Gute Arbeit, die keiner sieht, sieht aus wie gar keine Arbeit

Gute Arbeit, die keiner sieht, sieht aus wie gar keine Arbeit

vor 3 Tagen
16 Minuten
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Beschreibung

vor 3 Tagen

„Warum wird das Management mich eigentlich nicht kündigen, um
Geld zu sparen? Denn ich bin nicht ersetzbar.” Dieser O-Ton aus
meiner Umfrage klingt nach Selbstbewusstsein. Ist aber eher das
Gegenteil. Denn die entscheidende Frage bleibt offen: Wo sind die
Zahlen?


Nach mehreren Folgen Diagnose wird’s heute Handwerk. Wir rechnen
Deinen Wert aus — live, mit Zahlen. Aufgenommen übrigens vom
Münchner Flughafen, bei zwei Stunden Verspätung. Manchmal muss
man die Zeit eben nutzen.


Worum es geht:


Warum wir so schlecht darin sind, unseren Wert zu zeigen: Wir
sind stolz, wenn andere glänzen — und werden dabei unsichtbar.
Die Ironie: Je besser Du wirst, desto weniger sieht man Deine
Arbeit.

Meine Gitarristen-Analogie: Drei Meister spielen völlig
entspannt ein irrwitziges Stück. Sieht aus wie nichts. Ist wahre
Meisterschaft.

Der Rückwärtsgang, den ich gerade beobachte: Firmen, die
Coaches und Scrum Master gestrichen haben — und jetzt merken,
dass die Teams schlechter laufen.

Die Falle: Bau Dir bloß keine hübsche Metrik. Velocity hoch,
Burndown grün, Happiness-Index — das ist Schein-Agilität auf
Personenebene. Wert beweisen heißt nicht Zahlen erfinden.

Deine Übung: Fünf Dinge, die ohne Dich nicht oder schlechter
passiert wären. Nicht Tätigkeit — Wirkung.



Die vier Rechenwege, die fast immer funktionieren:


Verhinderte Fehlentscheidung — Feature gestoppt, bevor Wochen
reinflossen. Ich kenne Fälle aus der Scrum Master Journey, wo
sich Millionen nachweisen ließen.

Schnellere Entscheidung — mein Lieblingsbeispiel aus der
Medizintechnik: ein Dokument, das ein Jahr durch die Organisation
pingpongte. Alle Beteiligten in einen Raum gesetzt, nach zwei
Stunden fertig.

Gehaltene Menschen — eine ungeplante Nachbesetzung kostet
schnell ein halbes Jahresgehalt. Bei komplexen Produkten dauert
echte Einarbeitung Jahre.

Geschrumpfte Meetings — 3 Stunden pro Woche, Team von sieben,
45 Wochen: über 900 Stunden im Jahr. Das ist ein halber
Mitarbeiter. Sag das mal im Führungsgespräch.



Ja, das ist Pi mal Daumen. Aber Milchmädchenrechnung mit Zahl
schlägt Bauchgefühl ohne Zahl. Jedes Mal.


Und dann sagst Du es richtig: Bau Dir einen Satz ohne ein
einziges agiles Wort. „Im letzten halben Jahr habe ich dafür
gesorgt, dass [Wirkung] — grob [Zahl]. Ohne diese Rolle passiert
das nicht von selbst.” Fünf Minuten freitags, in denen Du Deine
Wirkung dieser Woche notierst — keine Reporting-Monster, nur eine
Spur.


Und wie mein Opa schon sagte: Wenn Du einen guten Job machst,
dann erzähl den Leuten davon. Denn sonst macht es keiner. Niemand
wird Werbung für Dich machen.


Mein Fazit: Du wirst nicht gestrichen, weil Du nichts wert bist —
sondern weil niemand Deinen Wert beziffern kann.


Mach mit: Rechne Deine Zahl aus und schick sie mir an
marcloeffler.eu. Ich sag Dir ehrlich, ob sie trägt.


Das „Unverzichtbar”-Workbook (39 €): Genau diese Übungen — die
fünf Dinge, die vier Rechenwege, der eine Satz — mit rotem Faden
zum Durcharbeiten. 15 Seiten, rund 90 Minuten. Link unten.


Links:


Workbook: https://www.digistore24.com/product/702505 

Schreib mir: marcloeffler.eu · LinkedIn

Scrum Master Journey:
https://marcloeffler.eu/scrum-master-journey/

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