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  4. #250 (Der große Boom der Rüstungsindustrie)
2
108 Milliarden Euro – so viel Geld gibt der deutsche Staat 2026 für
Verteidigung aus. Ein historischer Höchststand. Doch wer
kontrolliert diese gewaltigen Ausgaben? Geben wir das Steuergeld
für die richtigen Rüstungsgüter aus? Werden die vielen
Anschaffungen überhaupt noch hinterfragt? Diese Frage stellen
Markus Lanz und Richard David Precht dem Investigativjournalisten
Christian Schweppe, der seit Jahren die deutsche Sicherheitspolitik
beobachtet. Schweppe kommt gerade von der Pariser Rüstungsmesse
zurück und berichtet, dass dort Champagnerkorken geflogen sind. Er
meint, die Messestände von KNDS oder Rheinmetall seien so groß,
„die bräuchten eigentlich eine eigene Postleitzahl.“
Verselbstständigt sich da gerade die Rüstungsindustrie, angefacht
durch das weltweite Wettrüsten? War das „whatever-it-takes“ von
Kanzler Merz so gemeint oder sollten wir umsichtiger mit Steuergeld
umgehen?

Kommentare (2)

De
DerMarco vor 2 Monaten

Hallo Herr Lanz und hallo Herr Precht, Vielen Dank für Ihre Beiträge und die ausgewogene Berichterstattung. Zu dem heutigen Podcast habe ich eine Anmerkung zu den fantasievollen Preisgestaltung und der langfristigen Vertragsbindung mit den Rüstung Firmen. So wie ich das gerade verstanden habe, sind die Preise an die Bonner Formel gebunden. Wenn die Rüstungsindustrie also Preise sehr fantasievoll gestaltet und durch Firmenstrukturen besonders hohe Gewinne erwirtschaftet, sind die Verträge (beziehungsweise die Preise) doch irgendwie unwirksam. Vielleicht gibt es irgendwo im Land Rechtsanwälte, die sich darüber einmal grundlegend Gedanken machen. Dass unser Steuergeld der Art verschwendet wird, die Haushaltslöcher riesig werden und die Investitionen in wirklich notwendige Projekte nicht mehr stattfinden, das ist doch eine Riesen-Sauerei. Bitte informieren Sie uns weiter in dieser Art und Weise. Vielen Dank DerMarco

De
DerMarco vor 2 Monaten

Hallo Herr Lanz, hallo Herr Precht Ich höre euren Podcast schon sehr lange und regelmäßig, und bin jedes Mal dankbar für die vielen Informationen und die ausgewogene Berichterstattung. Zu dem aktuellen Podcast (die Rüstungsindustrie). Denke ich mir doch, dass die Verträge, die auf die Jahre geschlossen werden, doch nur wirksam sind, wenn sie der Bonner Formel entsprechen. Und wenn den Firmen nachgewiesen wird, dass sie ihre Preise sehr fantasievoll gestalten und die Bonner Formel nicht eingehalten wird (da es mit eigenen Firmenstrukturen umgegangen wird) sind die Verträge doch kündbar. Sofort! Das könnten doch mal Anwälte prüfen. Ob das die Rechtesabteilung der Regierung prüfen wird, das stelle ich fast schon in Frage. Aber vielleicht gibt es Rechtsanwälte, denen unser Land und die Steuergelder so wichtig sind, dass sie sich dafür einmal grundlegend ein paar Gedanken machen. Vielleicht findet dieser Kommentar eine kleine Erwähnung oder sie leiten das privat weiter an Personen, die sie kennen und die Möglichkeit haben, dort für die normale Bevölkerung wirklich etwas zu erreichen. Vielen Dank für euren Podcast, mach weiter! DerMarco (wartet auf Freigabe)

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