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  4. Öl als Waffe: Das Machtspiel hinter dem Iran-Krieg
Öl ist mehr als nur ein Rohstoff – es ist eines der wichtigsten
Machtinstrumente der Weltpolitik. Wenn Kriege im Nahen Osten
eskalieren, beeinflussen sie Märkte, Lieferketten und ganze
Volkswirtschaften. Durch den Krieg im Iran ist der Ölpreis
zuletzt sprunghaft gestiegen, Börsen reagieren nervös, und die
Angst vor einem neuen Energieschock wächst. Transport, Produktion
und Energie werden teurer – und auch die deutsche Wirtschaft
bleibt von steigenden Ölpreisen nicht unberührt.

Für China könnte diese Entwicklung besonders
problematisch werden. Das Land hat in den vergangenen Jahren
große Mengen billiges Rohöl aus dem Iran, Russland und Venezuela
importiert – vor allem über verdeckte Handelswege,
Ship‑to‑Ship‑Transfers über sogenannte Schattenflotten. Diese
Konstellation hat eine Art parallelen Energiemarkt entstehen
lassen.

Gleichzeitig ist die Lage an der Straße von
Hormus angespannt. Durch die Meerenge werden im Normalfall
etwa 20 Millionen Barrel Öl pro Tag transportiert – rund 20
Prozent der weltweit gehandelten Menge. Berichte über blockierte
Passagen und ausweichende Tanker zeigen, wie verwundbar dieser
Korridor in Zeiten militärischer Eskalation ist. Sollte der
Transit länger gestört sein, geraten Lieferketten ins Stocken.

Wie groß ist die Gefahr eines neuen globalen Ölpreisschocks? Wird
Chinas Energiestrategie vom Vorteil zur wirtschaftlichen
Achillesferse? Und beschleunigt der Konflikt im Nahen Osten eine
neue Phase ökonomischer und geopolitischer Blockbildung? Darüber
spricht Dilan Gropengiesser in der 131. Folge
von Was jetzt? – Die Woche mit Dr. Eva
Seiwert vom Merics, dem Mercator Institute for China
Studies.

Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und
auf YouTube.
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„Öl als Waffe: Das Machtspiel hinter dem Iran-Krieg“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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