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  4. Hayao Miyazaki und das Ghibli-Studio
In der ersten Folge der dritten Staffel unseres Podcasts sprechen
wir künftig in loser Folge über Künstlerpersönlichkeiten,
Kunstfiguren oder Kulturphänomene, die die Bezeichnung
KULTFIGUREN verdient haben. Die 2. Staffel mit den KULTFILM
AZUBIS geht indessen weiter.

Hayao Miyazaki und das Ghibli-Studio
Gast:
Franzi Blass

Hayao Miyazaki wird von gern wahlweise als
Kurosawa des Trickfilms oder als japanischer Disney betrachtet.
Für „Toy Story“-Erfinder John Lasseter ist er der größte lebende
Zeichentrickkünstler überhaupt, für die „Zeit“ „nicht nur der
Kaiser, sondern auch der Narr, der voller Schalk auf den Kaiser
blickt“.

 Miyazaki und sein Ghibli-Filmstudio verzaubern die
Erwachsenen mit abgründigen, jugendlichen Helden – meistens
Mädchen – und die Kinder damit, dass er sie als Publikum ernst
nimmt. Beiden mutet er Botschaften wie diese zu: „Die Menschen
sind hässlich, aber das Leben ist schön.“

 Seine märchenhaften Filme bewahren und interpretieren die
alte Kultur Japans, das sich einst im Rekordtempo
industrialisierte und ebendiese Kultur abschaffte und
zerstörte.

 Miyazaki hält Computerspiele für ein frustförderndes Medium
und erlaubt deshalb keine Games mit seinen Figuren. Er sagt:
„Kinder sollten so viel freie Zeit wie möglich damit zubringen,
ihre reale Umwelt zu erkunden. Sie sollten also auch nicht zu
viel ins Kino gehen. Wenn sie sich einen oder zwei meiner Filme
anschauen, reicht das schon.“

Diese beiden Filme werden näher in Augenschein genommen:

NAUSICAÄ AUS DEM TAL DER WINDE / Kaze no Tani no
Naushika 

Dystopischer Anime von 1984

Nach einem verheerenden Krieg breitet sich das „Meer der Fäulnis“
über die Welt aus, ein giftiger Pilzwald. Nur im Tal der Winde
können Menschen noch ohne Schutzmaske existieren. 
Prinzessin Nausicaä sieht ihre Heimat bedroht durch die
Machtkämpfe kriegerischer Stämme, der Torumekia und der Pejite,
die mit ihren fliegenden Kampfschiffen den Krieg auch in das
grünte Tal tragen.  Sie hat das Geheimnis des Pilzwaldes
ergründet und begibt sich auf eine wichtige Mission, um ihr Volk
zu retten ...

 

 Dieser Film brachte den Erfolg, der die Gründung des
Studios Ghibli ermöglichte.

 

DAS WANDELNDE SCHLOSS / Hauru no Ugoku
Shiro

 Anime von 2004

Sophie - ein Mauerblümchen, das mit Freizeit nichts anzufangen
weiß - arbeitet als Hutmacherin im Geschäft ihres verstorbenen
Vaters. Ihre flüchtige Begegnung mit dem Zauberer Hauro verändert
ihr Leben auf vielfache Weise: sie verliebt sich in ihn und
erregt damit die Eifersucht einer Hexe, die sie daraufhin mit
einem Fluch belegt: Sophie steckt jetzt im Körper einer
90jährigen. Aus Scham über ihren Zustand flieht sie aus dem Ort
und schlüpft im wandelnden Schloss des jungen Zauberers unter.
Von ihm unerkannt verdingt sie sich dort als Putzfrau.

 Als der Krieg ausbricht, gerät ihr Leben abermals aus den
Fugen …

Nächste Woche: Das Leben des Brian und
Der Omega Mann
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„Hayao Miyazaki und das Ghibli-Studio“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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