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Beschreibung
vor 2 Tagen
"Wir hören, was wir fühlen.", ist Bernhard Pörksen überzeugt.
Damit meint er nicht, dass man nur zu hören vermag, was man
selbst erlebt hat, aber, dass das Selbstdurchlebte eine Person
feinfühliger werden lässt, offener, resonanzfähiger. Bernhard
Pörksen, Jahrgang 1969, studierte in Hamburg und ist heute
Professor an der Universität Tübingen. Seine Themen sind seit
langem schon Kommunikation, Feindbilder, Desinformation, die
Dynamik öffentlicher Empörungsreflexe und Medienskandale im
Zeitalter der Digitalisierung. In seinem 2018 erschienenen Buch
"Die große Gereiztheit" hat er die verbreitete Medienmüdigkeit
seziert und beschrieben, weshalb Empörung so oft reizvoller ist
als Sachlichkeit oder respektvolle Auseinandersetzung.
Gleichzeitig ist sein Interesse am Zuhören gewachsen. Im Gespräch
mit Birgit Dalheimer bezeichnete er das Zuhören als "stille
Supermacht der Kommunikation". (WH von 2.1.2026)
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