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Wie fatal ist das Leck bei den US-Geheimdiensten?

Wie fatal ist das Leck bei den US-Geheimdiensten?

Alles klar, Amerika? vor 3 Jahren
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Die im Internet aufgetauchten geheimen US-Dokumente stellten «ein
sehr hohes Risiko für die nationale Sicherheit» dar, heisst es im
US-Verteidigungsministerium. Über 100 Akten mit sensiblen
Informationen sind im Internet aufgetaucht. Die Regierung Biden
sei besorgt, dass noch weitere Dokumente auftauchen könnten,
sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby.
Verteidigungsminister Lloyd Austin will deshalb «jeden Stein
umdrehen», bis der Verräter gefunden ist.

Nach Angaben der «New York Times» enthalten die Unterlagen
Informationen zu Plänen der USA und der Nato, wie sie die Ukraine
bei der erwarteten Offensive gegen die Russland unterstützen
werden. Dabei ist es besonders bedeutend, dass die Dokumente
relativ aktuell sind und deshalb den russischen Aggressoren einen
Vorteil verschaffen – Verrat ist nie schwerwiegender als im
Krieg.

Gleichzeitig versuchen US-Politiker, den Schaden einzudämmen mit
dem Hinweis, die ukrainischen Streitkräfte seien flexibel und
könnten auf das Geheimdienstleck reagieren. Derweil suchen die
amerikanischen Behörden den Verräter, bisher allerdings
erfolglos.

Wie gross ist dieser Geheimdienstskandal tatsächlich? Ist er
vergleichbar mit jenem, den Edward Snowden vor zehn Jahren
ausgelöst hat? Was für Geheimnisse wurden überhaupt verraten? Und
was sind die Konsequenzen für den Krieg in der Ukraine?

Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts
International von Tamedia, mit dem langjährigen
USA-Korrespondenten Martin Kilian, der heute in Charlottesville,
Virginia, lebt.

Mehr zum Thema: tagesanzeiger.ch/international

 

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