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Wer 45 Jahre arbeiten geht, ist ein Schlafschaf – Ole Nymoen provoziert

Wer 45 Jahre arbeiten geht, ist ein Schlafschaf – Ole Nymoen provoziert

Jasmin Kosubek vor 4 Monaten
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Ole Nymoen ist Podcaster, Buchautor und dezidierter
Kriegsdienstverweigerer. Bekannt wurde er im Juni 2024 mit einem
Leitartikel unter dem Titel „Für Deutschland kämpfen? Never", der
eine breite öffentliche Debatte auslöste. Seitdem zieht er durch
die großen deutschen Talkshows – Markus Lanz, Hart aber fair, Sarah
Bosetti – und sorgt dort regelmäßig für Entsetzen, wenn er seine
Haltung unverändert vertritt: lieber besetzt als tot. Er betreibt
einen Podcast, von dessen Erlösen er lebt, und sieht diese
finanzielle Unabhängigkeit als Voraussetzung dafür, unbequeme
Meinungen überhaupt öffentlich vertreten zu können. Bis vor Kurzem
war er Mitglied der Linkspartei. Er ist formal nicht ausgetreten,
sondern schlicht durch Nichtzahlen der Beiträge. Ihm war die
Parteiposition zum Nahostkonflikt zu wenig klar. Im Gespräch mit
Jasmin Kosubek entwickelt Nymoen eine konsequent materialistische
Begründung seiner Kriegsdienstverweigerung: Ein Staat, der seine
Wirtschaft darauf ausrichtet, Vermögende reicher zu machen,
verdient keine Loyalität seiner Bürger. Wir sprechen über die
Grünen als Kriegstreiber, über den instrumentalisierten
Hitler-Vergleich in deutschen Talkshows und über die Frage, ob
Arbeitsstolz eine Form von Autoritätshörigkeit ist. Dazu kommt ein
bemerkenswertes Eingeständnis: Nymoen gibt zu, während der
Corona-Zeit dem Staat geglaubt zu haben. “Das war falsch”, gibt er
zu. Ein Gespräch, das polarisiert, weil es keine einfachen Lager
kennt.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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