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Als Disney+ die deutsche Version des französischen Serienhits
“Dix pour cent” ankündigte, war der erste Reflex Skepsis. Braucht
es wirklich noch ein weiteres Remake und dann auch noch im
deutschen Kinobetrieb? Doch schon nach wenigen Folgen zeigt sich,
dass “Call My Agent: Berlin” erstaunlich gut funktioniert. Im
Zentrum steht die Künstleragentur “Stern”, die nach dem
plötzlichen Tod ihres Chefs ums Überleben kämpft. Zwischen
internen Machtkämpfen, verletzten Egos und branchentypischen
Krisen wird schnell klar: Das Berliner Setting verleiht der
bekannten Vorlage eine eigene Note.

Die Besetzung kann sich sehen lassen. Karin Hanczewski überzeugt
als ehrgeizige Agentin Sascha, Lucas Gregorowicz bringt trockenem
Humor ins Spiel, und Dana Herfurth sorgt für frischen Wind.
Prominente Gastauftritte von Moritz Bleibtreu, Iris Berben,
Veronica Ferres, Katja Riemann, Heiner Lauterbach und Florence
Kasumba verleihen der Serie zusätzlichen Reiz, vor allem, weil
sie den Mut haben, ihre eigenen Eitelkeiten selbstironisch aufs
Korn zu nehmen. Gerade diese Mischung aus bekannten Gesichtern
und neuen Figuren hält die Folgen lebendig.

Natürlich erfindet “Call My Agent: Berlin” das Rad nicht neu.
Manche Szenen wirken etwas zu glatt, nicht jede Pointe zündet,
und gelegentlich spürt man die Nähe zur französischen Vorlage.
Doch unterm Strich überwiegt der positive Eindruck: Die Serie ist
unterhaltsam, charmant und deutlich besser geraten, als viele
erwartet hätten. Wer sich auf den Blick hinter die Kulissen der
deutschen Film- und Fernsehbranche einlässt, macht mit dieser
Adaption nichts falsch.

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„Unerwartet charmant: "Call My Agent: Berlin"“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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