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  4. Warum haben junge Menschen Takaichi gewählt?
Japans neue Premierministerin steht für viele Beobachterinnen und
Beobachter nicht nur für einen Machtwechsel, sondern für eine
ideologische Verschiebung nach rechts, deren Tragweite oft
missverstanden oder verharmlost wird.

WAS „ULTRARECHTS“ BEI SANAE TAKAICHI BEDEUTET

Westliche Medien nennen sie ultrarechts oder rechtsnational. Das
hat Gründe. Zum Beispiel weil sie als Kommunikationsministerin
kritischen Sendern mit Lizenzentzug drohte,
geschichtsrevisionistische Positionen zur Kriegsvergangenheit
vertritt und mit ausländerfeindlichen Aussagen provozierte.
Innerhalb der Liberaldemokratische Partei zählt sie klar zum
äußersten rechten Flügel. Als Premierminister trennt sie zwischen
Ideologie und Posten.

HISTORISCHER WAHLERFOLG

Die LDP gewann mit Koalitionspartnern 352 von 465 Sitzen,
darunter Unterstützung durch Ishin no Kai, bei nur rund 55
Prozent Wahlbeteiligung. Viele junge Wähler stimmten weniger aus
inhaltlicher Nähe zu, sondern in der Hoffnung auf personelle
Erneuerung einer verkrusteten Partei.

WAS KOMMT POLITISCH ALS NÄCHSTES?

Takaichi setzt auf militärische Aufrüstung, hohe
Konjunkturprogramme und eine restriktivere Haltung gegenüber
Ausländern, während liberale Reformen wie Ehe für alle oder
getrennte Namensführung unmöglich werden. Zudem strebt sie eine
Verfassungsänderung an, ein historischer Tabubruch in der
Nachkriegsordnung Japans.

-

Moderation & Produktion

Julia Shimura, Journalistin und Stringerin in Japan (FAZ, ARD,
etc.)

- 

Feedback & Hinweise

Kontakt: j@jshimura.de

Folgt mir auf Instagram und X/Twitter für aktuelle Updates.

www.juliashimura.de

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