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Ich wurde früher so oft gefragt:

„Was ist eigentlich dein Hobby?“

Und ich fand diese Frage immer… überraschend schwer.

Nicht, weil ich nichts gerne mache – ganz im Gegenteil.

Ich mache ziemlich viele Dinge gern.

Aber irgendwie hatte ich nie dieses eine Ding, wo ich sagen
konnte:

Das ist es. Das ist mein Hobby.

Und ganz ehrlich?

Ich hatte oft das Gefühl… alle anderen haben eins. Nur ich nicht.

Und dann kommt ja schnell so eine Frage hoch: Stimmt irgendwas
nicht mit mir?

Bin ich zu sprunghaft? Zu ungeduldig?

Oder einfach… nicht leidenschaftlich genug?

Ich merke nämlich bei mir: Ich bin total schnell begeistert.

Ich glaube manchmal, ich bin so eine Art Hobbyschwamm.

Ich sauge alles auf – Ideen, Inspiration, Interessen und
Möglichkeiten.

Und genau deshalb spreche ich heute mal über dieses ganze Thema
Hobby.

Was ist das eigentlich?

Warum war das schon als Kind so eine wichtige Frage?

Und wer hat eigentlich entschieden, dass man ein Hobby haben
sollte… und nicht zehn halbe?

Wenn ich so zurückdenke, hatte diese Frage früher irgendwie etwas
sehr Klares.

Da gab es: Fußball, Klavier, Turnen, Malen… man hatte so eine
Kategorie. Etwas, das man benennen konnte.

Und heute?

Heute ist alles viel offener. Viel mehr.

Und gleichzeitig… irgendwie auch verwirrender.

Weil ich glaube, was sich eingeschlichen hat, ist so ein Druck:

Ich sollte doch eigentlich ein Hobby haben… oder?

Ich glaube, Social Media verstärkt das total.

Man sieht Menschen, die malen, töpfern, klettern, reisen,
fotografieren…

Und alles wirkt so… rund. So, als hätten sie „ihr Ding“ gefunden.

Aber was man nicht sieht: wie oft sie Dinge angefangen und wieder
gelassen haben.

Vielleicht haben gar nicht alle ein Hobby, sondern einfach nur
einen gut kuratierten Ausschnitt.

Und dann gibt es ja noch diesen Mythos:

Dass ein Hobby etwas sein muss, in dem man gut ist.

Mit Leidenschaft. Mit Tiefe. Mit Fortschritt.

Fast wie ein kleiner Nebenberuf – nur mit mehr Spaß.

Aber was, wenn das gar nicht stimmt? Was, wenn ein Hobby einfach
leicht sein darf?

Unverbindlich.

Mal da, mal weg, mal wieder da.

Ohne Ziel, ohne Druck.

Vielleicht ist ein Hobby nicht das, worin du gut bist… sondern
das, was dir gut tut.

Dieser Podcast hier.

Dieses Nachdenken, Reflektieren, Sprechen, Teilen…

Das ist für mich zu einem Raum geworden, in dem ich genau das tun
kann.

Ohne perfekt zu sein.

Ohne festgelegt zu sein.

Einfach, weil ich es gerne mache.

Und vielleicht ist genau das die neue Perspektive:

Dass ein Hobby nichts ist, das dich definieren muss. Sondern
etwas, das dich lebendig fühlen lässt.

Wenn es dir so wie mir geht, dann brauchst du vielleicht gar kein
Hobby,

das du auf die Frage sofort parat hast.

Vielleicht reicht es, dass du Dinge hast, die dich interessieren.
Dinge, die dich kurz begeistern. Oder länger begleiten.

Und vielleicht darf das auch chaotisch sein.

Unperfekt.

Unfertig.

Vielleicht bist du nicht „hobbylos“, sondern einfach jemand, der
sich nicht in eine Schublade stecken lässt.

Was tut dir gut? Was macht dir Freude – ganz ohne Ziel dahinter?
Dann ist vielleicht genau das dein Hobby. Oder einfach ein
Anfang.

Ich freue mich, wenn du deine Gedanken dazu mit mir teilst.

Und wenn dich diese Folge erreicht hat, dann schick sie gerne an
jemanden, der sich vielleicht auch schon mal gefragt hat:

Habe ich eigentlich ein Hobby?

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„Zu viele Interessen, kein Hobby“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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