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  4. Frauenrechte im Fokus: China
Obwohl die Menschenrechtslage in China ständig in der Kritik steht,
wird die Situation von Frauen allgemein und die Verletzung von
Frauenrechten kaum beleuchtet. Zunächst bedeutete der Aufstieg der
kommunistischen Partei eine Befreiung der Frauen aus vorgegebenen
Traditionen wie dem Brautpreis, Zwangsverheiratungen, dem
selteneren Füßebinden und weiteren drastischen Formen von Gewalt.
Doch die Kommunisten betrachteten Frauen vor allem als
Arbeitskräfte. Auf der ersten Konferenz der Vereinten Nationen in
China 1995 verkündete der damalige Generalsekretär der
Kommunistischen Partei Chinas, Jiang Zemin, die Gleichberechtigung
von Männern und Frauen gehöre zur grundlegenden nationalen Politik
Chinas. Doch trotz der Einführung von Gesetzen zum Beispiel gegen
häusliche Gewalt ist das heutige China weit von einer
gleichberechtigten Gesellschaft entfernt. Der Machtmissbrauch der
KPC drückt sich auch in der systematischen Degradierung von Frauen
aus. Frauen, die auf sexuelle Belästigung aufmerksam machen,
verschwinden oder werden zum Verstummen gebracht, selbst so
prominente Frauen wie der Tennisstar Peng Shuai. Feministische
Organisationen werden verboten, Journalistinnen verhaftet. Frauen
aus Minderheiten wie den Uiguren werden in Lagern sexuell gefoltert
und zwangssterilisiert. Frauenhandel existiert weiterhin, auch als
eine der Konsequenzen der Ein-Kind-Politik. Gewalt gegen Frauen
wird kaum geächtet und sogar über soziale Medien verbreitet. In der
Veranstaltung unternimmt die Menschenrechtsaktivistin Tienchi
Martin-Liao eine Einordnung der aktuellen Lage von Frauen in China
im Zusammenhang mit der Herrschaft der KPC, der
Politikwissenschaftler und China-Experte Dr. Andreas Fulda ordnet
mögliche Reaktionen westlicher Demokratien im Hinblick auf das
Vorgehen des Regimes ein. Das Gespräch moderiert Rebecca
Schönenbach, Frauen für Freiheit e.V.
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„Frauenrechte im Fokus: China“

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