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  4. „Blue Eyes, Brown Eyes“
Das Recht auf Wohnen gehört zu den Menschenrechten – denn ein
Zuhause ist die Grundlage für ein sicheres und stabiles Leben.
Auch wenn das logisch klingt, sieht die Realität oft leider
anders aus.

Ipek und Gea hatten Catrin Manoli (aka Cooky) und Anja Korherr zu
Gast, die mit „Blue Eyes, Brown Eyes“ eine multimediale
Installation ausgearbeitet haben, die sich mit dem Thema
beschäftigt, wie der Melaninspiegel — also unsere Hautfarbe —
unseren Zugang zu Wohnraum drastisch beeinflussen kann. Cooky und
Anja haben ein ähnliches Alter, ähnliche Interessen, arbeiten an
ähnlichen Projekten, aber unterschiedliche Melatoninmengen. Beide
haben sich um die selben Wohnungen beworben. Ihre Installation
besteht aus doppelseitigen Faltheften und Terrarien mit lebenden
Exponaten und war den ganzen Dezember 2022 im Forum Stadtpark zu
erleben. Wir diskutieren über die Reaktionen der Besucher, öffnen
das Feld der verschiedenen Aspekte der Diskriminierung in Bezug
auf die Wohnraumpolitik, Kunst, Gender und Beruf.

Im zweiten Teil hört ihr einen Kommentar von Ipek über die
Beziehung zwischen der Kulturindustrie und dem Kapitalismus.

Kultur ist im allgemeinsten Sinne die Lebensweise einer sozialen
Gruppe. Heutzutage ist Kultur einer der wichtigsten Marktbereiche
des Kapitalismus. Dieser verspricht den Menschen ein bequemes und
komfortables Leben und stellt das Geld in den Mittelpunkt des
individuellen Lebensstils. Also auch der Art zu leben liegt eine
Marktlogik zu Grunde. Die Lebensweise einer Gesellschaft ist zu
einer Ware geworden, die gekauft und verkauft werden kann. Die
kulturellen Werte, die das System für legitim hält, werden als
das „moderne Leben“ stilisiert.
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„„Blue Eyes, Brown Eyes““

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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