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Die Analyse langer Texte mit Hilfe der künstlichen Intelligenz hat
in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. „Inzwischen
können KI-Algorithmen lange Dokumente automatisiert auslesen und
verstehen“, sagt Gero Gunkel von der Zurich Versicherungsgruppe. In
einem mehrjährigen Projekt haben Gunkel und sein Team einen
„digitalen Analysten“ entwickelt, der künftig Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern ermöglicht, aus großen Mengen an Dokumenten wie
Verträgen oder Patenten Antworten auf ihre Fragen zu finden – und
das, ohne lange Vertragstexte händisch durchsuchen zu müssen. Die
KI erkenne dabei auch „in einem 40 oder 50-seitigen
Vertragsdokument Zusammenhänge zwischen der ersten Seite und dem
dritten Anhang“. Um ein generelles Textverständnis zu bekommen, hat
der Algorithmus die ganze Wikipedia-Datenbank gelesen und wurde mit
Informationen aus 5000 Büchern trainiert. Einen ähnlichen Weg ist
DeepL mit ihrer Datenbank Linguee gegangen. Die Zurich Gruppe nutzt
einen Ansatz, der es erlaubt, Algorithmen für verschiedene Inhalte
zu verwenden - von der Analyse von Vertragstexten bis zu
Sportereignissen. Die Sorge, dass die breite Verwendung solcher
intelligenten Lösungen zu Massenarbeitslosigkeit unter
Wissensarbeitern führen könnte, teilt Gunkel jedoch nicht. Die KI
werde zwar viele Fragen beantworten können, jedoch nicht jede.
Insbesondere in Bereichen wie Kreativität oder Kundenkontakt seien
Menschen immer noch unschlagbar. Deshalb werde die KI zwar das
Tätigkeitsprofil in vielen Berufen verändern - weg von
Zusammenfassungs- und Dokumentationsaufgaben und hin zu kreativer
Problemlösung. Die Folge ist Teil unseres Podcasts „Künstliche
Intelligenz“. Er geht den Fragen nach, was KI kann, wo sie
angewendet wird, was sie bereits verändert hat und welchen Beitrag
sie in der Zukunft leisten kann. Für den Podcast hat die F.A.Z. mit
Peter Buxmann und Holger Schmidt zwei ausgewiesene KI-Experten an
Bord geholt: Beide erforschen und lehren die Potenziale der KI und
deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeit an der Technischen
Universität Darmstadt. Peter Buxmann ist Inhaber des Lehrstuhls für
Wirtschaftsinformatik und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit
den Anwendungen von KI, der digitalen Transformation sowie
datenbasierten Geschäftsmodellen. Sein Podcast-Partner Holger
Schmidt ist Digital Economist, Speaker und Autor. Seine Kernthemen
sind KI, Plattform-Ökonomie und digitale Geschäftsmodelle. Die
beiden Hosts greifen in jeder Folge einen neuen Aspekt der
Künstlichen Intelligenz auf, erklären Zusammenhänge und geben
präzise Einordnungen. Die Folgen haben eine Länge von rund dreißig
Minuten und erscheinen monatlich jeweils am ersten Montag.
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„Der digitale Analyst“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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