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  4. 378. Eine Billion – darf ein einzelner Mensch so viel haben?
Kaum ist Elon Musk offizieller Billionär, kommen die Neider.
Haben sie recht? In einem Punkt ja, aber die meisten haben eine
Interessenlage, die Armut zementieren will.

Wenn wir hören, jemand sei „Billionär“, setzt die Evolution in
unserem Gehirn einen Fehlschluss in Gang: Wir übersetzen diese
abstrakte Zahl automatisch in Berge von Konsumgütern – in
Millionen von Rolex-Uhren oder Luxusvillen. Doch dieses Geld
existiert real überhaupt nicht. Es ist eine reine Fiktion, die
nur so lange stabil bleibt, wie Musk sie nicht anrühren will.
Spieltheoretisch betrachtet befindet sich ein solcher Tech-Gigant
in einer paradoxen Liquiditätsfalle. Würde er morgen versuchen,
seine SpaceX- und Tesla-Anteile im großen Stil zu verkaufen, um
dieses Vermögen flüssig zu machen, würde der Markt kollabieren.
Großinvestoren würden das als fatales Signal (Information
Leakage) werten, die Aktie würde ins Bodenlose stürzen und die
Billion würde augenblicklich im digitalen Nichts verdampfen. Das
Vermögen existiert ironischerweise nur unter der Bedingung, dass
es investiert bleibt. Hier liegt der fundamentale Unterschied
zwischen dem Staat und einem Unternehmer: Ein Staat kann
Billionen durch Steuern erzwingen und konsumieren, ohne ein
direktes, tägliches Feedback zu erhalten – das dicke Ende kommt
erst Jahrzehnte später (wie bei unserem Rentensystem). Ein
Unternehmer hingegen muss sein Vermögen täglich in Form von
produktiven Strukturen rechtfertigen. Tut er das nicht, entzieht
ihm der Markt das Kapital. Wer also Milliardäre enteignen will,
zerstört nicht deren Konsum, sondern das Fundament, das diesen
Wert überhaupt erst hält.
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„378. Eine Billion – darf ein einzelner Mensch so viel haben?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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