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Beschreibung
vor 2 Tagen
Manchmal kommt man irgendwo an und hat nichts mehr in den Händen.
Heute Abend erzählen wir von Ruth und Noomi. Von einer Frau, die
nach Jahren in der Fremde heimkehrt nach Bethlehem, ohne Mann,
ohne Söhne, ohne alles, und die am Stadttor sagt, man solle sie
nicht mehr die Liebliche nennen, sondern die Bittere. Und von
ihrer Schwiegertochter Ruth, die aus Moab kommt und einfach nicht
weggegangen ist, sondern mitgeht in ein Land, das sie nicht
kennt, und dort im heißen Stoppelfeld Ähren liest, damit die
beiden zu essen haben. Eine ruhige Geschichte über Treue, über
das Weitergehen mit leeren Händen und über einen Gott, der hier
nie die Stimme hebt und doch auf jeder Seite da ist, still, in
einem Feld und in der Güte eines Fremden.
Mach es dir bequem, dämpf das Licht und lass den Tag los. Wenn du
dabei einschläfst, ist das genau richtig. Du kannst dem Podcast
folgen, ganz ohne Eile, vielleicht erst morgen früh.
Grundlage: frei nacherzählt nach dem Buch Ruth, Kapitel 1 bis 4.
Diese Folge wird mit einer künstlichen Stimme erzählt.
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