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34 – mit Dr. Carsten Benke, Referatsleiter für Stadtentwicklung beim Zentralverband des Deutschen Handwerks über die Zutaten für eine gelingende Verkehrswende

34 – mit Dr. Carsten Benke, Referatsleiter für Stadtentwicklung beim Zentralverband des Deutschen Handwerks über die Zutaten für eine gelingende Verkehrswende

ring frei! vor 1 Jahr
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Episodentext für den Podcast „Ring frei“, Folge
34:

In dieser Folge von Ring frei sprechen wir mit Carsten
Benke, dem Referatsleiter für Stadtentwicklung, Regional- und
Verkehrspolitik beim Zentralverband des Deutschen Handwerks, über
die Herausforderungen, die Handwerksbetriebe im urbanen Raum
durch die aktuelle Verkehrspolitik und Stadtplanung erleben.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie städtische Umgestaltungen und
die Verkehrswende – insbesondere die Schaffung von mehr
Fahrradwegen und die Umwidmung von Parkflächen – den
Handwerkssektor betreffen.

Behnke geht detailliert darauf ein, wie Handwerksbetriebe und
deren Mobilitätsbedürfnisse in der Debatte oft unterrepräsentiert
sind, obwohl sie für das tägliche Leben in der Stadt
unverzichtbar sind. Er erklärt, dass viele Handwerksbetriebe, die
etwa Reparaturen, Installationen oder Renovierungen durchführen,
auf eine verlässliche und gut erreichbare Infrastruktur
angewiesen sind – von Parkplätzen bis zu Ladezonen. Doch
zunehmend verschwinden diese, da mehr Flächen für den privaten
PKW-Verkehr oder Radwege reserviert werden. Dies führt zu einer
immer schwierigeren Situation für Handwerker, die oft keine
Möglichkeit haben, ihre Fahrzeuge nahe an ihren Arbeitsorten
abzustellen.

Während nach geltendem Straßenverkehrsrecht private KfZ Vorrang
haben, bleibt die Infrastruktur für Handwerker oftmals
unzureichend. Dies betrifft nicht nur die klassischen
Handwerksbetriebe wie Elektriker, Tischler oder
Heizungsinstallateure, sondern auch mobile Dienstleistungen wie
Pflegedienste oder Reparaturdienste, die in Städten eine zentrale
Rolle spielen.

Die Folge beleuchtet auch die historische Dimension der
städtischen Planung: Behnke erklärt, wie das Handwerk über
Jahrzehnte aus der Stadt verdrängt wurde. Diese Entwicklung hat
dazu geführt, dass in vielen deutschen Städten die Mischung von
Wohnen, Gewerbe und Handwerk nicht mehr selbstverständlich ist.

Behnke erklärt, dass es bislang an den nötigen rechtlichen
Instrumenten fehlt, die es Städten ermöglichen, Gewerbefahrzeugen
gezielt Parkflächen zuzuweisen. Der ZDH setzt sich daher für eine
Reform des Straßenverkehrsrechts ein, um eine gerechtere Nutzung
des öffentlichen Raums zu ermöglichen.

In Städten wie Paris und Kopenhagen wird bereits seit Jahren
schrittweise der Straßenraum neu verteilt – von mehr Radwegen bis
hin zu temporären Parkflächen für Lieferverkehr. Behnke
erläutert, wie diese Städte durch eine ausgewogene
Verkehrsplanung den Bedürfnissen von Handwerkern und anderen
Gewerbetreibenden gerecht werden und dabei gleichzeitig den
Klimaschutz und die Mobilität der Zukunft fördern.

Handwerker sind nicht gegen die Verkehrswende, sondern suchen
pragmatische Lösungen, die sowohl die Bedürfnisse der Umwelt als
auch die der Gewerbetreibenden berücksichtigt. „Es geht nicht
darum, die Städte autofrei zu machen, sondern den Raum so
umzuverteilen, dass er für alle da ist – für Handwerker, für den
privaten Verkehr und für eine nachhaltige Stadtentwicklung“, so
Behnke.

Ein spannendes Gespräch, das die Dringlichkeit einer integrierten
und flexiblen Verkehrsplanung unterstreicht und aufzeigt, wie
wichtig es ist, alle Akteure – von der Politik über die
Stadtplaner bis hin zu den Handwerkern selbst – in die Diskussion
über die Zukunft unserer Städte einzubeziehen.

Neugierig geworden? Dann bitte hier einsteigen!

  

Ring frei! live im Radio:

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zweiten Dienstag im Monat um 18 Uhr live aus der Raumfahrtagentur
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Links:

ZDH

Vortrag von Carsten Benke bei Agora Verkehrswende
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„34 – mit Dr. Carsten Benke, Referatsleiter für Stadtentwicklung beim Zentralverband des Deutschen Handwerks über die Zutaten für eine gelingende Verkehrswende“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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