Festhalten kostet dich viel mehr, als du denkst, und die Rechnung
schickt dir niemand. Im tantrischen Denken ist Loslassen deshalb
eine Befreiung und kein Verlust.
Die Kiste im Keller schickt dir keine Rechnung. Die Beziehung,
die du seit drei Jahren nicht mehr nährst, auch nicht. Die Rolle,
die du in deiner Familie spielst, seit fünfunddreißig Jahren,
ebenso wenig. Und trotzdem zahlst du jeden Tag. Du merkst erst,
was es dich gekostet hat, in dem Moment, in dem du damit
aufhörst.
In unserer Kultur klingt Loslassen nach Abschied und Mangel. Im
Tantra ist es eine Energiebewegung: ein Ausströmen, dieselbe
Geste, mit der das Göttliche nach dieser Tradition die Welt
hervorbringt. Was dabei frei wird, ist Lebenskraft, die jahrelang
anderswo gebunden war.
In dieser Folge gehe ich fünf Bewegungen des Loslassens durch:
Warum alles, woran du festhältst, dir irgendwann gedient hat
Die Geste, mit der dein Körper längst vertraut ist
Woran du merkst, dass dein Geben einen Haken hat
Was du täglich weglässt, ohne es zu bemerken
Die Leere, die keine ist
Ich erzähle außerdem, wie lange ich selbst gebraucht habe, um
jemanden um Hilfe zu bitten, und beschreibe ein Ritual aus meiner
Arbeit, das ich „die Kündigung" nenne.
Am Ende steht eine Frage, die du mitnehmen kannst. Sie lautet
nicht, was du verlierst.
Wenn diese Folge etwas in dir in Bewegung gebracht hat, würde ich
mich freuen, davon zu hören.
Mehr über meine Arbeit: kamatantra.eu
Kontakt: info@kamatantra.eu
---------- Marc van DaeleMusic from Free To Use – Source:
https://freetouse.com/musicTrack by Artist Jeremiah
AlvesTrack by Artist Rukiye Boglu
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