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  4. „… sah ich meinen Vater zum ersten Mal in meinem Leben weinen“ - 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland
Foto: Renata Harris/Sammlung A. Rieber

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Lesung und Musik

„… sah ich meinen Vater zum ersten Mal in meinem Leben weinen“

„Rettet wenigstens die Kinder“ – Kindertransporte aus Frankfurt
am Main – Lebenswege von geretteten Kindern mit Angelika Rieber,
Hanna Eckhardt und Waltraud Giesen (Autorinnen), Professorin
Angelika Nebel (Piano)

Nach dem Novemberpogrom 1938 wurden mit einer außergewöhnlichen
Rettungsaktion etwa 20.000 jüdische Kinder aus Deutschland,
Österreich und der damaligen Tschechoslowakei nach Großbritannien
und in andere Länder gebracht und somit gerettet.

Die Lebensgeschichten der in dem Buch porträtierten Kinder zeigen
anschaulich auf, wie sich der Fanatismus des NS-Regimes auf das
Schicksal der Kinder auswirkte und wie die erzwungene Flucht aus
Deutschland und die meist endgültige Trennung von den Angehörigen
ihr weiteres Leben prägte.

Bei der Lesung stehen die Lebenswege geretteter Kinder und die
Schicksale ihrer Angehörigen im Mittelpunkt. Besondere Erwähnung
wird die Familie Würzburger aus Frankfurt am Main finden.

Siegfried Würzburger war Organist in der Westendsynagoge,
Musikpädagoge und Komponist. Sein Sohn Karl Würzburger, später
Kenneth Ward, konnte mit einem Kindertransport gerettet werden.

Die Lesung wird auch Retter der Kinder würdigen. Martha
Wertheimer war für die Organisation der Kindertransporte
verantwortlich. Hertha Mayer unterstützte als Lehrerin an der
Jüdischen Bezirksschule in Bad Nauheim die Flucht der Kinder ins
rettende Ausland.

Die Pianistin Angelika Nebel wird Kompositionen von Siegfried
Würzburger, dem Vater von Karl Robert Würzburger, auf dem Klavier
vortragen.

Eine Veranstaltung von:

Haus am Dom / Katholische Akademie Rabanus Maurus

Projekt Jüdisches Leben Frankfurt am Main

Gegen Vergessen für Demokratie e.V.
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