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Beschreibung
vor 2 Tagen
Mitten hinein in die wieder eskalierende Lage am Persischen Golf
platzte die Nachricht, dass die USA einen Atomdeal mit
Saudi-Arabien geschlossen hätten. Den US-Präsident Trump allerdings
nachträglich mit der Bedingung versah, dass die Saudis sich mit
Israel aussöhnen. Trotzdem nährt der Deal Befürchtungen,
Saudi-Arabien könne in den Besitz der Atombombe gelangen.
“Automatisch” werde das nicht passieren, erklärt der Nahost-Experte
Guido Steinberg im Interview mit Kai Küstner. Längerfristig
allerdings bestehe die Gefahr durchaus, dass die Saudis mit Hilfe
des Abkommens “doch in der Lage sein könnten, zunächst einmal hoch
anzureichern und dann auch in Richtung einer Bombe zu gehen. Wir
müssen fest davon ausgehen, dass das auch das saudische Kalkül
ist.” Was die aktuelle Lage im Konflikt mit dem Iran angeht, so
sieht der Islamwissenschaftler für Trump derzeit keinen Ausweg:
“Mein Eindruck ist, ... dass die US-Regierung überhaupt nicht weiß,
wie sie aus dieser Sache wieder rauskommt. Sie will diesen Krieg
beenden, aber sie will natürlich gleichzeitig nicht, dass die
Iraner zum neuen Hegemon am Persischen Golf werden.” So erklärt
sich Guido Steinberg auch Trumps “Schlingerkurs” in Nahost. Auf der
anderen Seite finde die Eskalation der letzten Tage noch “mit
angezogener Handbremse” statt, so dass eine Rückkehr zu Gesprächen
nicht völlig ausgeschlossen sei, so der Experte von der Stiftung
Wissenschaft und Politik (swp). Für bedrohlich hält Steinberg die
jüngste Einmischung der Iran-freundlichen Houthi-Milizen. Die
Europäer hingegen seien am Golf “vollkommen ausgeschaltet”.
In der Ukraine ist die innenpolitische Krise noch nicht entschärft
Und das, obwohl Präsident Selenskyj nach der Entlassung von
Verteidigungsminister Fedorow nun auch Armeechef Syrski ersetzt
hat. Dessen Nachfolger, Drapatyj, gilt als Reformer, erklärt Astrid
Corall. Eine seiner Aufgaben: neue Soldaten zu rekrutieren. Die
russischen Angriffe auf ukrainische Städte gehen weiter,
gleichzeitig nimmt die Ukraine derzeit vermehrt
Logistikeinrichtungen in Russland wie Lager des größten russischen
Versandhändlers in den Fokus. Astrid berichtet auch über Gespräche
der USA mit der Ukraine auf der einen und Russland auf der anderen
Seite. Wegen des Iran-Krieges waren die in den Hintergrund gerückt.
Nächste Woche könnte es sogar ein direktes Treffen zwischen
US-Präsident Trump und Ukraines Präsident Selenskyj in Wahsington
geben. Trotz diplomatischer Bemühungen ist man aber von einem Ende
des Krieges nach wie vor weit entfernt.
Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de
weitere Informationen
Interview mit Guido Steinberg
https://www.ndr.de/audio-3377646.html
USA setzten laut CENTCOM B1-Bomber bei Iran-Angriffen ein
https://www.juedische-allgemeine.de/politik/usa-setzen-ueber-iran-b-1-bomber-ein/
Ukraine bekommt neuen Armeechef
https://www.youtube.com/watch?v=q67Ugc9GG1Y
Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”
https://www.ndr.de/podcast2998.html
platzte die Nachricht, dass die USA einen Atomdeal mit
Saudi-Arabien geschlossen hätten. Den US-Präsident Trump allerdings
nachträglich mit der Bedingung versah, dass die Saudis sich mit
Israel aussöhnen. Trotzdem nährt der Deal Befürchtungen,
Saudi-Arabien könne in den Besitz der Atombombe gelangen.
“Automatisch” werde das nicht passieren, erklärt der Nahost-Experte
Guido Steinberg im Interview mit Kai Küstner. Längerfristig
allerdings bestehe die Gefahr durchaus, dass die Saudis mit Hilfe
des Abkommens “doch in der Lage sein könnten, zunächst einmal hoch
anzureichern und dann auch in Richtung einer Bombe zu gehen. Wir
müssen fest davon ausgehen, dass das auch das saudische Kalkül
ist.” Was die aktuelle Lage im Konflikt mit dem Iran angeht, so
sieht der Islamwissenschaftler für Trump derzeit keinen Ausweg:
“Mein Eindruck ist, ... dass die US-Regierung überhaupt nicht weiß,
wie sie aus dieser Sache wieder rauskommt. Sie will diesen Krieg
beenden, aber sie will natürlich gleichzeitig nicht, dass die
Iraner zum neuen Hegemon am Persischen Golf werden.” So erklärt
sich Guido Steinberg auch Trumps “Schlingerkurs” in Nahost. Auf der
anderen Seite finde die Eskalation der letzten Tage noch “mit
angezogener Handbremse” statt, so dass eine Rückkehr zu Gesprächen
nicht völlig ausgeschlossen sei, so der Experte von der Stiftung
Wissenschaft und Politik (swp). Für bedrohlich hält Steinberg die
jüngste Einmischung der Iran-freundlichen Houthi-Milizen. Die
Europäer hingegen seien am Golf “vollkommen ausgeschaltet”.
In der Ukraine ist die innenpolitische Krise noch nicht entschärft
Und das, obwohl Präsident Selenskyj nach der Entlassung von
Verteidigungsminister Fedorow nun auch Armeechef Syrski ersetzt
hat. Dessen Nachfolger, Drapatyj, gilt als Reformer, erklärt Astrid
Corall. Eine seiner Aufgaben: neue Soldaten zu rekrutieren. Die
russischen Angriffe auf ukrainische Städte gehen weiter,
gleichzeitig nimmt die Ukraine derzeit vermehrt
Logistikeinrichtungen in Russland wie Lager des größten russischen
Versandhändlers in den Fokus. Astrid berichtet auch über Gespräche
der USA mit der Ukraine auf der einen und Russland auf der anderen
Seite. Wegen des Iran-Krieges waren die in den Hintergrund gerückt.
Nächste Woche könnte es sogar ein direktes Treffen zwischen
US-Präsident Trump und Ukraines Präsident Selenskyj in Wahsington
geben. Trotz diplomatischer Bemühungen ist man aber von einem Ende
des Krieges nach wie vor weit entfernt.
Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de
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https://www.ndr.de/audio-3377646.html
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https://www.juedische-allgemeine.de/politik/usa-setzen-ueber-iran-b-1-bomber-ein/
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