Das Buch zur Woche: Imbolo Mbue – „Wie schön wir waren“

Das Buch zur Woche: Imbolo Mbue – „Wie schön wir waren“

vor 4 Jahren
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Beschreibung

vor 4 Jahren

Diesmal geht es um das Buch „Wie schön wir waren“. Geschrieben
hat es Imbolo Mbue, aus dem Englischen übersetzt wurde es von
Maria Hummitzsch, erschienen ist es beim KiWi-Verlag.


Es ist ein Roman, der schon jetzt in vielen Jahresbestenlisten
auftaucht, obwohl er erst im Herbst auf den Markt kam. Zu Recht,
muss man sagen, denn „Wie schön wir waren“ hat nicht nur diesen
wunderschönen Titel, es ist auch ein Buch, das man nicht alle
Tage in die Finger bekommt.


Die in Kamerun geborene afroamerikanische Autorin Imbolo Mbue
erzählt darin von einer wahren Begebenheit, allerdings mit
fiktiven Charakteren und Handlungsorten. In den 70er-Jahren hat
der vom Tanken bekannte Konzern „Shell“, der jetzt so gerne auf
Umwelt macht, durch eine rücksichtlose Ölförderung in Nigeria
ganze Landstriche vergiftet. Vor allem Ende der 60er hatte sich
die dort angesiedelte Tochterfirma SPDC mit der korrupten
Militärführung der Region verbündet und die ölreiche Region ohne
Rücksicht auf Verluste ausgebeutet. Durch zahlreiche Öllecks
wurden Brunnen, Flüsse, Seen und Grundwasser vergiftet und
zahlreiche Menschen – vor allem Kinder – starben oder erkrankten
schwer.


Imbolo Mbues Roman ist ein kraftvolles Klagelied, das sich den
Raubtierkapitalismus und den Reiche-Weiße-Leute-Kolonialismus zur
Brust nimmt. Sie lässt starke Stimmen singen – pessimistisch,
kritisch, aber hörbar stolz, weil sie nie wirklich aufgegeben zu
haben. Ein Happy-End gibt es natürlich trotzdem nicht – und zwar
eigentlich für alle Beteiligten.
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Das Buch zur Woche: Imbolo Mbue – „Wie schön wir waren“
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