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DIFFUS INTERVIEW
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Beschreibung
vor 4 Jahren
Es klingt geradezu unversöhnlich, aber dieses Buch, das man nicht
wirklich einen Roman nennen kann, ist wunderschön – und das,
obwohl es die biografische Aufarbeitung einer toxischen Beziehung
ist. Was nicht bedeutet, dass Carmen Maria Machado diese in
irgendeiner Form beschönigt.
Aber der Reihe nach: Carmem Maria Machado umkreist in „Das Archiv
der Träume“ (im Tropen Verlag erschienen) in Texten, die selten
länger als ein bis zwei Seiten sind, ihre langjährige, toxische
Beziehung zu einer Frau, die psychologische und körperliche
Gewalt gegen Machado ausübt. Das Buch wirkt damit ein wenig wie
eine kreative und/oder therapeutische Versuchsanordnung. Der
jeweilige Titel des Kapitels gibt dabei die Richtung vor, aus der
sich Machado diesmal diesem Trauma nähern wird, das als Liebes-
und Lustgeschichte beginnt und als Gewalt- bzw. später
Befreiungsgeschichte endet. Auf diese Weise gelingt es Machado,
die Härte, die Manipulation, die Gewalt, die Abhängigkeit und die
Schmerzen mitzuteilen, die eine toxische Beziehung mit sich
bringt. Gleichzeitig beschreibt Machado aber auch, wie es
passieren konnte, dass sie dieser Frau so intensiv und so lange
verfallen ist. Sie erzählt, wie sie erst nach und nach merkte,
dass sie lieber mit Frauen zusammen sein will. Wie sich in viele
Frauen verliebte, aber in keine so sehr wie in diese. Wie sie bei
dieser Partnerin wie nie zuvor Erregung und Euphorie spürte – die
selbst dann noch aufblitzte, als die Gewalt schwerwiegender
wurde.
Wenn ihr nun neugierig geworden seid: Wir haben wieder ein
Exemplar für euch. Wenn ihr es gewinnen wollt, schreibt eine Mail
mit dem Stichwort „Das Archiv der Träume“ an
verlosung@diffusmag.de – und vergesst bitte eure Postadresse
nicht.
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