Bahnhofskino – Der Filmpodcast von A bis Sleaze Archiv
361 Episoden
1 Stunde 36 Minuten
Thriller-Experte Udo Fischer ist wieder einmal zu Besuch und hat einen der maßgeblichen Vertreter des 70er-Jahre-Paranoiakinos mitgebracht. Dabei erweist sich Zeuge einer Verschwörung (1974) nicht als ganz so unantastbar, wie es uns dicke Bücher über die die Filmgeschichte Hollywoods glauben machen wollen, aber spannend und vor allem inszenatorisch unantastbar ist Alan J. Pakulas Klassiker allemal. Und dann gibt es noch mindestens eine Sequenz, die die beiden Herren fast auf ihren gemütlichen Kinosesseln reißt…
56 Minuten
Wir sind ja große Fans des viel zu wenig gewertschätzten Michael Cimino (1939-2016), dessen übersichtliches, aber delikates Oeuvre für einige Perlen des sog. New Hollywood Cinema gut ist. Abseits seiner beiden großen Meisterwerke Die durch die Hölle gehen (The Deer Hunter, 1978) und Heaven's Gate (1980) stießen wir auf sein zu gleichen Teilen actionreiches, witziges und melodramatisches Regiedebüt Die Letzten beißen die Hunde (Thunderbolt and Lightfoot, 1974), das mindestens ebenso viel Eastwood-Flair enthält wie auch Verweise auf Ciminos späteres Werke. Und wem das alles zu abstrakt und hochtrabend ist, die oder der hat hoffentlich Spaß an Jeff Bridges im knappen Fummel, der motzenden Daisy Duke und George Kennedy als bulligem Bad Boy mit Herz. Letzteres geht uns auch beim Wiedersehen mit diesem zu oft übersehenen Roadmovie-Klassiker auf. Nur diese Sache mit dem Dobermann kurz vor Schluss tut weh. Autsch!
1 Stunde 15 Minuten
Wir würden angesichts unseres Rückblicks auf einen von Daniels liebsten Kinderfilmen ja gerne noch viel mehr singen und tanzen, aber das würde sicher dafür sorgen, dass ihr ganz schnell das Weite sucht… oder diese Podcastfolge nach drei Minuten abbrecht. Stattdessen sprechen wir lieber ausführlich über Die Muppets erobern Manhattan (The Muppets Take Manhattan, 1984), den dritten Kinofilm der zotteligen Puppen der Jim Henson Company. Dabei blicken wir auf das Vorschulfernsehen unserer Kindheit zurück und wundern uns darüber, wie handzahm Kermit, Piggy, Gonzo und Co. auf ihrem Weg von der Mattscheibe auf die Leinwand wurden. Und habe ich erwähnt, dass ich in meinem ganzen Leben nur ein paar Minuten Sesamstraße und Muppet Show geguckt habe und keine Ahnung davon, was Herr Gramsch da so von sich gibt? Falls nicht, erwähne ich es gerne im unserer heutigen Sing-'n-Dance-Spätsommer-Sonderfolge gerne ein Dutzend Mal für euch. Nichts zu danken!
2 Stunden 46 Minuten
Egal, ob frau*man das Werk von M. Night Shyamalan glühend verehrt oder kritisch beäugt, es gibt wohl keinen Zweifel daran, dass ihn seine produktive Schaffensphase der frühen Nullerjahre als große Hollywoodnummer und möglicherweise legitimen Spielberg-Nachfolger etablierte. UNBREAKABLE (2000) brachte das Thema Comichelden getarnt als Psychothriller zurück in den Mainstream, bevor Spider-Man, Iron Man und der Rest der Marvel-Clique das bestimmende Motiv im Blockbusterkino der folgenden Jahre wurden. Und auch die Starpower seiner Filme explodierte geradezu. Neben Bruce Willis, Samuel L. Jackson und Joaquin Phoenix dürfte wohl Mel Gibson der größte Fisch gewesen sein, den der einst erfolgsverwöhnte Regisseur je am Haken hatte. Und wie der einstige Lieblingssschauspieler von Dennis in SIGNS (2002) beweist, war er jeden Cent seiner angeblich gut 20 Millionen US-Dollar hohen Gage wert. Natürlich nur, soweit wir Normalsterbliche dies beurteilen können. Noch deutlich bezaubernder als Mels Bart sind die Monster in THE VILLAGE (2004), auch wenn nicht alle in der Gesprächsrunde dieser Meinung sind. Dazu muss aber gesagt werden, dass es grundsätzlich herausfordernd ist, mit der Liebe unseres Gastes Sascha Brittner zum Oeuvre Shyamalans mitzuhalten. Denn die ist groß. Sehr groß. Aber dazu erzählt euch Sascha am Besten selbst etwas…
1 Stunde 5 Minuten
Wir haben uns die doppelt Packung Italo-Sleaze erhofft und zumindest einmal gar veritable, große Filmkunst bekommen. Aber auch Andrea Bianchis Schmierlappen von Mafia-Thriller Die Rache des Paten (Quelle che contano AKA Cry of a Prostitute, 1974) hat seine Momente, auch wenn diese in Gestalt von Barbara Bouchet in einer Schweinehälfte und Henry Silva beim Plattfahren von Bad Guys mit der Dampfwalze doch eher (schlechte) Geschmackssache sind. Ruggero Cannibal Holocaust Deodatos eiskalter Thriller Der Schlitzer (La casa sperduta nel parco AKA The House on the Edge of the Park, 1980) erweist sich neben seiner Qualität als Fundgrube von Unannehmlichkeiten als ein ebenso brillantes wie bitterböses Charakterstück mit David Hess (Das letzte Haus links, 1972) in der Rolle seines Lebens.
1 Stunde 13 Minuten
Wir legen unsere Karten gleich offen auf den Tisch: Ja, Anne-Katrin Pache-Wilke und ich lieben Ponyo - Das große Abenteuer am Meer (2008). Hayao Miyazakis Animationsfilm für kleine und große Kindsköpfe mag nicht zum Pantheon der meistgeliebten Werke von Studio Ghibli gehören, aber wir finden zig gute Gründe dafür, warum er dies sollte. Von der technischen Qualität über die coolen Character Designs bis hin zu den spektakulären Action-Momenten gibt es viel, über das wir schwärmen können. Aber gibt es auch was zu meckern? Hmm, wir tauchen mal ab bis zum Meeresgrund, um nach Kritikpunkten zu suchen…
1 Stunde 48 Minuten
Schreck lass nach! In Erwartung des kritischen wie kommerziellen Megaerfolgs THE SIXTH SENSE (1999) kämpfen sich Dennis und Patrick durch das Frühwerk des Stars ihrer neuen Miniserie, M. Night Shyamalan. Vor seinem Hollywood-Durchbruch schraubte der zweitliebste Sohn Philadelphias an rührseligen Coming-of-Age-Filmen, die fast niemand sah. Zu Unrecht? Nein, so das ungnädige Urteil der beiden Hosts über den schlichten Kitsch PRAYING WITH ANGER (1992) und den spirituellen Langweiler WIDE AWAKE (1998). Und ihr seid herzlich dazu eingeladen, diesen Schmerz zu teilen… aber, Spoiler: Es gibt ein gruseliges Happy Ending! Timecodes: 00:01:15 - 00:27:25 Filmgespräch Praying with Anger (1992) 00:27:25 - 00:55:10 Filmgespräch Wide Awake (1998) 00:55:10 - 01:48:40 Filmgespräch The Sixth Sense (1999) Wenn der Lohmi nicht über Filmographien spricht, co-moderiert und produziert er Bahnhofskino. Hört seinen Podcast bei iTunes, Spotify, TuneIn, Stitcher, Deezer und überall, wo es etwas auf die Ohren gibt. Patricks Buch Columbo, Columbo ist ab sofort überall im Handel erhältlich. Dennis und seinen Co-Hosts lauscht ihr bevorzug im Lichtspielcast. Diesen findet ihr bei Kinofilme.com, iTunes und in den meisten gängigen Podcatchern.
9 Minuten
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1 Stunde 4 Minuten
Adam Simon (Brain Dead, 1990) mag auf dem Regiestuhl gesessen haben, aber alles am Dino-ploitationer Carnosaurus (Carnosaur, 1993) stinkt nach Produzent Roger Corman. Nicht zuletzt der hastige Kinostart wenige Wochen vor Steven Spielbergs gigantomanischem Jurassic Park (1993). So etwas weiß der Lohmi marginal mehr zu schätzen als Herr Gramsch, aber das ahnten wir ja bereits. Worauf sich allerdings beide Hosts einigen können, das ist die Güte von Stephen Hereks Spielfilmdebüt Crittters - Sie beißen! a.k.a. Critters - Sie sind da! (1986), der zwar weniger blutig, dafür aber deutlich unterhaltsamer ist und sogar so etwas wie eine nachvollziehbare Story zu bieten hat. Say what?!?
1 Stunde 29 Minuten
Viel zu sehen gibt es in der neuen Folge nicht, aber dafür umso mehr zu hören. Ha! Und das ist nur einer von Dutzenden Gags zum Leitmotiv dieser Episode, die wir euch ersparen. Bitte, gern geschehen. Dafür sprechen wir umso intensiver über John Carpenters viel zu wenig geliebte Actionkomödie Jagd auf einen Unsichtbaren (Memoirs of an Invisible Man, 1992) und Leigh Whannells Horrorhit Der Unsichtbare (The Invisible Man, 2020). Und im Sinne größtmöglicher Transparenz (gnihihi!) sei bereits verraten: Wir sind von beiden Filmen sehr angetan.
59 Minuten
Teaser-Episode zum neuen TV-Podcast mit Britt-Marie Robrecht (Trekgasm) und Patrick. EIN HEIM FÜR SERIEN ist ab sofort bei Apple, Spotify, Deezer, Overcast, Pocket Casts und überall, wo es Podcasts gibt, zu finden. Harry fährt schon mal den Wagen vor, um Britt-Marie zum Gespräch mit Patrick zu kutschieren, in dem dieser recht vehement für die beglückenden Qualitäten des Krimiklassikers Derrick (1974-1998) argumentiert. Aber wie gut oder unbefangen ist eine Fernsehserie genießbar, deren Macher solche A#?!%&geigen waren? Darüber und über die Brillanz des Derrick-Debüts "Waldweg" (1974) wird zu reden sein.
1 Stunde 40 Minuten
Mit der kurzen, aber bemerkenswerten Filmographie von Regisseurin Penny Marshall starten wir in den Sommer. Und was könnte die Stimmung mehr heben als ein Wiedersehen mit Whoopi Goldberg in ihrer ersten großen Hollywoodkomödie JUMPIN' JACK FLASH (1986)? Nun ja, so richtig vom sprichwörtlichen Hocker hat uns Marshalls Spielfilmdebüt nicht gerissen, aber wir rechnen es ihr mal als hilfreiche Fingerübung für ihr Meisterwerg BIG (1988) an. Zumindest Patrick ist hellauf begeistert. Dennis wiederum liebt insbesondere ZEIT DES ERWACHENS (1990) sehr, woran Patrick hier und da etwas zu Nörgeln hat. Überraschenderweise ist es aber diesmal nicht die Präsenz von Robin Williams, die ihn fuchst. Doch der gute Dennis leistet grundsolide Überzeugungsarbeit, warum die Bestsellerverfilmung nach Oliver Sacks als gelungenes, großes Gefühlskino flutscht.
1 Stunde 14 Minuten
Peter Hyams' actionreicher Paranoia-Thriller Unternehmen Capricorn (Capricorn One, 1978) wird gemeinhin viel zu wenig geschätzt, trotz all seiner naheliegenden Qualitäten. Klar, über mehr als nur fünf Minuten Telly Savalas hätten wir uns schon gefreut, dafür dürfen wir allerdings umso mehr Zeit mit wunderbaren Darstellern wie Elliott Gould, James Brolin und Karen Black verbringen. Das ist nicht nur schauspielerisch exquisit, sondern auch audiovisuell grandios in Szene gesetzt. Und in welchem Film kriegt man sonst anthropomorphe Helikopter zu sehen? Gemeinsam mit meinen Gast Kolja Senteur nehme ich euch mit ins All… oder etwas doch nicht?!
1 Stunde 3 Minuten
Manchmal klingt eine Filmauswahl besser als das dazugehörige Gespräch. Nun ja, ganz so schlimm wird es nicht, wenn sich die Herren Gramsch und Lohmi zwei kruden Machwerken aus dem untersten Videothekenregal widmen, aber ein bisschen Zähneknirschen und Verzweiflung ist vermutlich doch auf der Tonspur zu hören. Schließlich geht es um Michael Maks vom deutschen Verleih misshandelten Das Söldnerkommando II (1982) und Bruno Matteis Aliens-Ripoff Contaminator (Terminator 2 AKA Shocking Dark, 1989). Und das ist… uff!
1 Stunde 29 Minuten
Zum zweiten Mal Superman, und das gleich zwei Mal. Sowas ging schon Jahrzehnte vor dem Snyder Cut, und zwar in Gestalt von Superman II - Allein gegen alle (1980), dem wir in den Schnittfassungen der Herren Richard Lester und Richard Donner auf den Zahn fühlen. Inwiefern die alte Kinovariante von ihrem Nostalgiebonus profitiert und was der Donner Cut außer Marlon Brando noch so alles zu bieten hatten, wird zu klären sein. Dabei offenbaren sich doch teils sehr unterschiedliche Vorlieben. Nur hinsichtlich der Charme-Granaten Christopher Reeve und Margot Kidder sind wir uns vollumfänglich einig. Die zünden nämlich hier wie da.