Das Buch zur Woche: Santiago Lorenzo – „Wir alle sind Widerlinge“

Das Buch zur Woche: Santiago Lorenzo – „Wir alle sind Widerlinge“

vor 4 Jahren
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Beschreibung

vor 4 Jahren

Heute geht es um ein Buch, das man mit dezentem Augenzwinkern als
eine Mischung aus „Walden“, „Unterleuten“ und „Kevin allein zu
Haus“ beschreiben könnte. „Wir alle sind Widerlinge“ heißt es und
wurde geschrieben wurde vom spanischen Regisseur, Produzenten und
Autor Santiago Lorenzo. In dessen Heimat wurden bereits mehr als
200.000 Exemplare verkauft – was für einen Roman eine ganze Menge
ist. Das liegt allerdings auch daran, dass Santiago Lorenzo dort
einen gewissen Kultstatus hat. Der Autor wandte sich vor einiger
Zeit von der intellektuellen Stadt-Elite Madrids ab, in der er
verkehrte, und zog in ein Dorf mit nur sieben Einwohnern. Um dann
dort diesen Roman zu schreiben, über einen Mann, der beschließt
in ein Dorf mit nur sieben Einwohnern zu ziehen.


„Wir alle sind Widerlinge“ findet eine schöne Balance zwischen
bös-lustiger Satire und sehr poetischen Umschreibungen vom Wert
der Einsamkeit. Obwohl es herrliche Rants gegen Spießer:innen und
Großstädter:innen gibt, führt es gut unterhaltend und in einer
sehr eigenen Sprache zur Erkenntnis, dass man sich erst einmal
selbst ganz genau anschauen sollte, bevor man sich über andere
Menschen erhebt. Denn im Grunde sind wir eben alle Widerlinge –
tief in uns drin.


„Wir alle sind Widerlinge“ ist gerade erschienen im Verlag Heyne
Hardcore – und wurde übersetzt von Daniel Müller und Karolin
Viseneber. Wir haben zwei Verlosungsexemplare für euch bekommen.
Wenn ihr eines haben wollt, schreibt uns einfach eine Mail mit
dem Stichwort „Wir alle sind Widerlinge“ an
verlosung@diffusmag.de.
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Das Buch zur Woche: Santiago Lorenzo – „Wir alle sind Widerlinge“
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