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Beschreibung
vor 4 Tagen
Liebe bedeutet nicht, den Weg eines anderen zu tragen. Liebe
bedeutet, den eigenen Weg so ehrlich zu gehen, dass der andere
seinen ebenfalls gehen darf.
Diese Worte beschreiben die neueste Podcast Folge so gut.
Ich spreche darüber, wenn Fürsorge zu einer Identität wird und wo
dies seinen Ursprung hat.
Warum so viele Frauen und Männer genau diese Dynamik in ihrer
Beziehung verkörpern und unterbewusst wegstossen was sie sich am
allermeisten wünschen.
Vielleicht kennst du dieses Gefühl.
Du organisierst. Du erinnerst. Du hältst zusammen. Du spürst,
wenn sich die Stimmung im Raum verändert, und versuchst, sie
auszugleichen. Du sorgst dafür, dass es allen gut geht – oft noch
bevor sie selbst merken, was sie brauchen.
Von aussen wirkt das wie Liebe. Doch manchmal verbirgt sich
dahinter etwas viel Tieferes.
Nicht Liebe, sondern eine Identität.
Viele Menschen, die sich heute in Beziehungen oder Familien
übermässig verantwortlich fühlen, haben diese Rolle nicht als
Erwachsene gewählt.
Sie haben sie als Kinder übernommen.
Vielleicht waren sie diejenigen, die zwischen den Eltern
vermittelt haben. Vielleicht haben sie früh gelernt, Rücksicht zu
nehmen, Konflikte zu vermeiden oder die Bedürfnisse anderer über
ihre eigenen zu stellen.
Ein Kind fragt sich nicht bewusst:
"Wer möchte ich sein?"
Es fragt:
"Was muss ich tun, damit ich geliebt werde?"
Wenn die Antwort lautet:
"Ich muss stark sein."
"Ich muss funktionieren."
"Ich muss mich kümmern."
...dann wird Fürsorge zu einer Überlebensstrategie.
Mit der Zeit vergessen wir jedoch, dass es einmal nur eine
Strategie war.
Sie wird zu unserem Selbstbild.
In Beziehungen zeigt sich dieses Muster oft als Bemuttern oder
Bevatern.
Wir übernehmen Verantwortung, die eigentlich nicht unsere ist.
Wir erinnern, organisieren, lösen Probleme und greifen ein, oft
aus den besten Absichten.
Doch genau hier entsteht ein Paradox.
Je mehr wir dem anderen abnehmen, desto weniger Raum bleibt ihm,
Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.
Aus Fürsorge wird Kontrolle. Nicht bewusst, sondern aus Angst.
Angst vor Chaos. Angst vor Konflikten. Angst davor, nicht mehr
gebraucht zu werden.
"Wer bin ich, wenn ich mich nicht mehr sorge?”
Diese Frage ist oft der eigentliche Wendepunkt.
Denn wenn wir beginnen, Grenzen zu setzen, Verantwortung
zurückzugeben und nicht mehr alles zu tragen, verändert sich
nicht nur unser Verhalten.
Unsere Identität beginnt sich zu wandeln.
Und das kann sich anfühlen, als würde ein Teil von uns sterben.
Nicht, weil wir weniger liebevoll werden.
Sondern weil wir eine Rolle loslassen, die uns lange Sicherheit
gegeben hat.
Du musst diese Reise nicht alleine gehen, hol dir Support an
deine Seite und Lebe ein leben frei von jeglichen unterbewussten
Mechanismen. Du bist die Schöpferin deines Lebens.
Gerne unterstütze ich dich auf deiner Reise. Schreib mir gerne
oder besuche meine Webseite.
So viel Liebe zu dir
Karin
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