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  4. #267 Toni Loh – Wenn Algorithmen diskriminieren
Sexroboter mit Barbie-Figur und voreingestellter Persönlichkeit
wie „Frigid Farrah“ oder „Young Yoko“ offenbaren nicht nur ein
frauenverachtendes Technikverständnis, sondern das ganze Elend
einer KI-getriebenen Zukunft, die vor allem eines ist:
retrospektiv. Toni Loh, lehrend in Angewandter Ethik, seziert die
technoide Gegenwart mit chirurgischer Schärfe – und legt offen,
dass Technologie häufig nichts anderes tut, als bestehende
Ungerechtigkeiten zu wiederholen. Warum? Weil sie von Menschen
gemacht wird, die genau in diesen Strukturen sozialisiert wurden.
Ob Sexroboter oder Algorithmen im Bewerbungsprozess, am Ende
spiegelt sich darin ein Weltbild, das vorgibt, neutral zu sein,
aber zutiefst normativ wirkt.

Und doch ist Toni nicht technikskeptisch. Die große Hoffnung
liegt auf pluralen Teams und pluralen Interfaces – ein Design,
das Vielfalt nicht nur erlaubt, sondern voraussetzt.
Gerechtigkeit beginnt für sie nicht bei der Technik, sondern bei
den Menschen, die sie gestalten. Und bei einem Bildungssystem,
das „Zurücktreten“ als Kulturtechnik lehrt.

Wer ernsthaft darüber nachdenkt, KI Rechte einzuräumen, sollte
laut Toni vielleicht zuerst klären, warum viele Menschen –
Demenzkranke, Schwangere, rassifizierte Gruppen – diese Rechte
noch nicht oder nur bedingt genießen. Ein Denkimpuls, der bleibt:
Ethische Technologie braucht keine moralischen Maschinen. Sie
braucht moralisch reflektierende Gesellschaften.

Mehr Informationen zu Toni Lohs aktuellem Buch „Feministische
Technikphilosophie“:
https://www.transcript-verlag.de/978-3-8252-6427-7/feministische-technikphilosophie

Zu Gast:

Toni Loh, Professur für Angewandte Ethik, Hochschule
Bonn-Rhein-Sieg

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„#267 Toni Loh – Wenn Algorithmen diskriminieren“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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