Dalit in Indien: Gefangen im Dreck
vor 12 Stunden
Die Regierung sagt: Es gibt sie nicht. Das Gesetz sagt: es ist
verboten. Und doch putzen täglich Zehntausende Menschen in Indien
die Fäkalien anderer weg. Die meisten gehören zur untersten
Gesellschaftsschicht der Dalit. Die UNO spricht von Zwangsarb ...
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 12 Stunden
Die Regierung sagt: Es gibt sie nicht. Das Gesetz sagt: es ist
verboten. Und doch putzen täglich Zehntausende Menschen in Indien
die Fäkalien anderer weg. Die meisten gehören zur untersten
Gesellschaftsschicht der Dalit. Die UNO spricht von Zwangsarbeit.
International im Sommer – die Kurzreportage. Pravin Singh weiss,
dass er sterben kann, bei dem, was er tut. Er ist Tagelöhner in der
indischen Wirtschaftsmetropole Mumbai und steigt in Klärgruben
hinab, um sie zu reinigen – nur mit seinen Händen und ohne
Schutzausrüstung. «Ich habe Angst da unten, ich bin allein, es ist
sehr eng. Ich habe Angst, zu ersticken. Aber was soll's, die Arbeit
muss erledigt werden.» Bevor er in den Tank steigt, trinkt der
45-Jährige Alkohol, wie viele seiner Kollegen. Die meisten sind
Dalit. Sie wurden früher Unberührbare genannt und werden
diskriminiert. In Indien ist das Wegputzen von Fäkalien mit blossen
Händen schon seit 2013 verboten. Und doch gibt es sie noch überall.
Häufig komme es zu tödlichen Unfällen, schreibt die
UNO-Arbeitsorganisation ILO und spricht von Zwangsarbeit. «Wir
putzen die Fäkalien nicht weg, weil wir uns das ausgesucht haben,
sondern weil wir in eine Kaste hineingeboren wurden, der die
Gesellschaft diesen Beruf zugewiesen hat», sagt der indische
Aktivist Bezwada Wilson. Ein Teufelskreis. Diesen zu unterbrechen,
ist nicht einfach.
verboten. Und doch putzen täglich Zehntausende Menschen in Indien
die Fäkalien anderer weg. Die meisten gehören zur untersten
Gesellschaftsschicht der Dalit. Die UNO spricht von Zwangsarbeit.
International im Sommer – die Kurzreportage. Pravin Singh weiss,
dass er sterben kann, bei dem, was er tut. Er ist Tagelöhner in der
indischen Wirtschaftsmetropole Mumbai und steigt in Klärgruben
hinab, um sie zu reinigen – nur mit seinen Händen und ohne
Schutzausrüstung. «Ich habe Angst da unten, ich bin allein, es ist
sehr eng. Ich habe Angst, zu ersticken. Aber was soll's, die Arbeit
muss erledigt werden.» Bevor er in den Tank steigt, trinkt der
45-Jährige Alkohol, wie viele seiner Kollegen. Die meisten sind
Dalit. Sie wurden früher Unberührbare genannt und werden
diskriminiert. In Indien ist das Wegputzen von Fäkalien mit blossen
Händen schon seit 2013 verboten. Und doch gibt es sie noch überall.
Häufig komme es zu tödlichen Unfällen, schreibt die
UNO-Arbeitsorganisation ILO und spricht von Zwangsarbeit. «Wir
putzen die Fäkalien nicht weg, weil wir uns das ausgesucht haben,
sondern weil wir in eine Kaste hineingeboren wurden, der die
Gesellschaft diesen Beruf zugewiesen hat», sagt der indische
Aktivist Bezwada Wilson. Ein Teufelskreis. Diesen zu unterbrechen,
ist nicht einfach.
Weitere Episoden
8 Minuten
vor 4 Tagen
17 Minuten
vor 1 Woche
10 Minuten
vor 1 Woche
26 Minuten
vor 2 Wochen
10 Minuten
vor 2 Wochen
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.