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Was passiert, wenn du pleite bist, die Schulden dir über den Kopf
wachsen und dir kein Kreditinstitut mehr Geld leiht?
Normalerweise bricht Panik aus. Doch der chinesische
Geschäftsmann Zhang hatte eine Idee, die so absurd, genial und
frech ist, dass man sie in keinem Hollywood-Drehbuch
durchgewunken hätte.

Wir reisen ins Jahr 2015 nach China – mitten in eine Zeit des
extremen wirtschaftlichen Umbruchs. Während in den Megastädten
alles digital über WeChat und Apps läuft, gibt es in den
Provinzen noch Ecken, in denen Bargeld regiert. Genau hier
schlägt Zhang zu. Da er mit einem Schuldenberg von mehreren
zehntausend Euro dasteht und den traditionellen Bankrott
fürchtet, baut er sich im Juli 2015 einfach seine eigene
Bank.

Nicht im Keller, sondern mitten auf einer geschäftigen
Einkaufsstraße im Stadtteil Lanshan. Er mietet einen Laden, lässt
millimetergenau die Fassade, die Logos, die Schalter und sogar
die Uniformen der China Construction Bank (CCB) nachbauen – einer
der mächtigsten und größten Banken der Welt. Mit echten
Angestellten, maßgeschneiderten Business-Anzügen und einer
perfekten Software-Kopie im Hinterzimmer öffnet die Fake-Filiale
ihre Pforten. Und das Unfassbare passiert: Die Leute strömen
rein, zahlen echtes Erspartes ein – und niemand schöpft Verdacht.

In dieser Folge tauchen Bastian und Kerstin tief ein in die Welt
des kollektiven Vertrauens, perfide inszenierte Simulationen und
einen Betrug, der erst aufflog, als die Kasse leer war.

Der Berg aus Schulden: Wie Zhang in eine
finanzielle Sackgasse geriet, aus der es scheinbar keinen
legalen Ausweg mehr gab.

Die Architektur des Vertrauens: Wie man eine
der größten Banken der Welt so täuschend echt nachbaut, dass
selbst Kunden und Handwerker keinen Verdacht schöpfen.

Das perfekte Schauspiel: Maßgeschneiderte
Uniformen, Krawatten, Teambuilding und das beruhigende
Rattern der Geldschzählmaschinen.

Das System bricht ein: Die schier endlose
Geduld der Anleger und der Moment, als der Schwindel durch
einen blinden Zufall aufflog.

Dieser Betrug lief Wochenlang völlig reibungslos, weil niemand
hinter einer vermeintlichen Staatsbank eine Fälschung vermutete.
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„Die erfundene Bank“

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