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Autismus braucht Aufklärung Archiv

74 Episoden
10 Minuten
Burnout, Erschöpfungsdepression... wie auch immer: Nicht(s) geht mehr!

Ich brauche eine Pause, wie lange sie dauern wird, weiß ich nicht. So lange, wie es nötig ist, zu lernen, dass ich mein Dasein nicht durch Leistung rechtfertigen muss.

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53 Minuten
Ich finde, T. Attwood bringt es auf den Punkt: „Sei ein erstklassiger Aspie, nicht ein zweitklassiger Neurotypischer!“ Verstell dich nicht. Versuche nicht, neurotypischen Werten, Regeln und Lebenszielen nachzulaufen, die nicht deine sind. Dein Wert wird nicht danach bestimmt.

Mit einem stabilen, positiven Selbstwert kann ich eine erstklassiger Aspie sein und selbstbewusst sagen: „Ich bin in Ordnung, so wie ich bin.“ Bei einem geringen, negativen Selbstwert werde ich eher eine zweitklassige Neurotypische sein und denken: „Ich bin nicht in Ordnung, so wie ich bin.“

Ich hatte erst eine Chance, meinen Selbstwert zu entdecken, seit ich weiß, dass ich Autistin bin. Das war mit 47 Jahren! Ich brauchte dennoch noch viele Jahre, um mir einen positiven Wert zuschreiben zu können. Die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen.

Was bedeutet Selbstwert überhaupt? Woraus bildet er sich? Wie kommt es zu einem positiven oder negativen Selbstwert? Diese Fragen beantworte ich in dieser Folge. Und ich erkläre, warum es gerade für Autist*innen schwierig ist, einen positiven Selbstwert zu entwickeln.

Inhaltsverzeichnis: 00h01m22s Einleitung 00h07m40s sich selbst einen Wert zuschreiben 00h15m55s unser Grundbedürfnis nach Bindung 00h19m50s unser Grundbedürfnis nach Selbstbestimmung 00h24m33s unser Grundbedürfnis nach Kompetenz(erleben) 00h28m36s Entstehung eines positiven Selbstwertes durch Erfüllung unserer Grundbedürfnisse 00h31m46s Nichterfüllung unserer Grundbedürfnisse und internale Attribution 00h34m26s unser Bin-Ich, Soll-Ich und Wunsch-Ich – oder: „Sei ein erstklassiger Aspie, nicht ein zweitklassiger Neurotypischer“ 00h44m08s Ausblick auf die nächste Folge: eine Antwort auf die Frage nach dem „sozialen Wert“ von Autist*innen (Folge 4)

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1 Stunde 21 Minuten
Depressionen gehören zu den häufigsten komorbiden psychischen Erkrankungen autistischer Menschen. Prof. Dr. Dr. Kay Vogeley gibt an, dass etwa 50 Prozent der Autistinnen, die in der Kölner Sprechstunde vorstellig werden, behandlungsbedürftige Symptome einer Depression zeigen würde. Diese hohe Zahl ist nicht verwunderlich, denn durch ihr autistisches Sein in einer nicht-autistischen Welt besitzen Autistinnen eine erhöhte Vulnerabilität für die Entwicklung einer depressiven Episode.

Betrachtet man die „klassischen“ Ursachen für eine Depression, stellt man fest, dass sie zugleich Kennzeichen autistischen Seins sind. Das bedeutet nicht, dass alle Autistinnen zwangsläufig eine Depression entwickeln, denn das hängt von weiteren Voraussetzungen wie die genetische Veranlagung sowie die bisherige soziale Prägung ab. Gerade aber die soziale Prägung wiederum macht viele Autistinnen anfällig für die Entwicklung einer depressiven Episode, weil sie oftmals ein geringes Verständnis für ihr autistisches Sein erfahren. Autismus und Depression reichen sich sozusagen die Hand.

Durch die Überschneidung von autistischen Kennzeichen und Symptomen einer Depression wird das Erkennen einer Autismus-Störung erschwert, so dass die (unter Umständen vermeintliche) Depression behandelt wird, ohne das autistische Sein zu erkennen. Dann wird schwerlich eine Verbesserung des Befindens eintreten.

Diese Zusammenhänge erkläre ich in der Folge und ergänze sie durch meine eigenen Erfahrungen. Ich habe meine Diagnose des Asperger-Syndroms erst mit 47 Jahren erhalten im Rahmen der Therapie meiner Depression. Jetzt im Rückblick lässt sich deutlich erkennen, wie mein unerkanntes autistisches Sein die Entwicklung der Depression bedingt hat, neben der vorhandenen genetischen Veranlagung.

Zu der Folge gibt es wieder eine Infografik sowie Literaturhinweise, die auf meiner Webseite (Rubrik „Podcast“) zu finden sind und heruntergeladen werden können.

Inhaltsverzeichnis: 00h01m22s Einleitung 00h08m11s Zahlen, Daten, Fakten zur Depression (Deutsche Depressionsliga) 00h12m03s Symptome einer Depression 00h28m40s einige Symptome der Depression ähneln denen des Autismus 00h32m50s eigener Erfahrungsbericht: mein (depressives/autistisches) Grundgefühl und die daraus resultierenden Verhaltensweisen 00h41m58s mögliche Verlaufsformen einer Depression 00h47m14s Ursachen der Depression und erhöhte Vulnerabilität durch das autistische Sein 00h59m30s eigener Erfahrungsbericht: mein autistisches Sein und meine Depression reichen sich die Hände 01h14m40s Behandlungsmöglichkeiten der Depression 01h17m42s Service zur Folge: Infografik, Literaturhinweise (Fachliteratur zur Depression, Erfahrungsberichte von Menschen mit Depression), Links 01h20m15s Ausblick auf die nächste Folge: Die Sache mit dem Selbstwert

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35 Minuten
Komorbiditäten sind Störungen oder Erkrankungen, die zu einer Grunderkrankung hinzukommen und von dieser klar abgrenzbar sind. In dieser Folge soll es um Störungen/Erkrankungen gehen, die bei Menschen im Autismus-Spektrum im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung häufiger auftreten. Vielfach ergeben sie sich aus dem autistischen Sein, indem im Zusammenspiel mit anderen Einflussfaktoren wie zum Beispiel gesellschaftlichen Erwartungen oder der eigenen Resilienz Belastungen wie soziale Ausgrenzung oder chronischer Stress entstehen, die vor allem zu psychischen Erkrankungen führen (können). Es ist kein Automatismus. Nicht jeder Autist/jede Autistin entwickelt zusätzliche Erkrankungen und/oder Störungen. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit, diese zu entwickeln, bei bestimmten Krankheiten/Störungen für autistische Menschen zum Teil deutlich erhöht.

Es ist eine eher „trockene“ Folge, das heißt, ich fasse die Ergebnisse aus einigen fachwissenschaftlichen Quellen zusammen. Es geht weniger um mein eigenes Erleben. Einige der genannten Erkrankungen/Störungen habe auch ich entwickelt. Darum wird es dann in der nächsten Folge gehen.

Inhaltsverzeichnis: 00h01m22s Einleitung/verwendete Quellen 00h05m20s Was ist eine Komorbidität? 00h06m49s biopsychosoziales Modell zur Erklärung und Aufrechterhaltung von ASS-Symptomatik und komorbiden Störungen (nach Dziobek/Stoll 2019) 00h12m10s komorbide Entwicklungsstörungen 00h16m15s Komorbiditäten im Kleinkindalter 00h16m58s Komorbiditäten bei Kindern und Jugendlichen 00h18m05s Komorbiditäten bei Erwachsenen 00h32m16s Zusammenfassung und Ausblick auf die nächste Folge (Depressionen)

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56 Minuten
Leben mit Autismus bedeutet für mich, im Einklang mit meinem autistischen Sein zu leben. Das ist gar nicht so einfach. Denn dafür muss ich wissen, was Autismus überhaupt bedeutet, was das autistische Sein für mich persönlich bedeutet. Dann muss ich meine autistischen Bedürfnisse erkennen und sie ernst nehmen. Das wiederum bedeutet, dass ich mein autistisches Sein akzeptiere und mich annehme, so wie ich bin.

Der zentrale Punkt meiner Selbstfürsorge und meines autistischen Lebens wird in einem Zitat von Astrid Lindgren auf den Punkt gebracht: „Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hinzuschauen.“ Das klingt vielleicht überraschend. Hören Sie, warum dies so wichtig für mich ist.

Was hilft mir, im Einklang mit meinem autistischen Sein zu leben? Und welche Tools gibt es, um einfach dasitzen und vor sich hinschauen zu können?

Inhaltsverzeichnis: 00h01m22s Einleitung „Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hinzuschauen.“ (Astrid Lindgren) 00h04m37s Überforderung und Kontrollverlust: zwei Beispiele 00h09m37s Leben MIT Autismus: Leben im Einklang mit meinem autistischen Sein 00h12m52s Mein autistisches Sein akzeptieren und annehmen, meine Bedürfnisse ernst nehmen 00h16m56s Was mir im Alltag hilft, im Einklang mit meinem autistischen Sein zu leben 00h28m53s Fünf Tools zum Stressmanagement und zur Reduzierung des Erregungspegels 00h31m55s (1) Das Kuller-System 00h40m05s (2) Video: „Bewusstes Atmen lernen – Eine Kurzanleitung“ 00h43m17s (3) Video: „Der richtige Drücker zur Entspannung“ 00h45m45s (4) Literaturempfehlung: S. Lipinski „Autismus. Das Selbsthilfebuch“ 00h47m36s (5) Literaturempfehlung: I. Dziobek/S. Stoll „Hochfunktionaler Autismus bei Erwachsenen. Ein kognitiv-verhaltenstherapeutisches Manual“ 00h51m45s Zusammenfassung: Überforderung verhindern und im Einklang mit dem autistischen Sein leben – kein Lifestyle, sondern (über)lebenswichtig! 00h53m58s Extras: zwei Poster zum kostenlosen Download von meiner Webseite

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40 Minuten
Ein neuer Untertitel für den Podcast :-) Warum? Hören Sie einfach hinein… ich erkläre, warum. Außerdem skizziere ich kurz die verschiedenen Phasen in der Autismusforschung bis zur Gegenwart. Es setzte auf jeden Fall durch die autistischen Stimmen eine Erweiterung der Perspektive ein, vielleicht kommt es ja sogar zu einem Perspektivwechsel in der Autismusforschung. Welche Perspektive, welchen Blickwinkel nehme ich ein? Die bzw. den einer Ausperger-Autistin. Außerdem erkläre ich, an wen sich eigentlich meine Aufklärungsarbeit über Autismus richtet: an nicht-autistische genauso wie an autistische Menschen.

Diese Folge ist die letzte Folger vor der Sommerpause. Ja, ich lege eine vierwöchige Sommerpause ein, die nächste Folge wird am 16. August online gehen. Und es gibt noch eine Neuerung: einen Newsletter! Hören Sie sich an, was Sie darin erwartet :-)

Abonnieren können Sie den Newsletter auf meiner Webseite: www.mit-meinem-ganzen-sein-autistisch.de

Kommen Sie gut durch die Sommerpause! Bis in vier Wochen wieder!

Inhaltsverzeichnis: 00h01m22s Wenn Autismusforschung auf eine Asperger-Autistin trifft 00h05m30s Autismusforschung im kurzen Überblick 00h08m14s gegenwärtige Phase der Autismusforschung: Perspektivwechsel? 00h16m31s Mein Blickwinkel als Asperger-Autistin 00h23m59s Aufklärung für wen? 00h26m22s Rückblick auf 23 Folgen und Ausblick 00h27m41s Sommerpause und – neu! – ein Newsletter von „Autismus braucht Aufklärung“: Auf eine Tasse Kaffee… ;-)

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1 Stunde 9 Minuten
Mit den Begriffen Overload (engl. Über[be]lastung, Überladung), Shutdown (engl. Schließung, Stilllegung) und Meltdown (engl. Zusammenbruch, Durchbrennen) werden mentale Zustände beschrieben, in die Autist*innen geraten, wenn ihre Energie nicht mehr reicht, um Sinnesreize, soziale Anforderungen, unbekannte Situationen, Ängste oder intensives Wahrnehmen der Schwingungen anderer zu kompensieren. Sie gehen einher mit Kontrollverlust, einem sehr hohen Stresserleben und den entsprechenden vegetativen Symptomen. Es braucht sehr viel Energie, sie zu durchleben und zu überstehen. Intensive Erschöpfungszustände sind die Folge und nicht selten dauert es mehrere Tage für die Erholung von diesen mentalen Zuständen.

Anhand des Bildes einer Welle beschreibe ich die genannten Zustände und versuche mein Erleben eines Overloads, eines Shutdowns oder eines Meltdowns so zu beschreiben, dass vor allem nicht-autistische Menschen eine Ahnung davon bekommen, was es heißt, wenn autistische Menschen sie durchleben müssen. Dadurch sollte deutlich werden, warum Erholungsphasen in Form des Rückzugs so enorm wichtig sind. Gibt es sie nicht, droht die Gefahr, in einem Sturm aus meterhohen Wellen unterzugehen.

Inhaltsverzeichnis: 00h01m22s Vorab 00h03m13s Einleitung 00h04m51s Begriffliche Klärung 00h08m00s Wie kommt es zu einem Overload, Shutdown oder Meltdown? 00h16m40s Inneres Erleben eines Overloads 00h27m56s Das Bild der Welle zur Beschreibung eines Overloads, Shutdowns sowie Meltdowns 00h29m21s Inneres Erleben eines Meltdowns 00h42m05s Inneres Erleben eines Shutdowns 00h50m24s Zusammenfassung

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1 Stunde 7 Minuten
Es hat jetzt drei Wochen benötigt, um diese Folge zu erstellen. Ich brauchte eine Auszeit, weil ich erschöpft war, keine Energie hatte. Mein Akku war leer.

Ich behaupte: Erschöpfung und leichte Erschöpfbarkeit sind Kernaspekte autistischen Seins. Sie tauchen nicht in den Diagnosekriterien auf. Auch in wissenschaftlichen Beschreibungen – ich habe nicht alle, aber sehr viele gelesen – sind sie kein Thema. Liest man allerdings Berichte von Autistinnen selbst, vor allem von Asperger- und hochfunktionalen Autistinnen, dann ist Erschöpfung ein zentrales Thema. Gerade bei Autistinnen, die erst später diagnostiziert werden, führt der Weg zur Diagnose nicht selten über die Erschöpfung. Eine Erschöpfung, mit der sie leben, bis es zum totalen Zusammenbruch kommt. Wenn sie Glück haben, geraten sie an einen Therapeuten/eine Therapeutin, die ihr autistisches Sein erkennt. Wenn nicht, wird die Erschöpfung mit Wegen und Mitteln behandelt, die kontraproduktiv sind und die Situation noch mehr verschlimmern.

Inhaltsverzeichnis: 00m00s Intro 01m21s Einleitung 02m47s Erschöpfung als Folge der Anpassung 11m39s Was erschöpft Autist*innen im Alltag? 23m29s die 12-Löffel-Theorie 31m19s autistische Stressoren 35m46s Entspannungstherapie 49m07s Entspannungs-Fantasiereise

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1 Stunde 13 Minuten
Schulen sollen inklusiv werden in einer Gesellschaft, die noch gar nicht inklusiv denkt. Die Gesellschaft, das sind wir Menschen, jeder einzelne von uns. Ob wir inklusiv denken oder nicht, hängt entscheidend von unserer Haltung ab. Wollen wir eine Schule, die bestimmt, wie die einzelnen Schülerinnen zu sein haben, oder soll Schule ein Ort sein, an dem jeder Schülerin ihren/seinen Platz findet, sich frei entfalten kann und ihr/sein Potenzial abrufen und in Leistung transferieren kann, weil die Schule die dafür förderliche Umgebung schafft?

Haltung ist die Bedingung und Voraussetzung für echte inklusive Schule. Wie muss diese Haltung beschaffen sein, damit daraus eine von allen gelebte Vision werden kann? Wie sieht eine autistische Pädagogik und Didaktik aus, die darauf aufbauend den anderen Bedürfnissen autistischer Schülerinnen gerecht wird? Diese muss Grundlage jeder Schule sein, die autistische Schüler*innen besuchen, egal, ob Regel-, Förder- oder Webschule.

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1 Stunde 6 Minuten
In dieser Folge geht es schwerpunktmäßig um die Beantwortung der Frage, warum Schule für so viele autistische Kinder und Jugendliche eine Zeit des Schreckens ist. Es fehlt an Wissen über und Verstehen von Autismus. Dies ist ein systemisches Problem. Die einzige Empfehlung der Kultusministerkonferenz zu „autistischem Verhalten“ stammt aus 2000. Erst danach haben sich die Bundesländer in ganz unterschiedlicher Weise mit Autismus beschäftigt. Pädagogik/Didaktik und Autismus sind eine noch recht junge Disziplin in der Autismusforschung, die von den Wissenschaften der Medizin und Psychologie geprägt ist. Die Erziehungswissenschaften stehen noch am Anfang. Folglich fehlt eine Pädagogik/Didaktik für autistische Schülerinnen.

Zudem gibt es in der Autismusforschung drei unterschiedliche, sich zum Teil widersprechende Autismusbilder, die nebeneinander existieren. Diese gilt es bei jeder Handreichung oder Empfehlung zu hinterfragen: Liegt ein defizit- oder ein kompetenzorientierter Ansatz vor? Einen ersten, ganz wichtigen Beitrag zur Beantwortung der Frage, was sich ändern muss, hat Georg Theunissen geleistet, indem er das Empowerment-Konzept in die Behindertenarbeit integriert und vor allem einen Perspektivwechsel auf Autismus und Autistinnen vorangetrieben hat.

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20 Minuten
Viele Autist*innen haben unschöne Erinnerungen an ihre Schulzeit, mitunter war es die schrecklichste Zeit ihres Lebens. Auch heute bedeutet Schule für zu viele autistische Kinder und Jugendliche vor allem eins: Leiden. Warum ist das so? Und was muss sich ändern? Darum soll es in zwei Folgen zu diesem Thema gehen. Diese Folge ist die Einleitung, die Hinführung zum Thema.

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1 Stunde 27 Minuten
Diese Folge ist eine „Brücken-Folge“, sie stellt die Verbindung zwischen der letzten (Barrierefreiheit in Ausbildung und Beruf) und der nächsten Folge (Barrierefreiheit in Schule) her.

Vier Jahre nach meiner Diagnose als Asperger-Autistin und zwei Jahre nach meiner Frühpensionierung gebe ich eine Antwort auf die Frage, ob Autistin und Lehrerin zusammenpassen kann. Warum die Antwort weder ein klares „Ja“, noch ein klares „Nein“ enthält, verdeutliche ich an meinem eigenen beruflichen Werdegang als Lehrerin. Obwohl natürlich individuell, zeigt er dennoch autismusspezifische Charakteristika auf. Meine beruflichen Erfahrungen sind vergleichbar mit denen autistischer Menschen auch aus ganz anderen Bereichen.

AUFBAU der Folge:

EINLEITUNG

1. „Typisch untypisch“: Meine Berufsbiographie

1:21 – 4:08

2. Warum wollte ich ausgerechnet Lehrerin werden?

4:09 – 10:45

3. Herausforderungen: soziale Kontakte ohne Ende…!

10:46 – 16:24

4. meine Stärken: die Unterrichtsentwicklung und meine besondere Beziehung zu den Schüler*innen

16:25 – 25:53

MEIN SCHULALLTAG ALS AUTISTISCHE LEHRERIN - GANZ KONKRET UND ANSCHAULICH

5. Die reiz-volle Schule

25:54 – 39:41

6. Nach der Stunde ist vor der Stunde: ohne Vorbereitung geht gar nichts!

39:42 – 43:52

7. Routine? Gibt es in Schule nicht.

43:53 – 49:44

8. Der Druck wurde immer größer

49:45 – 1:04:02

9. Und dann ging es "plötzlich" nicht mehr…

1:04:03 – 01:18:59

FAZIT

10. Autistin und Lehrerin – kann das passen? JEIN.

ab 01:19:00

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22 Minuten
Die vom Gesundheitsministerium geplante Rastertherapie hätte für mich der sichere Tod bedeutet, sie hätte mich geradewegs in den Suizid geführt. Klingt übertrieben? Nein, ist es nicht. Was die Rastertherapie bedeutet und wie sie sich auf die Situation psychisch erkrankter Menschen auswirkt, beschreibe ich in dieser Folge.

Das Entsetzen, die Empörung, Unfassbarkeit und Wut über die geplante Rastertherapie sind groß: Ein Vorschlag des Gesundheitsministeriums sieht vor, Psychotherapien künftig nach "Schema F" durchzuführen, natürlich mit dem Ziel, Kosten zu senken und sie "effektiver" zu machen. Dies soll durch ein Raster geschehen, das festlegt, wie viele Therapiestunden zukünftig für welche Diagnose entsprechend ihrem Schwergerad genehmigt und bezahlt werden.

Das heißt konkret: Nach der Zahl X an Stunden ist Schluss, weil ja jede psychische Erkrankung gleich verläuft. Wenn die Stunden nicht reichen, dann hat halt der*die Therapeut*in schlampig gearbeitet, so einfach ist das. (Ironie off)

Menschen werden nicht gesund, nur weil sie zu gesunden Menschen durch das Gesundheitsministerium deklariert werden.

Was wirklich hilft: Mehr Therapieplätze durch mehr Kassensitze. Machen Sie Ihre Hausaufgaben, Herr Spahn!

Unterschreibt die Petition gegen diesen "irrwitzigen" Vorschlag aus dem Gesundheitsministerium von Jens Spahn - hier der Link:

http://chng.it/GJpH8Q952N

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1 Stunde 46 Minuten
Gerade hochfunktionale und Asperger-Autist*innen sind oft sehr begabt, gut ausgebildet, haben gute Ausbildungsabschlüsse erreicht – und sind trotzdem kaum auf dem ersten Arbeitsmarkt anzutreffen. Warum ist das so? Es liegt nicht an ihren fachlich sehr hohen Kompetenzen, sondern an der Reizüberflutung am Arbeitsplatz, der sozialen Überforderung und mitunter auch an zu großer Unvorhersehbarkeit in den Arbeitsabläufen. Die Folge ist Erschöpfung, die in die Arbeitslosigkeit führt und oft auch in die Frühberentung. Dieses Dilemma lässt sich auflösen, indem die Stärken autistischer Arbeitnehmer*innen in den Fokus genommen und die genannten Herausforderungen minimiert werden. Dann entsteht eine win-win-Situation auf beiden Seiten. Dafür braucht es auf Seiten der Arbeitgeber*innen mehr Wissen über Autismus. Das liefert diese Folge.

Die Folge besteht im Hauptteil aus vier Teilen:

Einleitung: Situation autistischer Arbeitnehmer*innen, negative und positive Erfahrungen

-> 1:21 – 15:00

Teil 1: win-win-Situation für Arbeitgeberinnen und Arbeitsnehmerinnen (Faktencheck, kostenlose Unterstützungsangebote, Darum sollten Sie Autist*innen einstellen)

-> 15:01 – 30:43

Teil 2: Was bedeutet Autismus, v.a. mit Blick auf die Arbeitswelt? (Ein anderes neuronales „Betriebssystem“, soziale Interaktion und Kommunikation, Neues und Unbekanntes, Stressverarbeitung, sprachliche Besonderheiten, Hypersensibilität des Gehirns gegenüber Reizen)

-> 30:44 – 50:55

Teil 3: Herausforderungen und Stärken im Berufsalltag (Das autistische Anders-Sein ist nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung!)

-> 50:56 – 1:08:25

Teil 4: Personen-Beruf-Passung bedeutet, die Stärken in den Fokus zu rücken und die Herausforderungen zu minimieren

¤-> 1:08:26 – 1:40:34

Abschluss: weitere Infos im Netz und in der Literatur

-> 1:40:35

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Die dazugehörigen Infografiken können auf meiner Webseite kostenlos heruntergeladen werden:

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1 Stunde 13 Minuten
Weiter geht es mit der Mini-Reihe zur gleichberechtigten Teilhabe von Autstinnen. In dieser Folge wird das Gesundheitssystem genauer betrachtet. Die Folge besteht aus vier Abschnitten, die auch unabhängig voneinander gehört werden können: Einleitung, Teil 1: Was bedeutet Autismus? (Was muss ich wissen, wenn ich im Gesundheitswesen arbeite?), Teil 2: Hilfen – Basics, Teil 3: Besonderheiten in der Psychotherapie/in psychiatrischen Kliniken/im Krankenhaus.

Die drei Hauptteile sind jeweils etwa 20 Minuten lang. Ich richte mich sowohl an Mitarbeitende im Gesundheitssystem als auch an Autistinnen, um Besuche in Arztpraxen oder Krankenhausaufenthalte für beide Seiten so gut wie möglich vorbereiten und gestalten zu können. Die dazugehörigen Infografiken, die gerne weitergegeben oder als Vorlage genutzt werden dürfen, befinden sich auf meiner Webseite (siehe unten).

Einleitung (nach Intro)

-> 1:21 – 9:34

Teil 1: Was bedeutet Autismus? [Faktencheck, wesentliche Merkmale und daraus resultierende „Stolpersteine“ in der medizinischen Versorgung]

-> 9:35 – 28:54

Teil 2: Hilfen – Basics [Homepage, Terminvereinbarung, Wartesituation, Untersuchung, Kommunikation]

-> 28:55 – 50:02

Teil 3: Besonderheiten in der Psychotherapie, in psychiatrischen Kliniken, im Krankenhaus

-> ab 50:03

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