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  4. #258 (Sommergespräch mit Jan Josef Liefers)
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Was genau erwartet uns, wenn die AfD die Wahl in Sachsen-Anhalt
gewinnen sollte? Diese Frage besprechen Markus Lanz und Richard
David Precht mit dem Schauspieler Jan Josef Liefers. Liefers
glaubt, dass die Demokratie viel stärker und resilienter ist, als
wir es uns gerade vorstellen. Precht meint, er könne die AfD nicht
wirklich verstehen. Wie passen deren libertäre Ideen und das
national-autoritäre Programm zusammen? Für Jan Josef Liefers
bedient die AfD einen Protestknopf, den viele glauben drücken zu
müssen. Markus Lanz betont in diesem Zusammenhang, dass bei Weitem
nicht alle AfD-Sympathisanten auch rechtsradikal sind. Vielleicht
stellen wir die falschen Fragen und verkennen, dass das AfD-Wählen
vor allem ein Gefühl ist? Für Precht geht es um ein großes
Unbehagen. „Die deutsche Eiche“ ist schon lange morsch, und die AfD
wächst darauf, ist aber nicht deren Ursache.

Kommentare (1)

St
Stichtel vor 1 Monat

Das Geschwätz des ach so intellektuellen Liefers ist nur schwer zu ertragen. Hinter vermeintlicher Souveränität und Allgemeinplätzen wird eine Person deutlich, die mit der AFD und deren Siegeszug offensichtlich kaum etwas zu tun hat. Eine Auseinandersetzung mit dieser gesichert rechtsradikalen Truppe ist nicht zu erkennen. Die Krönung liegt in der Schilderung der Dreharbeiten des Zeh-Drehbuches in einem Ort in Sachsen-Anhalt. Nur nette, freundliche Menschen – keine Glatzen, keine Springerstiefel. Dafür Hilfsbereitschaft und eine grundsätzlich positive Erinnerung an diese Drehtage. Herr Liefers hat in der „heilen Welt“ gedreht? Mitnichten! Vielmehr zeigen die AFD-Wähler (noch) eine weichgespülte Fassade. Die rassistischen und rückwärtsgewandten Einlassungen und Zielstellungen der AFD sind längst tief in das Bewusstsein seiner Wähler eingegangen. Das nette Bild nach außen sollte nicht durch Argumente, Erinnerungen oder Hinweise gestört werden. Denn dann zeigt der AFD-Wähler seine weniger sympathische Seite. Auch einem Liefers sollte klar sein, dass Radikalität optisch wohl kaum zu erkennen ist. Unabhängig davon wurde sicher auch in diesem Ort die AFD mit über 40 % gewählt. Er ist ein langsam alter, weißer Mann, durch seine Schauspielerei in Münster für eine breite Masse Publikum für seichte Unterhaltung akzeptiert. Was hatte er erwartet, sofern er auf jedes politische Statement verzichtet hat. Schon mit der „falschen“ Hautfarbe wären seine Erlebnisse wohl andere gewesen. Das diese Menschen mit Ihrer Wahl für die AFD deren Wahlprogramm akzeptieren – kein Hinweis darauf. Kein Wort dazu, dass diese Menschen bereit sind, die rassistischen Ungeheuerlichkeiten der AFD zu tolerieren. Was für ein Künstler ist Liefers, dass er die kulturpolitischen Ausfälle der AFD, durch deren Wähler unterstützt, mit keinem Wort erwähnt. Das ist nicht souverän, das ist gedankenlos. Was mich ebenfalls gestört hat – weder Precht noch Lanz haben etwas mehr Tiefe in der Diskussion angemahnt. Dieser Podcast fällt in seiner Qualität deutlich von vielen anderen dieser Reihe ab.

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„#258 (Sommergespräch mit Jan Josef Liefers)“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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