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Beschreibung
vor 20 Stunden
Die Kellertreppe, das Fahrrad, der Park Sie kam mit einem
gebrochenen Arm. Die Kellertreppe, sagte sie. Wochen später mit
einer gebrochenen Rippe. Vom Fahrrad. Dann mit einem Auge, so
zugeschwollen, dass man das Grün darin nicht mehr sah. Ich hab mit
zwanzig in der Notaufnahme gearbeitet, und diese Frau kam immer
wieder. Ich hab sie damals auf meinen Verdacht angesprochen. Sie
flehte mich an zu schweigen. Zwei Jahre später kam die Nachricht:
gestorben, an inneren Blutungen. Ihr Mann sprach von einem Überfall
im Park. Diese Geschichte hat mich mit zwanzig sprachlos gemacht –
und einen Teil meines beruflichen Weges geprägt. Warum bleiben
Menschen bei jemandem, der ihnen wehtut? Was passiert dabei
wirklich im Kopf, im Nervensystem, in der eigenen Geschichte? Das
ist der Auftakt zu mehreren Folgen, die ich diesen Herbst mache.
Weil dieses Thema mir nach über 30 Jahren Arbeit in Notaufnahme,
Psychiatrie, Knast und als Therapeutin einfach zu wichtig ist, um
es in einer einzigen Folge abzuhandeln. Wenn du selbst betroffen
bist oder jemanden kennst, der Hilfe braucht: Hilfetelefon Gewalt
gegen Frauen, kostenlos und anonym, rund um die Uhr: 08000 116 016.
Wenn du gerade nickst und denkst – das klingt irgendwie nach mir,
oder nach jemandem, den ich kenne – dann lass uns reden. Ein erstes
Gespräch kostet nichts. Den Link findest du in den Shownotes.
gebrochenen Arm. Die Kellertreppe, sagte sie. Wochen später mit
einer gebrochenen Rippe. Vom Fahrrad. Dann mit einem Auge, so
zugeschwollen, dass man das Grün darin nicht mehr sah. Ich hab mit
zwanzig in der Notaufnahme gearbeitet, und diese Frau kam immer
wieder. Ich hab sie damals auf meinen Verdacht angesprochen. Sie
flehte mich an zu schweigen. Zwei Jahre später kam die Nachricht:
gestorben, an inneren Blutungen. Ihr Mann sprach von einem Überfall
im Park. Diese Geschichte hat mich mit zwanzig sprachlos gemacht –
und einen Teil meines beruflichen Weges geprägt. Warum bleiben
Menschen bei jemandem, der ihnen wehtut? Was passiert dabei
wirklich im Kopf, im Nervensystem, in der eigenen Geschichte? Das
ist der Auftakt zu mehreren Folgen, die ich diesen Herbst mache.
Weil dieses Thema mir nach über 30 Jahren Arbeit in Notaufnahme,
Psychiatrie, Knast und als Therapeutin einfach zu wichtig ist, um
es in einer einzigen Folge abzuhandeln. Wenn du selbst betroffen
bist oder jemanden kennst, der Hilfe braucht: Hilfetelefon Gewalt
gegen Frauen, kostenlos und anonym, rund um die Uhr: 08000 116 016.
Wenn du gerade nickst und denkst – das klingt irgendwie nach mir,
oder nach jemandem, den ich kenne – dann lass uns reden. Ein erstes
Gespräch kostet nichts. Den Link findest du in den Shownotes.
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