Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. oeconimus Podcast
  4. Filmkritik - "A House of Dynamite" - Psychopathen mit Atombomben
Wer „A House of Dynamite“ nur als Thriller sieht, hat ihn nicht
verstanden. Kathryn Bigelows neuer Netflix-Film ist kein
Spektakel, sondern eine präzise sezierende Anklage gegen das
System, das Macht, Hierarchie und Vernichtung miteinander
verheiratet hat. Er erzählt nicht nur eine Geschichte über den
drohenden nuklearen Kollaps, sondern über die groteske
Selbsthypnose, in der moderne Staaten leben: die Überzeugung, man
könne Verantwortung delegieren, Moral automatisieren und dadurch
Sicherheit erzeugen. Genau das Gegenteil ist der Fall.

Der Film ist voll von Menschen, die gelernt haben, ihre Emotionen
zu unterdrücken, weil man ihnen beigebracht hat, dass Gefühl
Schwäche sei. Doch genau das ist der Kern des Problems: Nur wer
fühlt, kann abwägen; nur wer Zweifel kennt, kann Verantwortung
tragen. Die kühle Professionalität, die hier als Tugend gilt, ist
in Wahrheit moralische Apathie. Ein System, das Menschen zu
Maschinen macht, darf keine Maschinenkontrollieren, die ganze
Städte vernichten können.

Psychopathen, sagt der Film implizit, sind in solchen Strukturen
nicht die Ausnahme, sondern das logische Produkt. Wer Karriere in
hierarchischen Machtapparaten macht, lernt früh, Empathie zu
unterdrücken. Skrupel sind hinderlich, Zweifel gelten als
Schwäche, Loyalität steht über Wahrheit. Der Aufstieg belohnt
die, die am besten funktionieren, nicht die, die am tiefsten
nachdenken. Wenn solche Menschen Zugriff auf Waffen haben, die
Millionen töten können, braucht man keine Science-Fiction, um das
Ende der Zivilisation zu erklären.

Hier geht´s zum Film:

A House of Dynamite - Netflix

Weitere Bücher zum Thema:

Herbert Spencer - Mensch gegen Staat

Franz Oppenheimer - Der Staat

Lysander Spooner - Die Verfassung hat keine Autorität

Für mehr pro-freiheitlichem Stuff klicke hier (oeconimus.com)
Episode melden

„Filmkritik - "A House of Dynamite" - Psychopathen mit Atombomben“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Abonnenten

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz