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205. # 205 Mit 11+ Helikopter Müttern in einem Raum! -
Sascha Geipel - Töchterlein ist zum ersten Mal richtig
krank. Aber Sascha ist ja zum Glück ganz geschickt mit diesem
Internet-Dings.



Beim Hausarzt musst du jetzt nämlich online ein Ticket ziehen.



Voller Optimismus hab ich schnell auf dem Smart Phone die
Homepage vom Hausarzt aufgerufen, alle Daten eingegeben und dann
fehlte nur noch die Angabe der Dringlichkeit.

Aber dafür gibt es kein Feld.

Überhaupt keins.

​​

Nicht mal eines für Kommentare.



Voraussichtliche errechnete Wartezeit: 240 Minuten.



240 Minuten. Das sind 4 Stunden!



Warst du schon mal mit einem kranken Kind 4 Stunden im
einem Raum?



Aber so schnell gebe ich nicht auf.



Natürlich ruf ich da an, um Ihnen zu sagen, dass Töchterlein
unbedingt früher dran kommen muss.



Aber meinst du, dass da irgendjemand persönlich meinen Anruf
entgegennimmt?



​Nichts - außer einer automatischen Ansage, dass ich mir für
einen Termin bitte ein Ticket über die Homepage ziehen soll.



Ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh - da hätte ich mein Smart Phone am
liebsten mit voller Wucht aus dem Fenster geworfen.



​Und ich war so sauer - ich bin mir sicher - es wäre dort in den
Bach geflogen.



​Aber eine Alternative gab es noch:



Einfach gleich zum Hausarzt fahren und den netten überforderten
Damen am Empfang die Dringlichkeit erklären und auf ihr
Verständnis hoffen.



Da habe ich also wieder meinen ganzen Mut gefasst, noch einen
Thermobecher mit Kakao gefüllt, Töchterlein eingepackt und los
ging's.



Beim Hausarzt angekommen, wurde mir sehr deutlich klar gemacht,
dass ich mit meinem Besuch über vier Stunden vor meinem Termin
absolut unerwünscht war.



Ich beharrte auf der Dringlichkeit und sie erwiderte wenigstens:



​“Herr Geipel, ich kann Ihnen nichts versprechen. Aber nehmen Sie
doch im Wartezimmer Platz und falls wir Sie irgendwie dazwischen
schieben können, rufen wir Sie auf.”



Wären wir lieber mal zuhause geblieben und erst zu unserem
errechneten Termin gekommen.



Glaubst du, die haben uns wirklich 4 Stunden warten lassen.



Und das einzige, was noch schlimmer ist, als mit einem kranken
Kind im selben Raum zu sein, ist mit 11 kranken Kindern und deren
Helikopter-Müttern in einem Raum zu sein.

11 Kinder, die um die Wette heulen.





Und genauso viele Mütter, die während sie ihren Kindern ein
Taschentuch ins Gesicht drücken (keine Ahnung, wie die noch atmen
konnten) sämtliche Stühle, Fenstergriffe, Heizungsthermostate,
Blumentöpfe und Türgriffe desinfizieren, damit sich ihr kleiner
Thore-Morten zusätzlich zum Schnupfen nicht auch noch einen
Husten holt.



Du kannst dir denken, wie viel Diskussionsthemen ich im Skikurs
mit Müttern schon gehört habe:



Genau Tausende. So fühle ich mich jetzt beim
Arzt.



Eigentlich wollte ich zum Jahresanfang einfach nur ein paar Ski
und Snowboardkurse geben, ohne große Diskussionen.



Aber ich weiß gar nicht, wo ich das noch zusätzlich unterbringen
soll…



Angenommen du ergatterst jetzt die ein oder andere Stunde mit
mir, wenn ich nicht wieder stundenlang beim Kinderarzt sitze…



Und ich schaff´s dann nicht mal meine Kerntätigkeit - Schneesport
Unterricht geben - zu erledigen.



Das wäre der absolute Albtraum.



Am sichersten wäre es einfach das Skilehrer Dasein zu
beenden.



Aber ich hab halt leider jetzt im Januar damit wieder angefangen…

Sascha



PS: dass die Ehrlichkeit nicht zu kurz kommt:



Marina war solange beim Hausarzt – aber das HÄTTE AUCH
ICH SEIN KÖNNEN.



Und dann hast du ein Problem, wenn du dringend auf Feedback
wartest oder deine Schüler auf dich warten…



Es sei denn…



Ja, warum eigentlich nicht…

So jetzt kannst du dir den Podcast noch reinballern und den
Unterschied zwischen dem Arztbesuch und den Kinderskikursen
verstehen:
Episode melden

„205. # 205 Mit 11+ Helikopter Müttern in einem Raum! - Sascha Geipel“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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