Die Autobanditen Franz und Heinrich Petz
vor 1 Woche
15. November 1938: Der 20-jährige Franz Petz und sein erst
13-jähriger Bruder Heinrich halten ein Auto an, bedrohen die
Insassen mit Waffen und stehlen das Auto. Es ist der – noch –
unblutige Beginn einer Verbrechensserie, die schnell eskaliert.
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delikt – Wahre Verbrechen aus Österreichs Süden
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Beschreibung
vor 1 Woche
Im November 1938 versetzen die Brüder Franz und Heinrich Petz die
Obersteiermark in Angst und Schrecken. Der 20-Jährige und sein
erst 13 Jahre alter Bruder errichten mit gefällten Bäumen
Straßensperren, um Autofahrer zu überfallen. Angeblich wollen sie
eine Geisel nehmen, Lösegeld erpressen und sich damit in die
Südsee absetzen. Doch stattdessen eskaliert die Gewalt. Der Fall
und sein späteres Nachspiel fordern insgesamt sechs Todesopfer.
Doch der Fall ist mehr als eine spektakuläre Mordserie. Die
NS-Führung nutzt die Taten, um Sondergerichte zu stärken,
Verfahren zu beschleunigen und die getöteten SA-Männer zu
Propagandahelden zu machen. Der strafunmündige Heinrich kommt
zunächst in eine Erziehungsanstalt, später in das KZ
Sachsenhausen, wo er 1939 von SS-Männern erschossen wird. In
dieser Folge sprechen wir über die Brüder Petz, ihre Verbrechen
und die politische Instrumentalisierung des Falls durch das
NS-Regime.
Zu Gast bei „delikt“-Host David Knes ist der
Historiker Martin Moll. Er lehrt an der
Universität Graz, ist Mitglied der Historischen Landeskommission
für Steiermark und Autor zahlreicher wissenschaftlicher
Fachartikel.
Hier finden Sie den besprochenen Artikel zum Download (2,9 MB):
„Autobanditen: Der mörderische Kriminalfall der Brüder
Petz im Kontext des NS-Regimes 1938/39“ von Martin Moll,
erschienen in der Zeitschrift des Historischen Vereines für
Steiermark, Band 115, 2024.
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