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Heute spreche ich darüber, wie wichtig Mitgefühl mit sich selbst
ist. Ich glaube, wir alle kennen diese laute kritische Stimme in
unserem Kopf, die uns ständig anhält, besser, schneller, mehr zu
sein, die sich mit nichts zufrieden gibt und an allem etwas
findet, das nicht passt. Die sich jeden Fehler - und sei er auch
noch so klein - merkt und uns immer wieder aufs Butterbrot
schmiert, auch Jahre später noch, die jeden winzigen Makel mit
einem tausendfachen Vergrößerungsglas betrachtet und nie müde
wird, uns auf unsere angeblichen Unzulänglichkeiten hinzuweisen -
immer unter dem Deckmantel "Ich will ja nur dein Bestes!"

Und ja, dieser Innere Kritiker hat sich gebildet, um uns zu
schützen. Er ist unser innerer Antreiber, Motivator und Aufseher,
dass wir bloß nichts tun oder sagen, was dazu führen könnte, dass
andere uns ablehnen, verurteilen oder verlassen. Er will
Perfektion - mit weniger gibt er sich nicht zufrieden - und
selbst dann wird er noch etwas zu meckern haben.

Gerade Menschen, die Bindungstrauma erlebt haben, haben meist
einen sehr lauten, sehr vehementen und sehr starken Inneren
Kritiker. Und um das Trauma integrieren zu können, ist einer der
ersten und wichtigsten Schritte, diesen Inneren Kritiker "leiser"
zu drehen. Das kann auf verschiedene Arten geschehen. Einer der
Schlüsselmomente, die wirklich etwas verändert haben, war für
mich Spiegelarbeit nach Louise Hay.

In dieser Folge erzähle ich dir daher ein bisschen mehr darüber,
was das ist, wie es funktioniert und wie du Selbstmitgefühl ganz
einfach in deinen Alltag integrieren kannst.

Das bedeutet übrigens nicht, dass der Innere Kritiker komplett
verschwindet. Auch bei mir ist er nach wie vor mal mehr mal
weniger präsent. Doch ich nehme mittlerweile viel schneller wahr,
wenn er aktiv ist und kann daher ganz anders mit ihm und dem, was
er sagt umgehen (Spoiler: mit mehr Mitgefühl!).

Ich hoffe, du kannst für dich etwas aus der Folge ziehen und
wünsch dir viel Freude beim Hören!

Alles Liebe,
Christina

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„#96 Selbstmitgefühl“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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