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  3. HörSpielHaus - Der Podcast aus dem SchauSpielhaus Podcast
  4. Audio Einführung zu "Was das Nashorn sah" im Jungen SchauSpielHaus
„Stellt euch einen Zoo vor. Einen Zoo vor vielen Jahren.“ So
beginnt die Geschichte von Papa Pavian, dem Murmeltiermädchen, Frau
Mufflon und den anderen Zootieren, die satt und zufrieden für die
Gestiefelten aus den schönen Häusern Männchen machen. Dieses Idyll
wird von dem neuen Bärenjungen gestört, der für den Geschmack von
Papa Pavian zu viele Fragen stellt: Was ist das für ein Gestank,
der aus dem Schornstein jenseits des elektrischen Zauns kommt? Was
sind das für Gestreifte jenseits des Zauns, die die Tiere füttern
und von den Gestiefelten gefangen gehalten werden? Zebras? Oder
doch Menschen, so dürr wie Winterzweige, mehr tot als lebendig?
Wohin sind all die Vögel am Himmel verschwunden? Und was sah das
Nashorn, als es über die andere Seite des Zauns schaute? Es gab
tatsächlich einen Zoo im Konzentrationslager Buchenwald. Aus der
Perspektive der Zootiere erzählt der preisgekrönte Autor Jens
Raschke von der grotesken Gewalt, die Menschen anderen Menschen
antun können. Raschke greift historische Fakten auf und verwandelt
sie in eine eindrückliche politische Parabel von universeller
Kraft, die einerseits vom historischen Trauma des Holocaust erzählt
und sich andererseits als aktueller Kommentar auf unser kollektives
Wegsehen lesen lässt, wenn wir eben gerade nicht bereit dazu sind,
über die andere Seite unseres europäischen Zauns zu schauen.
Poetische Verdichtung, Verfremdung und Humor sind die dichterischen
Mittel, die diese Geschichte – auch ohne historisches Vorwissen –
für alle Menschen ab 11 Jahren erzählbar machen. Das Stück
konfrontiert das Publikum mit der Frage nach dem eigenen Handeln:
Bär oder Pavian? Zu Recht wurde dieses kraftvolle Plädoyer für
Zivilcourage 2014 mit dem deutschen Kindertheaterpreis
ausgezeichnet. Empfohlen für die Klassenstufen 6-13 Foto: Sinje
Hasheider
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„Audio Einführung zu "Was das Nashorn sah" im Jungen SchauSpielHaus“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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