nach Zugehörigkeit,
Anerkennung und einem anderen Gefühl gesucht hat.
Diese Folge beginnt mit dem Wechsel vom Gymnasium auf die
Hauptschule, Beschämung in der Schule, fehlender Förderung und
dem Gefühl, nirgendwo mehr richtig dazuzugehören.
Dann geht es um die ersten heimlichen Zigaretten, Alkohol in
Kneipen, die erste Cannabisnacht, Ecstasy, Speed, LSD — und
darum, warum die erste Droge für mich nicht einfach „Spaß“ war.
Sie war ein Versuch, etwas zu fühlen, was mir im echten Leben
gefehlt hat: Freiheit, Liebe, Anerkennung, Lebendigkeit und das
Gefühl, endlich nicht mehr falsch zu sein.
Ich erzähle auch von dem Moment, in dem ich mit 15/16 endgültig
von zu Hause ging. Damals dachte ich: Jetzt bin ich frei. Heute
weiß ich: Ich ging aus einem unsicheren Zuhause in ein unsicheres
Außen.
Diese Folge ist meine persönliche Geschichte. Kein Ratgeber,
keine Therapie, keine perfekte Erklärung. Aber vielleicht hilft
sie Betroffenen und Angehörigen zu verstehen, dass Sucht oft
nicht mit der Substanz beginnt — sondern mit einem echten inneren
Mangel, den die Substanz nur kurzfristig imitiert.
Hinweis: Diese Folge enthält Themen wie familiäre Belastung,
frühe Drogen- und Alkoholerfahrungen, Gewalt, Vernachlässigung
und riskante Jugenderfahrungen. Bitte höre nur weiter, wenn es
sich für dich gerade sicher anfühlt.
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