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  3. GESPRÄCHSFUNKEN - Facetten vieler Leben Podcast
  4. Wenn das Leben dir ein Bein stellt – und du trotzdem weitergehst
Hinweis / Triggerwarnung: In dieser Folge geht
es um einen schweren medizinischen Notfall, Amputation,
Intensivstation, Sterbewunsch und Sterbehilfe.

In dieser Folge von GESPRÄCHSFUNKEN – Facetten vieler
Leben erzählt Martina Felsch aus
Saalfelden, 44, Sportlerin, Tänzerin und Mama von zwei Söhnen,
von einem Jahr, das ihr ganzes Leben verändert hat.

Nach einem scheinbar banalen grippalen Infekt greifen plötzlich
aggressive Keime ihren Körper an. Ein Keim „frisst“ sie von innen
auf. Martina landet im Tiefschlaf auf der Intensivstation, wird
mehrfach operiert – und überlebt nur, weil ihr rechtes Bein
amputiert wird. Acht Monate Krankenhaus, Hauttransplantationen,
Dialyse, Dracheostoma, völlige Bewegungslosigkeit: Sie kann nur
noch mit den Augen blinzeln.

Martina nimmt uns mit in ihre Wahrnehmung im Tiefschlaf –
zwischen Meeresrauschen, „Qualle-Sein“ und mittelalterlichen
Bildern – und in die radikale Realität des Aufwachens: ein
fehlendes Bein, kein Wort auf den Lippen, der Wunsch zu sterben
und konkrete Pläne für Sterbehilfe.

Wir sprechen darüber,

– wie es ist, wenn man nur noch über Blinzeln kommunizieren
kann,

– wie knapp sie sich tatsächlich für das Leben entscheidet,

– wie sehr ihre Kinder, ihre Schwester und einzelne Sätze von
Ärzt*innen ihr Halt geben,

– wie sie lernt, wieder zu sprechen, zu sitzen, zu essen, vom
Rollstuhl auf die Yogamatte zu kommen,

– und wie mitten in all dem auch ihre Ehe zerbricht.

Martina erzählt, wie sie heute – mit einem Bein, eingeschränktem
Sehen und viel weniger „äußerer Perfektion“ – das Leben
vielleicht intensiver spürt als je zuvor: den ersten
Waldspaziergang, die erste Dusche nach neun Monaten, den Blick
aus dem Fenster, die Zeit mit ihren Kindern.

Ein Gespräch über einen „Riesenscheißhaufen“ an Schicksal – und
darüber, wie viel Lebenskraft, Humor und Dankbarkeit trotzdem
möglich sind.
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„Wenn das Leben dir ein Bein stellt – und du trotzdem weitergehst“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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