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echtgeld.tv - Geldanlage, Börse, Altersvorsorge, Aktien, Fonds, ETF Archiv

494 Episoden
26 Minuten
Die Netflix-Aktie hat seit ihrem Allzeithoch im Juni 2025 mehr als die Hälfte verloren, allein seit der letzten Besprechung im Mai rund 30 Prozent. Tobias Kramer prüft in dieser Folge von echtgeld.tv, ob aus der einst teuren Wachstumsaktie eine Great Company at a fair price geworden ist. Die Zahlen zeigen zunächst ein intaktes Geschäft: Im dritten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 12 Prozent auf 12,9 Milliarden Dollar, die operative Marge lag bei 34,6 Prozent. Das Unternehmen kaufte für den Rekordwert von 4,8 Milliarden Dollar eigene Aktien zurück und stellt für 2026 rund 12 Milliarden Dollar Free Cashflow in Aussicht. Die Kündigungsrate sank gegenüber dem Vorjahr. Die Marktstimmung bleibt dennoch schwach. Das Umsatzwachstum verlangsamt sich, die Werbeprognose für 2026 sank von 3 auf 2,7 Milliarden Dollar, und die Sehzeit stieg im ersten Halbjahr nur um 2 Prozent. Das Management hat zudem die Content-Führung ausgetauscht, und nach dem gescheiterten Warner-Deal ist die Frage nach dem nächsten Wachstumstreiber offen. Das KGV fiel von über 60 auf 18, wobei der aktuelle Wert eine einmalige Ausstiegszahlung von 2,8 Milliarden Dollar enthält. Ist dieser Abschlag eine Chance oder die berechtigte Antwort auf ein Nutzungsproblem? Jetzt seid ihr dran: Schreibt in die Kommentare, ob ihr Netflix bei rund 62 US-Dollar attraktiv findet oder ob Tobias ein entscheidendes Risiko übersieht.
36 Minuten
Ende März hat Tobias Kramer im echtgeld.tv-Depot Alphabet verkauft und 2.500 Euro in Microsoft investiert. Sieben Monate später legen beide Konzerne Quartalszahlen vor, und die Marktstimmung könnte kaum unterschiedlicher sein. Alphabet verdoppelt den Cloudumsatz, schreibt wegen der KI-Investitionen aber einen negativen Free Cashflow und verliert zweistellig. Microsoft übertrifft die Erwartungen bei Umsatz, Gewinn und Azure-Wachstum, kann den Kurssprung aber nicht halten. Tobias ordnet ein, was die Zahlen über die Rendite der KI-Milliarden aussagen und welche Rolle der schrumpfende Free Cashflow spielt. Auf Basis der erwarteten Gewinne rechnet er per KGV vor, wo er den fairen Wert von Microsoft sieht und ab welchem Niveau er Gewinne realisieren würde. Dazu das Update zum Tabak-Depot mit Philip Morris, British American Tobacco, Japan Tobacco, Altria und Imperial Brands sowie zum Dax-Folio, seinen zehn ausgewählten Dax-Werten im Vergleich zum Index. Wie viel Bewertung verdient ein Konzern, der seine KI-Investitionen bereits in Wachstum ummünzt, und wann kippt das, wenn der Markt an der Rentabilität zu zweifeln beginnt?
1 Stunde 4 Minuten
Eine Billion Dollar wollen Microsoft, Amazon, Alphabet, Meta und Oracle nach den im Vortrag gezeigten Schätzungen 2027 zusammen investieren. Doch während ihre Gewinne steigen, ist ihr gemeinsamer freier Cashflow zuletzt ins Negative gerutscht. Was bleibt für Aktionäre übrig, wenn der KI-Boom immer teurer wird? Christian Stocker, Aktienstratege der UniCredit, stellt dazu eine unbequeme Frage: Wer verdient an einer technologischen Revolution? Die Unternehmen, die sie mit Milliarden ermöglichen, oder die, die sie später nutzen? Eisenbahn, Internet und Mobilfunk zeigen, dass das nicht dieselben sein müssen. Wie beim Goldrausch könnten am Ende die Schaufelhersteller gewinnen. Für Aktien insgesamt bleibt Stocker optimistisch. Trotz gestiegener Anleiherenditen hält er im vierten Quartal sieben bis acht Prozent Plus für möglich, weil die Gewinne stärker steigen als die Kurse und die Stimmung der Anleger trotz Rekordhochs gedrückt ist. Außerdem erklärt er, warum Europas Banken die Magnificent Seven seit Anfang 2025 klar geschlagen haben, warum eine starke Industrie in China noch keine guten Aktienrenditen garantiert, wo er bis Mitte 2027 das größte Kurspotenzial sieht und warum am Ende die Stromversorgung zum Engpass für KI werden könnte. Die Aufzeichnung stammt aus dem Quartalsupdate der DZB Media vom 1. Oktober. Die Folien zum Vortrag gibt es zum Download in der echtgeld.tv-Lounge. Werden die Hyperscaler ihre Milliardeninvestitionen in ausreichende Gewinne verwandeln, oder verdienen künftig vor allem Halbleiterhersteller, Energieversorger und KI-Anwender? Schreibt eure Einschätzung mit Begründung in die Kommentare. Im zweiten Teil der Veranstaltung geht Nikolaus Barth der Frage nach, welche Investmentlösungen zur aktuellen Marktlage passen. Den Mitschnitt findet ihr auf dzb-meinportfolio.de: https://dzb-meinportfolio.de/news/q4-update-unicredit-fundamentaler-quartalsausblick-mit-christian-stocker-chefaktienstratege?category=fundament%2Cdiscount-plus%2Cdzb-2026%2Cdzb-2031%2Czeichnungsidee-aktuell%2Cmarktidee-aktuell%2Caktuelle-nachrichten%2Cportfolio-nachrichten adorum publishing GmbH 2026
1 Stunde 15 Minuten
0,05 Prozent Kosten pro Jahr: So günstig ist der Invesco MSCI World. Doch rund 70 Prozent entfallen auf die USA, Schwellenländer fehlen. Für 0,07 Prozent bietet der neue Vanguard FTSE Global All-Cap fast 7.000 Aktien inklusive Schwellenländern und Small Caps. Nach gut zwei Monaten verwaltet allein die besprochene Anteilsklasse über drei Milliarden Euro. Ist das der bessere Welt-ETF für 2027? Tobias Kramer und Jannes Lorenzen, Geschäftsführer von justETF, vergleichen die Gewinner des PortfolioAward 2026 und weitere ETF-Strategien. Denn auch Tausende Aktien verhindern keine Klumpenrisiken: Ein Value-ETF hält fast 14 Prozent in nur einer Aktie. Die wichtigsten ETFs und Fragen der Sendung: • Vanguard FTSE Global All-Cap: Wie stark wiegen Nvidia, Apple und Microsoft trotz fast 7.000 Aktien? • Vanguard FTSE All-World: Award-Sieger bei Aktien Welt. Wie lässt sich mit dem Ex-USA-ETF der US-Anteil auf 50 Prozent senken? • Invesco MSCI World Equal Weight: Sieger bei Innovation & Newcomer. Weniger Klumpenrisiko, aber auch weniger Rendite? • Gerd Kommer Multifactor ETF: 0,45 Prozent Kosten und das Ziel von 1 bis 1,5 Prozentpunkten Mehrrendite pro Jahr. Lohnt sich der Aufpreis? • iShares MSCI World Value Factor: Fast 14 Prozent Micron Technology. Wie riskant ist das? • JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income Active: Monatliche Ausschüttungen mit Covered Calls. Warum bleibt er hinter dem Nasdaq-100 zurück? • WisdomTree Strategic Metals: Warum sind bei Kupfer und anderen Metallen auch die Terminmärkte entscheidend? • Invesco MSCI World: Warum Tobias trotz 0,05 Prozent Kosten einen MSCI World ex USA ergänzen würde. Auch das Altersvorsorgedepot ab 2027 ist Thema: Welche Chancen und Einschränkungen bringt es ETF-Sparern?
50 Minuten
Rund 1.000 Milliarden Dollar wollen die Hyperscaler im kommenden Jahr investieren. Einen Großteil davon müssen sie sich am Kapitalmarkt besorgen, auch über Anleihen. Dort treffen sie auf Staaten, deren Schulden ebenfalls weiter steigen. Für Dr. Andreas Rees, Chefvolkswirt der UniCredit in Deutschland, ist das ein zentraler Grund, warum die Zinsen am langen Ende nicht sinken, sondern hoch bleiben oder sogar weiter steigen dürften. Und die Notenbanken? Die Märkte preisen bis Sommer 2027 jeweils vier Zinserhöhungen von Fed und EZB ein. Rees nennt das aggressiv. Eine Erhöhung im Dezember erwartet er trotzdem, weitere Schritte im ersten Quartal hält er für möglich. Dazu liefert Rees Zusammenhänge, die man so nicht erwartet: • Warum ein Machtwechsel im US-Repräsentantenhaus die Staatsausgaben am Ende sogar erhöhen könnte. Warum es gut für Aktien, aber schlecht für die Zinsen ist, dass Unternehmen ihre gestiegenen Kosten weitergeben können. • Weshalb ausgerechnet die deutsche Chemie vom Iran-Konflikt profitiert hat. • Warum die Verteidigungsindustrie auf Aufträgen für fünf bis sechs Jahre sitzt und trotzdem keinen großen Boom auslöst. • Und was passiert, wenn ein harter Winter auf Gasspeicher trifft, die rund 30 Prozentpunkte unter dem üblichen Niveau liegen. Die Aufzeichnung stammt aus dem Quartalsupdate der DZB Media vom 29. September. Die Folien zum Vortrag gibt es zum Download in der echtgeld.tv-Lounge. Im zweiten Teil der Veranstaltung geht Nikolaus Barth von der UniCredit der Frage nach, ob Gold, Silber und Bitcoin als Inflationsschutz taugen. Den Mitschnitt findet ihr auf dzb-meinportfolio.de: https://dzb-meinportfolio.de/news/q4-update-unicredit-volkswirtschaftlicher-quartalsausblick-mit-dr-andreas-rees-chefvolkswirt-deutschland?category=fundament%2Cdiscount-plus%2Cdzb-2026%2Cdzb-2031%2Czeichnungsidee-aktuell%2Cmarktidee-aktuell%2Caktuelle-nachrichten%2Cportfolio-nachrichten adorum publishing GmbH 2026
42 Minuten
Main Street Capital steht im „Bits & Pieces“-Newsletter von Scalable Capital seit Wochen unter den meistgekauften Aktien. Der Grund liegt auf der Hand: Die Business Development Company aus Houston zahlt seit Oktober 2008 jeden Monat Dividende, hat die reguläre Ausschüttung nie gekürzt und kommt inklusive Sonderzahlungen auf etwa 8 Prozent Rendite. Seit dem Börsengang 2007 brachte sie 17,2 Prozent Gesamtrendite pro Jahr, der S&P 500 nur 8,4 Prozent. Grund genug für Tobias Kramer, genauer hinzusehen. Denn seit Februar 2025 läuft die Aktie selbst inklusive Dividenden seitwärts bis abwärts, während der S&P 500 um 21 Prozent zulegt. Die Gewinne je Aktie liegen deutlich unter den Rekordjahren, die Refinanzierung wird teurer, und die Marktstimmung gegenüber Private Credit ist angespannt. Trotzdem zahlen Anleger bei rund 54 US-Dollar etwa 60 Prozent mehr als den Nettoinventarwert (NAV). Ist dieser Aufschlag gerechtfertigt? Darum geht es in der Sendung: · Geschäftsmodell: Wie Main Street mit Krediten an US-Mittelständler und dem sogenannten Equity-Kicker Geld verdient und warum das interne Management ein Vorteil ist. · Renditevergleich: Main Street gegen Berkshire Hathaway und den S&P 500, mit und ohne Dividenden, über fünf und zehn Jahre in Euro. · Chancen und Risiken: Bilanzpuffer und geringes KI-Risiko auf der einen Seite. Notleidende Kredite, teurere Refinanzierung und Druck auf Private Credit auf der anderen. · Zahlen: Was das zweite Quartal zeigt und warum der Ausblick schwächer ausfällt. · Bewertung: Bei welchen Kursen Tobias die Aktie fair, preiswert und billig findet und welche Rolle Buffetts Kriterium vom 1,2-Fachen des Buchwerts dabei spielt.
2 Stunden 13 Minuten
Nach fast neun Jahren echtgeld.tv ist Dr. Gerd Kommer zum ersten Mal zu Gast. Mit über zwei Stunden ist es die längste Folge des Formats. Im Zentrum steht Kommers eigener ETF. Er kostet 0,45 Prozent und soll langfristig trotzdem 1 bis 1,5 Prozentpunkte pro Jahr mehr bringen als ein klassischer Welt-ETF, nach Kosten und bei ähnlichem Risiko. Erreichen soll er das mit Factor Investing und einer Ländergewichtung, die den US-Anteil auf rund 45 Prozent senkt. Risikoadjustiert liegt der ETF laut Kommer bisher gleichauf mit dem MSCI World. Als Beispiel für aktives Management dient der Flossbach von Storch Multiple Opportunities. Der Fonds hielt sich in der Finanzkrise 2008 deutlich besser als der Aktienmarkt. In den letzten zehn Jahren erzielte er aber "nur" nun ein Plus von 65 Prozent. Zwei günstigere Vergleichsportfolios kamen im selben Zeitraum auf 101 und 127 Prozent. Außerdem in der Folge: • Warum Kommer seine einzigen Einzelaktien, Mitarbeiteraktien seines Arbeitgebers, so schnell wie möglich verkauft hat • Bausparvertrag, Kapitallebensversicherung, Zielsparvertrag: Kommers renditeschwacher Start als Anleger • Seine eigene Aufteilung: 70 Prozent Aktien, 30 Prozent Geldmarkt und kurzlaufende Anleihen hoher Qualität • Gold: keine eigene Position, als Beimischung sinnvoll, aber nie zu Hause • Immobilie oder Kapitalmarkt: warum Mieter mit klug gestalteten Kapitalmarktanlagen finanziell besser abschneiden • Humankapital als größtes Klumpenrisiko im Leben eines Anlegers • Warum Tausende Aktien im ETF statt 100 • Zwei Börsenweisheiten: „There is no free lunch“ und „This time is different“ Schreibt in die Kommentare: Reicht euch ein günstiger Welt-ETF – oder überzeugt euch der aufwendigere Multifaktor-Ansatz trotz höherer Kosten?
35 Minuten
Mit 43 Prozent haben die Zuschauer von echtgeld.tv Kraft Heinz zur Bits-and-Pieces-Wunschaktie gewählt. Die Geschichte des Konzerns ist lang: Heinz brachte 1876 den Tomatenketchup auf den Markt, Kraft begann 1903 als Käsegroßhandel. 2015 fusionierten beide mit Kapital von Berkshire Hathaway und 3G Capital, Berkshire hält bis heute 325 Millionen Aktien. Seit dem Allzeithoch im Februar 2017 hat die Aktie aber 77 Prozent verloren. Die Gründe liegen im Geschäft: Seit 2016 stagniert der Umsatz, 2019 folgten eine Wertminderung von 15,4 Milliarden Dollar und eine Dividendenkürzung. Weder Portfolioverkäufe noch Wechsel im Management brachten die Wende. Es fehlen Preissetzungsmacht und Burggraben, und die Marktstimmung bleibt verhalten, selbst nach der angehobenen Prognose im August. Die Bewertung ist inzwischen verlockend: ein KGV von rund 11 auf die Schätzung für 2026, ein Price-to-Free-Cashflow von 6,82 und 7,3 Prozent Dividendenrendite. Dem stehen allerdings ein schwankender Cashflow und eine Nettoverschuldung von mehr als dem Dreifachen des EBITDA gegenüber. Reicht eine niedrige Bewertung, wenn Preissetzungsmacht und Burggraben fehlen? Tobias Kramer zeigt, wo Kraft Heinz für ihn fair, preiswert und billig ist und was er konkret macht. Diese Aktienanalyse von echtgeld.tv ordnet Kraft Heinz aus Sicht des Value Investing ein: KGV, Cashflow-Bewertung und die Frage, ob unterbewertete Aktien wie diese zu den Turnaround-Aktien gehören, die sich für Echtgeld-Investmentstrategien eignen. adorum publishing GmbH 2026
1 Stunde 6 Minuten
Tobias Kramer und Christian Schmidt besprechen vier Aktien mit vier sehr unterschiedlichen Ausgängen. - **TruBridge**: Übernommen statt verkauft. Aus 1.200 Euro Einsatz werden nach Abgeltungsteuer und Soli 2.005 Euro, rund 67 Prozent Plus. Die Marktstimmung rund um KI hatte die erwartete Übernahmestrategie des Unternehmens erschwert, der Verkauf kam zum richtigen Zeitpunkt. - **Ascent Industries**: Christian ist komplett ausgestiegen, nachdem sich CEO und CFO im Call zu den eingebrochenen Margen widersprochen hatten. Sein Fazit: Beim Management zählt vor allem Konsistenz. - **Ampco-Pittsburgh**: Auftragseingang im ersten Halbjahr plus 32 Prozent, getrieben von EU-Stahlzöllen und Navy-Aufträgen. Christian sieht ein KGV um 10, freier Cashflow soll in den Schuldenabbau fließen, ein Verkauf der Stahlsparte wäre eine zusätzliche Chance. Risiken: Verschuldung, Asbest-Rückstellungen, ein saisonal schwaches drittes Quartal. Tobias hat den Kauf nach der Zuschauerumfrage verpasst, seitdem plus 18 Prozent. - **D-Box Technologies**: Bewegte Kinositze mit Monetarisierung über Royalties pro Ticket, annualisiert rund 20 Millionen bei kaum Grenzkosten, schuldenfreie Bilanz. Dagegen steht eine bereinigt hohe Bewertung von rund 30-fachem Gewinn. Christian ist klein investiert, Tobias kauft nicht. Aktienanalyse und Value Investing mit echtem Depot: TruBridge, Ampco-Pittsburgh, Ascent Industries und D-Box Technologies im Check, mit Blick auf unterbewertete Aktien, Turnaround Aktien, Cashflow Bewertung, KGV und Aktienrückkäufe. Schreibt in die Kommentare: Habt ihr schon einmal in einem bewegten Kinositz gesessen? Und bei welcher der vier Aktien würdet ihr einsteigen?
28 Minuten
Tobias Kramer hält Coca-Cola seit Ende 2008 im eigenen Depot. Beim aktuellen Kurs von rund 88 US-Dollar würde er die Aktie dennoch weder nachkaufen noch neu besparen. Verkaufen will er seine Altposition ebenfalls nicht: Die Bewertung ist für ihn zu hoch, aber nicht irrational. Der Ausgangspunkt ist eine provokante These des US-Magazins Barron’s: Coca-Cola sei teurer als Nvidia – und das zu Recht. Tobias widerspricht und prüft, ob Markenstärke und Krisenfestigkeit den Aufpreis wirklich tragen. • Bewertung: Das KGV liegt bei etwa 26. Für Tobias passt das nicht zu den erwarteten Wachstumsraten. • Wachstum: Bis 2030 sollen der Umsatz im Schnitt um 3,3 % und der Gewinn je Aktie um 6,2 % pro Jahr steigen. • Geschäftsmodell: Getränkefokus, steigende Nachfrage nach zuckerfreien Varianten, rund 12 Mrd. US-Dollar erwarteter Free Cashflow und 2,5 % Dividendenrendite sprechen für die Qualität. • Kursmarken: Tobias nennt klare Schwellen, ab denen Coca-Cola für ihn fair, attraktiv oder billig wäre. • Depotentscheidung: Seine Käufe von 2008 und 2017 bleiben unangetastet – auch wegen der steuerfreien Gewinne. • Unternehmensgeschichte: Die Folge zeichnet den Weg von John Pembertons ursprünglicher Rezeptur zur globalen Getränkemarke nach. Schreibt in die Kommentare: Seit wann seid ihr investiert, und bei welchem Kurs würdet ihr Coca-Cola kaufen oder nachkaufen?
31 Minuten
3M war vom 11. bis 17. September die meistgehandelte und meistgekaufte Aktie unter den 100 meistgehandelten Titeln im Scalable Broker. Die Community wählte den Konzern anschließend zum Thema der Sendung. Doch Tobias Kramer widerspricht der Kauflaune: Bei einem Kurs von 166 US-Dollar hält er höchstens 135 US-Dollar für fair – und selbst das noch nicht für günstig. Für ihn ist die Aktie aktuell weder Kauf noch Verkauf. • Eigene Transaktion: Tobias hat mit 3M in rund zweieinhalb Jahren etwa 30 Prozent Rendite erzielt. Warum er trotzdem verkauft hat – und seine Entscheidung heute teilweise anders bewertet. • Konzernumbau: Nach der Abspaltung von Solventum stellt sich 3M neu auf. Zukäufe und mögliche weitere Verkäufe sollen das Portfolio verändern. • KI-Rechenzentren: Microsoft nutzt bereits eine neue Glasfasertechnik von 3M. Doch reicht das Geschäft aus, um für den Gesamtkonzern einen Unterschied zu machen? • Bewertung und Wachstum: KGV 18,6, knapp 7 Prozent erwartetes Gewinnwachstum und rund 2 Prozent Dividendenrendite – Tobias erklärt, wann die Aktie fair, preiswert oder billig wäre. • Altlasten: Die Dividendenkürzung beendete den Status als Dividendenaristokrat. Hinzu kommen milliardenschwere Rechtsrisiken, die inzwischen besser kalkulierbar sind. Schreibt in die Kommentare, warum ihr 3M gekauft habt, welches Kursziel ihr ansetzt und welchen Punkt Tobias aus eurer Sicht unterschätzt. Nennt außerdem eine Aktie mit kurzer Begründung, die als Nächstes besprochen werden soll. adorum publishing GmbH 2026
27 Minuten
Bei den meistgehandelten Werten der Woche taucht ein Name auf, den der Markt eigentlich abgeschrieben hatte: United Parcel Service. Auf Zehnjahressicht liegt der Kurs rund acht Prozent im Minus, die Nettomarge ist von 13 Prozent in der Pandemie-Sonderkonjunktur auf 5 Prozent geschrumpft, und der Umsatz hat seinen Höhepunkt 2022 hinter sich gelassen. Tobias Kramer ordnet ein, was dahintersteckt. Teure Energie im Diesel- und Flugbenzinbereich, Beschränkungen bei US-Lkw-Führerscheinen, die sechs bis sieben Prozent der Fahrerkapazität vom Markt nehmen, und 24 Milliarden US-Dollar Schulden bei gestiegenen Zinsen. Auf der anderen Seite steht ein Geschäftsmodell, das eigentlich auch Warren Buffett gefallen dürfte: über 20 Millionen Pakete pro Tag, 500 Flugzeuge, mehr als 100.000 Fahrzeuge und eine Dividende, die das Unternehmen aus dem laufenden Geschäft im Wesentlichen verdient. Zur Bewertung: Auf Basis der 2026er Schätzung von 7,21 US-Dollar je Aktie liegt das KGV bei knapp 14. Das Management hat die eigene Guidance im Juli angehoben, im zweiten Quartal wurden Gewinn und Umsatz übertroffen. Die Marktstimmung ist trotzdem gedrückt, der Kurs notiert bei rund 98 US-Dollar. Die Leitfrage der Folge: Reicht eine günstige Bewertung allein für einen Nachkauf, oder braucht es den Hebel aus Robotik und autonomem Fahren, damit die Marge wieder zweistellig wird? Und stimmt am Wochenende auf Instagram darüber ab, welche meistgehandelte Aktie Tobias als Nächstes besprechen soll. https://www.instagram.com/echtgeld.tv
1 Stunde
Im zweiten Teil zum PortfolioAward 2026 stellen Tobias Kramer und Matthias Schmitt die Gewinner der restlichen Kategorien vor. Sie erklären Aufbau, Stärken und Risiken der ausgezeichneten Produkte – vom US-Value-ETF über KI und Equal Weight bis zum Welt-ETF und Anbieter des Jahres. - Aktien Amerika: Der iShares MSCI USA Value Factor gewinnt. Hier gehen Value und Technologie zusammen: Micron Technology macht fast 20 %, die Branche rund 40 % aus. Mehr: https://portfolioaward.de/ergebnisse/etf-des-jahres-aktien-amerika - Aktien Asien: Der iShares MSCI Emerging Markets Asia siegt mit 39 %. Taiwan Semiconductor, Samsung und SK Hynix haben seine starke Entwicklung maßgeblich getragen. Mehr: https://portfolioaward.de/ergebnisse/etf-des-jahres-aktien-asien - Emerging Markets: Der iShares MSCI Emerging Markets IMI gewinnt mit 32 %. Weil MSCI Südkorea als Schwellenland einstuft, legte er in drei Jahren knapp 70 % zu – der FTSE-Vergleich knapp 55 %. Mehr: https://portfolioaward.de/ergebnisse/etf-des-jahres-emerging-markets - Themen-ETF: Der Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data gewinnt. Technologie macht mehr als 75 % aus; Einzelwerte werden beim Rebalancing auf 4,5 % begrenzt. Mehr: https://portfolioaward.de/ergebnisse/etf-des-jahres-themen-etfs - ETP des Jahres – Innovation & Newcomer: Der Invesco MSCI World Equal Weight gewinnt mit 29,8 %. Die Gleichgewichtung bringt den USA-Anteil auf rund 40 % und Technologie auf 11,55 %. Mehr: https://portfolioaward.de/ergebnisse/etp-newcomer-innovation - Aktien Welt: Der Vanguard FTSE All-World gewinnt die Königsklasse mit 34,3 %. Er umfasst mehr als 4.000 Aktien und kostet nach der Gebührensenkung 0,14 % pro Jahr. Mehr: https://portfolioaward.de/ergebnisse - ETF-Anbieter des Jahres: iShares gewinnt mit knapp 50 % der Stimmen vor Amundi und Xtrackers. Mehr: https://portfolioaward.de/ergebnisse/etf-anbieter-des-jahres Die Ergebnisse zeigen: Entscheidend ist nicht nur der Name eines ETFs, sondern welche Indexregeln, Länder, Branchen und Einzelwerte tatsächlich dahinterstehen. Schreibt den Namen und die WKN des ETFs in die Kommentare, den wir in einer eigenen Sendung genauer unter die Lupe nehmen sollen.
55 Minuten
Am 8. September 2026 wurde im Münchner Künstlerhaus erstmals der PortfolioAward verliehen. Knapp 4.000 Teilnehmer hatten zuvor über die Gewinner abgestimmt. In Teil 1 präsentieren Tobias Kramer und Matthias Schmitt die ersten sieben Sieger aus den Kategorien Multi-Asset-ETFs, Staatsanleihen, Non-Government-Anleihen, Rohstoffe, Geldmarkt, Gold und Aktien Europa. • Multi-Asset-Strategien: Das iShares Growth Portfolio ETF gewinnt mit 22,9 Prozent. Es steuert seine Mischung aus Aktien und Anleihen anhand einer Zielvolatilität und hält aktuell mehr als 82 Prozent Aktien. Mehr unter: https://www.portfolioaward.de/ergebnisse/etf-des-jahres-multi-asset • Staatsanleihen: Der UBS Bloomberg USD EM Sovereign ETF auf US-Dollar-Anleihen aus Schwellenländern liegt mit 24,7 Prozent vorn. Die breite Streuung mit maximal drei Prozent je Land verbindet attraktive Renditen mit einer Begrenzung einzelner Länderrisiken. Mehr unter: https://www.portfolioaward.de/ergebnisse/etf-des-jahres-staatsanleihen • Non-Government: Der State Street FTSE Global Convertible Bond ETF gewinnt nach mehr als 50 Prozent Performance in drei Jahren. Wandelanleihen verbinden Anleihen mit der Chance auf Teilhabe an steigenden Aktienkursen. Mehr unter: https://www.portfolioaward.de/ergebnisse/etf-des-jahres-non-government-anleihen • Rohstoffe: Der Invesco Bloomberg Commodity ex-Agriculture & Livestock ETF setzt sich mit 28,2 Prozent durch. Er bildet neun Rohstoffsegmente ab, verzichtet auf Agrarrohstoffe und begrenzt die Gewichtung einzelner Bereiche. Mehr unter: https://www.portfolioaward.de/ergebnisse/etp-des-jahres-rohstoffe • Geldmarkt: Der Xtrackers EUR Overnight Rate Swap ETF gewinnt. Er bildet den kurzfristigen Geldmarktzins täglich ab und ermöglicht Anlegern, nicht benötigtes Guthaben vergleichsweise flexibel und risikoarm zu verzinsen. Mehr unter: https://www.portfolioaward.de/ergebnisse/etp-des-jahres-geldmarkt • Sonderaward Gold: Xetra-Gold gewinnt mit deutlichen 54,1 Prozent. Für das Produkt sprechen der geringe Spread, die hohe Handelbarkeit und die Steuerfreiheit nach zwölf Monaten Haltedauer für Privatanleger in Deutschland. Mehr unter: https://www.portfolioaward.de/ergebnisse/etp-des-jahres-sonderaward-gold • Aktien Europa: Der iShares Edge MSCI Europe Value Factor ETF gewinnt mit 33,7 Prozent. In den vergangenen drei Jahren erzielte er 81,9 Prozent Performance und schlug damit den marktbreiten Favoriten. Mehr unter: https://www.portfolioaward.de/ergebnisse/etf-des-jahres-aktien-europa Schreibt in die Kommentare, welcher der ersten sieben Sieger Euch am meisten überzeugt – und bei welchem Ergebnis Ihr anders abgestimmt hättet. Teil 2 mit den weiteren Gewinnern folgt am Dienstag, 15. September 2026. Dann geht es um die ETFs des Jahres in den Kategorien Aktien Welt, Aktien Amerika, Aktien Asien, Emerging Markets und Themen-ETFs sowie um den ETP Newcomer/Innovation, den ETF-Anbieter des Jahres und den ETF-Broker des Jahres. **Alle Infos zum PortfolioAward 2026:** - Webseite: https://portfolioaward.de/ - Konzept: https://portfolioaward.de/konzept - Expertenbeirat: https://portfolioaward.de/expertenbeirat adorum publishing GmbH 2026
32 Minuten
Vor rund fünf Jahren war McCormick, der weltweit führende Hersteller von Gewürzen, Kräutern und Aromen, mit einem KGV von über 30 schlicht zu teuer. Zurück auf den Tisch kommt der Titel erst, weil Gast Thorsten Tiedt ihn als Vorschlag mitbringt, als die „neue Unilever zum Schnäppchenpreis“. Und tatsächlich sieht die Lage fünf Jahre später anders aus: Der Kurs liegt rund 40 Prozent unter dem damaligen Niveau, das KGV ist auf unter 20 gefallen. Dazu kommt ein milliardenschwerer Deal: Unilever trennt sich von seiner margenstärksten Foodsparte und gliedert sie komplett in McCormick ein, das Unternehmen soll dadurch mehr als dreimal so groß werden. Torsten Tiedt und Tobias Kramer gehen gemeinsam der Frage nach, was in den fünf Jahren dazwischen passiert ist: wie sich Marge, Umsatz und Cashflow entwickelt haben, warum die Marktstimmung dem Titel irgendwann kein hohes Multiple mehr zugestanden hat und wie belastbar das Management bei früheren Übernahmen war. Dazu kommt die Einordnung des Deals selbst, von der Verwässerung für McCormick-Aktionäre über die zusätzlichen Schulden bis zu den erhofften Synergien und der steuerlichen Behandlung für beide Aktionärsgruppen. Am Ende steht die Kaufentscheidung im echtgeld-Depot von Tobias, und zwar bewusst nur als halbe Position.