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JUNG Talk Archiv
246 Episoden
17 Minuten
1902 startete Theodorus ten Brinke mit einem kleinen Bauunternehmen seinen Betrieb. Vier Generationen später hat sich das Immobilienunternehmen Ten Brinke mit Hauptsitz im niederländischen Varsseveld zu einem international agierenden Bauunternehmen, Generalunternehmen, Projektentwickler, Kapitalgeber und Investor mit rund 1.200 Mitarbeitern entwickelt. Seit 2010 hat Ten Brinke mit der TBB Ten Brinke-Projektentwicklungs-GmbH in Regensburg eine eigene Niederlassung, von der aus der bayerische Immobilienmarkt betreut wird. Von Beginn an ist Sandra Kainz Teil der Regensburger Dependance, seit 2020 führt Sie als Niederlassungsleiterin mit Prokura das überwiegend weibliche Team. Dass die deutsche Immobilienwirtschaft noch immer Männerdominiert ist, zeigt der Blick in die Statistik: lediglich rund 15 % der Führungspositionen sind von Frauen besetzt. Höchste Zeit für einen Wandel? Warum das Arbeiten mit weiblichen Teams eine Bereicherung sein kann, darüber sprechen wir heute mit Sandra Kainz von Ten Brinke in unserem Podcast.
32 Minuten
”Früher hieß Luxus: fünf Sterne und Kronleuchter. Heute kann es heißen: lockerer Umgangston und Vintage-Möbel.” So beginnt ein Artikel der Zeitschrift brandeins den Besuch im 25hours Hotel. Natürlich reicht es nicht aus ein paar Möbelfundstücke mit Geschichte zu verteilen, es ist eher das ganzheitliche Setting, welches den Charme, aber auch den Überraschungseffekt einer 25hours Destination ausmacht. „Kennst du eins, kennst du keins“ – nur die Organisationsstruktur hinter den Häusern ist abgestimmt, der Rest entwickelt sich aus dem Zusammenspiel mit dem lokalen Umfeld, mutiger Vordenker und guter Geschichtenerzähler. Wie man auf gute Ideen kommt und diese erfolgreich weiterentwickelt, darüber sprechen wir heute mit Bruno Marti von 25hours in unserem Podcast.
32 Minuten
Der angespannte Wohnungsmarkt, die veränderten Lebenssituationen, der Wunsch nach lebendigen Quartieren und sozialer und kultureller Diversität führen zu neuen Wohn- und Raumoptionen. Eine dieser Initiativen, die Wohnvielfalt ermöglichen will, ist die Baugruppe Wolle+ in Tübingen. „Wolle+“, das steht für „Wohnen für alle“. Die Idee dahinter: Soziale und kulturelle Durchmischung innerhalb einer Wohnanlage fördern gesellschaftlichen Zusammenhalt und Integration. In einem Konzeptverfahren konnte sich die Gruppe um den Soziologen Gerd Kuhn, die Architekten von Studio Yonder, SOMAA und Simon Maier, gegen 40 Mitbewerber durchsetzen und zwei Häuser realisieren. Über den Weg von der Idee bis zum Bezug der Bewohner und darüber hinaus sprechen wir heute mit Gerd Kuhn, Katja Knaus, Benedikt Bosch und Tobias Bochmann in unserem Podcast.
24 Minuten
Ende Januar 2021 wurde das Werk 12 von MVRDV und Nuyken von Oefele im Münchner Werksviertel mit dem DAM Preis 2021 als bestes Bauwerk des Jahres ausgezeichnet. Keine Frage, es ist ein Hingucker. Überdimensionale Buchstaben flankieren die Fassade mit AHHH und OHHH. Aber das Gebäude kann viel mehr als gut aussehen und als klug konzipierter Hybrid mit flexiblen Grundrissen eine Antwort auf sich stets ändernde Anforderungen sein. Doch das Werk 12 ist nur ein Baustein des neuen Stadtviertels, was auf dem Gelände der ehemaligen Pfanni-Fabrik entsteht. Das Werksviertel hinter dem Münchner Ostbahnhof gilt als eines der spannendsten Städtebauprojekte in Deutschland. Denn das zu transformierende Viertel ist ein Experimentierfeld für alle Beteiligten, die Bauherren, die Planer und die ganze Stadt. Über die Frage wie man die Vergangenheit und die Zukunft miteinander verknüpft, dem Bestand neues Leben einhaucht und mit einem langfristigen Plan zukunftsfähig bleibt, darüber sprechen wir heute mit Caroline Eckart in unserem Podcast.
26 Minuten
Frankfurt am Main hat in den letzten Jahrzehnten einen großen Wandel durchlebt. Ein Großteil der die Skyline prägenden Hochhäuser ist in den letzten 30 Jahren entstanden, aus dem West- und Osthafen sind attraktive Stadtviertel geworden, das bislang unattraktive Flußufer des Mains ist inzwischen ein beliebter Ort im Stadtraum. Dass sich die Mainpromenade in vielen kleinen Schritten über viele Jahre entwickelt hat ist einem Zufall zu verdanken. 1996 kam die Architektin und Stadtplanerin Marie-Theres Deutsch auf einer Pop-up Party in einer U-Bahn-Station mit dem damaligen Stadtrat Corts ins Gespräch. Was es braucht, um unwirtliche Räume zum Leben zu erwecken, wie man ausgetretene Pfade verlässt und sich von der Mutlosigkeit der Verwaltung nicht entmutigen lässt, darüber sprechen wir heute mit Marie-Theres Deutsch in unserem Podcast.
36 Minuten
Die Hotellerie drückt auf den Reset-Knopf. Seit Monaten ist die Branche im Umbruch, noch nie gab es einen besseren Zeitpunkt Konzepte zu hinterfragen und neue Ideen zuzulassen. Das Hotel ist seit je her ein Ort des Experiments, spiegelt es doch die sich ändernden Bedürfnisse der Gesellschaft in extrem kurzen Zyklen wider. Dadurch lässt sich viel ausprobieren, aber auch Trends setzen. Wie schafft man es Emotionen zu wecken, zu verführen, aber die Nutzerorientierung nicht zu vergessen? Kann und muss Design mehr sein als ein Marketingversprechen der Destination zu visualisieren? Das Reisen wird sich nachhaltig verändern. Eine große Chance die Rolle der Innenarchitektur und des Designs neu zu verhandeln. Über die Frage was es braucht, dass man sich vom Raum sofort umarmt fühlt und welche Chancen die globale Krise ermöglicht, darüber sprechen wir heute mit Corinna Kretschmar-Joehnk von JOI-Design in unserem Podcast.
34 Minuten
"Only when you master the technology can you create the design." The buildings of Ecker Architekten's German-American team are characterised by a high structural affinity. Each project is reduced to its essentials and individually conceived. The result is a sensitive use of material and a transformation of the familiar into the special. Wherever possible, the supporting structure too is a space-forming element. This subtly emphasizes the beauty of ordinary things and creates a balance of emotion and intellect. Dea Ecker and Robert Piotrowski are the guests in our podcast today and talk to us about intuition and analysis, irrational moments and everyday life in a German-American architectural office.
34 Minuten
Unsere gebaute Umwelt wird sich deutlich verändern. Auslöser und Treiber sind die Auswirklungen der weltweiten Pandemie. Diese beschleunigen jedoch nur existierende Entwicklungen, die schon vorher im Gange waren. Digitalisierung und Remote Work, die neue Sehnsucht der Städter nach dem Land, das veränderte Mobilitätsverhalten oder die Dekommerzialisierung der Innenstädte – wir sind nun am Scheideweg entweder abzuwarten und Tee zu trinken, oder JETZT die Chance zu ergreifen Architektur in vielen Bereichen neu zu betrachten. Über die Frage wie wir jetzt Veränderungen anstoßen und vertraute Denkmuster aufbrechen können, darüber sprechen wir heute mit Stefan Behnisch von Behnisch Architekten in unserem Podcast.
20 Minuten
Edmoses, Bob Beaman, James T. Hunt, Super Danke – ist nur ein Auszug der Namen von Clubs, Bars und einem Smoothie-Laden in München. Der Architekt Sascha Arnold ist nicht nur Gestalter von zahlreichen Szene-Lokalitäten in München und hat die gastronomischen Projekte konzipiert, sondern betreibt sie auch zusammen mit seinen Partnern Steffen Werner und Niels Jäger. Warum? Weil sie ein Händchen dafür haben Erlebnisse zu kreieren, die es noch nicht gibt. Neben den eigenen Projekten entstehen aber auch zahlreiche Projekte für Hotels, Büros und private Bauherren, die stets bis ins Detail durchdacht sind. Über die Frage was eine Location braucht, um zum Szenetreff zu werden und wie sich kurzlebige Interieurs und Nachhaltigkeit miteinander verbinden lassen, darüber sprechen wir heute mit Sascha Arnold, Arnold / Werner in unserem Podcast.
19 Minuten
15 years ago, the German architect Thomas Fritzsche ventured a new beginning and moved to Shanghai. A lot has happened since then. In China 75 buildings have been completed and even more major projects are in the stage of planning. German values are still known as a feature of quality, but China is converting. It seems as if time runs faster there than in the rest of the world. Structural experiments are expanded and developed quicker, instead of mass their focus is more and more on quality and sustainability. This shift, however, gives many opportunities to new, interesting potentials – starting with the role of architects in society to the use of smart technologies. In today's podcast episode we talk to our guest Thomas Fritzsche from thomas fritzsche architects about his fascination for constructing in China.
21 Minuten
Mehr Grün! – die Forderung gibt es nicht erst seit der Corona-Pandemie. Landschaftsarchitektur entwickelt Ideen und Räume für die Zukunft und wertvolles Wissen für lebenswerte Städte, die sich an Herausforderungen wie den Klimawandel anpassen müssen. Wie Stadt, Quartier und Gebäude muss auch Landschaftsarchitektur auf mehreren Ebenen mit dem Kontext und den verschiedenen Akteuren verwoben gedacht werden. Im kulturellen, städtischen Sinn, ökologisch und ökonomisch, aber auch in technologischen Aspekten. Wir sprechen heute im JUNG Architecture Talks Podcast mit Luisa Balz und Gasper Habjanic von hochC Landschaftsarchitekten, die den ersten Landschaftsarchitektur-Podcast „Let’s Talk Landscape“ initiiert haben, über Ihren Ansatz den Dialog zwischen den Professionen zu fördern, zugunsten mehr Qualität.
20 Minuten
Einen Umweg machen – für die Einen ist jeder unnötige Schritt im Sinne einer Effizienzsteigerung Verschwendung. Umwege sind jedoch nicht automatisch nutzlos. Sie geben Kenntnis an Orten, wo es noch Unbekanntes zu entdecken gibt, wo Inspiration gefunden werden kann. Den Umweg – sei es auch nur der im Kopf – zuzulassen, hilft bei der Bearbeitung komplexer Bauaufgaben. Zwischen kulturellen, politischen, ökonomischen und physischen Kräften am lokalen Ort, aber auch über die kontinentalen Grenzen hinweg. Wir sprechen heute mit Prof. Erhard An-He Kinzelbach über den Spagat lokal und zugleich kosmopolitisch zu denken – in der Lehre und im eigenen Büro – in unserem Podcast.
30 Minuten
The building and construction sector is still responsible for 40% of the global CO₂ emissions in 2021. This is more than other sectors and puts the goal, set in the Paris Climate Agreement, of a global average warming below two degrees Celsius a long way off. It is not enough to look for CO2 reduction in primary building materials. We need other visions and actors to radically reduce our carbon footprint. As an architect, Dan Stubbergaard is an expert according to the consumption of resources and the great responsibility creating resilient, long-term sustainable solutions. Not only for buildings, neighborhoods and cities, but also landscapes lasting for the next generations. An incentive to find new answers is Copenhagen's claim to be the world's first climate-neutral capital by 2025. In today's podcast episode we take a look behind the scenes with our guest Dan Stubbergaard from Cobe.
27 Minuten
„Es mangelt der Architektenschaft, sich selbstbewusst dem vorauseilenden Gehorsam gegenüber den DIN‘s und Bauordnungen zu entziehen und mehr eigene, sinnvolle und gesellschaftlich angemessene Wege zu untersuchen.“ Dieses Zitat aus einem Interview mit blauraum architekten aus dem Jahr 2013 ließe sich problemlos ins Jahr 2021 transferieren. Die Herausforderungen haben sich vielleicht gewandelt, die Strategien der Architekturschaffenden bleiben aus den verschiedensten Gründen in der Defensive. Höchste Zeit darüber nachzudenken, wie nicht nur der materielle Wert der Architektur, sondern auch die Wahrnehmung der Zunft als immaterielle Gestalter von Zukunft gestärkt werden kann. Wir haben heute Carsten Venus zu Gast in unserem Podcast und sprechen mit ihm über das Berufsbild der Architektenschaft – über den Status quo und was wir in Zukunft brauchen.
45 Minuten
„Architektur ist sehr viel mehr als nur die schöne Fassade zum Angucken: Erst durch Licht, Räumlichkeit, Farbe und Material entsteht Atmosphäre.“ Das Plädoyer aus einer großen Tageszeitung für mehr Mut zur Sinnlichkeit beim Bauen hat kein Verfallsdatum. Architektur lebt von der Materialität, ist Träger eines gewünschten gestalterischen Ausdrucks, so kommt der Wahl des Materials eine bestimmende Rolle zu. In den architektonischen Diskurs mischen sich die Möglichkeiten sich stets wandelnden technologischen Fortschritts. Konstruktive Zwänge und Materialeigenschaften sind überbrückbar, die Festlegung einer Interpretation eines Materialkanons überholt sich. Anything goes? Über die Lust an Material, dem Suchen nach den letzten Reserven und dem Spaß an der Forschung, darüber sprechen wir heute mit Ludwig Wappner in unserem Podcast.