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Estland ist ungefähr so groß wie Niedersachsen, doch es leben nur
1,3 Millionen Menschen dort. In dem dünn besiedelten Land im
Baltikum gibt es sechs Nationalparks, also viel Natur: Moore,
Wälder und natürlich die Ostseeküste. Außerdem ist Estland für
seine Herrenhäuser bekannt: Prachtbauten der Deutschbalten, die bis
ins 20. Jahrhundert die Oberschicht bildeten. Jetzt dienen diese
Gebäude als Schulen, Museen, Hotels oder Verwaltungszentren.

Im Matsalu-Nationalpark im Westen Estlands lassen sich im Frühling
unzählige Vögel beobachten. Das Gebiet im Flussdelta und an der
Ostsee bietet Zugvögeln einen reich gedeckten Tisch. Die Gegend
wurde schon im 13. Jahrhundert von Deutschen besiedelt, die zum
Missionieren herkamen. Deshalb gibt es hier einige Herrenhäuser und
in einem ist heute das Zentrum des Nationalparks
untergebracht.

Auf der Insel Saaremaa wird ein verfallenes Gutshaus gerade wieder
zum Leben erweckt. Unter dichtem Gestrüpp steht nur noch die
Fassade des Gutshauses Pihtla, die Seitenwand ist kürzlich auch
eingestürzt. Priit wollte dem Verfall nicht länger zu sehen.
Hauptberuflich ist er Kriminalermittler in der Inselhauptstadt
Kuuressaare. Er legt jetzt selbst Hand an, um das Haus
wiederaufzubauen.

Die estnische Hauptstadt Tallinn besuchen viele wegen der gut
erhaltenen Altstadt aus dem Mittelalter. Alte Kaufmannshäuser der
Hanse säumen enge Gassen. Doch Tallinn hat weit mehr zu bieten: Mit
dem Fahrrad besuchen wir Gemeinschaftsgärten im Stadtteil Lasnamäe,
besichtigen Freiluftgalerien im Künstlerquartier Telliskivi und in
Kalamaja lenken wir den Blick von den typischen Holzhäusern auf den
Boden: zu den Kanaldeckeln, die hier interessante Informationen
bereithalten.

Petra Martin war für uns in Estland unterwegs.

Filmtipp in der ARD Mediathek: "Tallinn - Da will ich hin" - ein
Dokumentarfilm

https://www.ardmediathek.de/video/da-will-ich-hin/tallinn-da-will-ich-hin/sr/Y3JpZDovL3NyLW9ubGluZS5kZS9EV0lIXzE2MDkyMw
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„Mit dem Rad durch Estland“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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