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  4. 7. Ingrid Bahß – Von 40 Stasi-Spitzeln beschattet
Es ist 1983, als Ingrid ihre Ausbürgerungsurkunde in den Händen
hält. Sie ist jetzt staatenlos und muss die DDR verlassen –
obwohl sie im Gegensatz zu vielen anderen nie gehen wollte. Wie
konnte es so weit kommen?

Ingrid Bahß wird im Gründungsjahr der DDR (1949) in Werben in
Sachsen-Anhalt als Kind eines Großbauern geboren. 1968 beginnt
sie in Magdeburg ein Lehramtsstudium für Russisch und Deutsch.
Als Christin gerät sie dabei zunehmend in Konflikt mit dem
DDR-System und wird nach mehreren Disziplinarverfahren 1972
exmatrikuliert.

Trotzdem bleibt sie in Magdeburg und schafft sich einen eigenen
Raum. 1981 eröffnet sie gemeinsam mit ihrem Mann eine private
Galerie in ihrer Wohnung. Die Räume werden schnell zu einem
Treffpunkt für Künstlerinnen und Schriftsteller – und geraten
damit ins Visier der Staatssicherheit.

Mehrere Jahre lebt Ingrid Bahß unter Beobachtung – über 40
Inoffizielle Mitarbeiter werden auf sie und ihre Familie
angesetzt. 1983 wird Bahß schließlich aus der DDR ausgewiesen,
zeitweise staatenlos, und muss in den Westen gehen, gegen ihren
Willen hinein in ein System aus Überfluss und Konsum, in dem sie
sich erst einmal zurechtfinden muss.

Hier geht's zu Ingrids Webseite: https://www.bahss.de/

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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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