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Beschreibung
vor 1 Monat
Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.
Anselm von Canterbury, Vater der Scholastik, prägte das
theologische Denken über Jahrhunderte, weil er die Vernunft als
Mittel zur Gotteserkenntnis betonte. Er wurde 1033 in Italien
geboren und trat im Alter von 27 Jahren, gegen den Widerstand
seines adeligen Vaters, in Frankreich in den Benediktinerorden
ein und wurde später Abt.
Anselm lebte für Wissenschaft und Glauben
Erst mit 60 Jahren folgte die Ernennung zum Erzbischof von
Canterbury. Sein Leben widmete Anselm der Wissenschaft. Gebet und
Nachdenken über Gott gehörten für ihn zusammen. Außerdem galt er
als ausgezeichneter Seelsorger und Prediger sowie als sehr fromm.
Im Streit um kirchliche Ämter ging Anselm ins
Exil
Als Erzbischof von Canterbury geriet er zweimal mit der
englischen Krone in Konflikt, weil er sich gegen königliche
Eingriffe in kirchliche Ämter wehrte, eine englische Variante des
Investiturstreits. 1097 ging er erstmals für drei Jahre ins Exil
nach Frankreich. Unter König Heinrich I. kehrte er zurück, wurde
jedoch erneut verbannt und verbrachte weitere drei Jahre im Exil.
Nach seiner Rückkehr wirkte er bis zu seinem Tod am 21. April
1109 in Canterbury. Rund 400 Jahre später wurde er
heiliggesprochen und etwa 250 Jahre danach zum Kirchenlehrer
erhoben.
Bernadette Spitzer
Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs
Jahr.
Wiener Dom-Verlag.
ISBN: 978-3-85351-294-4
Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
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