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180: Lore Segal - Ein Leben in Literatur und Vertreibung

180: Lore Segal - Ein Leben in Literatur und Vertreibung

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Lore Segal, ursprünglich Lore Groszmann, wurde am 9. März 1928 in
Wien, Österreich, geboren. Sie ist eine renommierte
Schriftstellerin und Übersetzerin, die für ihre scharfsinnigen
und oft humorvollen Betrachtungen über Migration, Identität und
Familie bekannt ist.

Segal entkam dem Nazi-Regime als Teil des Kindertransportes,
einer Rettungsaktion, die jüdische Kinder vom Wiener Westbahnhof
nach Großbritannien brachte. Diese frühen Erfahrungen prägten
viele ihrer späteren literarischen Werke. Nach dem Krieg
studierte sie am Bedford College in London und emigrierte
schließlich in die Vereinigten Staaten.

Ihr bekanntestes Werk, "Other People's Houses" (deutsch: „Wo
andere Leute wohnen“), ist eine semi-autobiografische Erzählung,
die ihre Kindheit und Jugend während des Krieges reflektiert.
Segal beschreibt darin mit tiefem Einfühlungsvermögen und
subtiler Ironie die Herausforderungen und Hoffnungen von
Flüchtlingen.

Mein Kolle Udo Seelhofer hat sich mit Karin Hanta, die einige
Werke von Segal ins Deutsche übersetzte, getroffen. Hanta
kuratierte die Ausstellung „Ich wollte Wien liebhaben, habe mich
aber nicht getraut“, die bis 26. Jänner im Bezirksmuseum
Josefstadt zu sehen war. In dem Gespräch erzählt Hanta, wie das
Trauma der Vertreibung das literarische Schaffen der am 7.
Oktober 2024 verstorbenen Segal und ihre Beziehung zu Wien
beeinflusste.
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„180: Lore Segal - Ein Leben in Literatur und Vertreibung“

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