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Ihr besucht einen Entwurfsort mit extremen klimatischen
Eigenschaften? Statt der ersten Intuition zu folgen, diese
Umstände zu mindern, könnten Landschaftsarchitekt*innen daraus
auch ein Entwurfsthema entwickeln, das zu spezifischer
Raumqualität führt, sagt Sophie Holz. In ihrer Dissertation zur
Ästhetik des Klimas hat sie zu diesem Thema drei Projekte
analysiert und Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen wie
z.B. der Umweltsoziologie zusammengetragen. Dabei beschäftigt sie
sich auch mit dem Thema der kognitiven Dissonanz, also dem
Unterschied zwischen Umweltbewusstsein und Umwelthandeln. Eine
Annahme ist, dass wir nur wirklich verstehen, was wir fühlen
können.

Dies würde bedeuten, dass Landschaftsarchitekt*innen einen
kleinen Beitrag zur Bewältigung des Klimawandels leisten können,
wenn sie durch die Gestaltung mit klimatischen Phänomenen die
Verbindung zwischen Menschen und ihrer unmittelbaren Umwelt
stärken und dadurch möglicherweise auch einen Verstehensprozess
anregen. Claus Herrmann und Luisa Balz sprechen mit ihr über die
Rolle der multisensorischen Wahrnehmung und wie das Thema in
Projekte einfließen kann. In allen Entwurfsphasen, sagt Sophie
Holz, sowohl am Anfang als auch später in der Detailplanung.

Sophie Holz studierte Landschaftsplanung an der TU Berlin und ist
Partnerin bei SINAI Landschaftsarchitekten, wo sie die
Wettbewerbsabteilung leitet. Sie promoviert derzeit an der TU
Berlin im Fachgebiet von Prof. Weidinger zum Thema Ästhetik des
Klimas und war hier auch in der Lehre tätig.

Let’s Talk Landscape befasst sich mit Inhalten rund um
Landschaftsarchitektur und richtet sich an die Fachöffentlichkeit
und alle, die sich für Stadtgestaltung interessieren. Unser
Leitbild Gemeinsam.Nachhaltig.Gestalten führt uns durch
vielfältige Themen und bringt uns jeden ersten Donnerstag im
Monat zu spannenden Gesprächen mit interessanten Gästen.
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„#76: Ästhetik des Klimas – mit Sophie Holz“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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