Bahnhofskino – Der Filmpodcast von A bis Sleaze Archiv
361 Episoden
2 Stunden 47 Minuten
Patrick und Dennis suchen verzweifelt eine Antwort auf das "Warum?!" in In the Bedroom (2001), blicken beim Gespräch über Little Children (2006) tief in ihre eigenen Psychen, und beten am Altar der Meisterdirigentin Lydia Tár (2022). Kein Wunder also, dass die neueste Spielfilmen-Folge über Regisseur Todd Field fast kein Ende findet…
1 Stunde 8 Minuten
Mein Gast Udo Fischer wusste einfach genau, wonach ich mich sehnte. Und dafür musste ich ihm nicht einmal verraten, dass mir genau zum Zeitpunkt dieser Aufnahme ein harter Buddy-Cop-Actioner mit einer ganzen Riege an B-Stars wie Michael Rooker, Ryo Ishibashi, Fred Willard, Vincent Schiavelli, Danielle Harris und dem nervigen Typen aus den Police-Academy-Filmen gut tun würde. Das Titelwirrwarr rund um Roger Nygards Thriller ist groß, trägt doch American Yakuza 2 - Back to Back (1996) nur hierzulande den Titel eines Sequels. Dabei hat die HBO-Produktion herzlich wenig mit dem Erstling aus dem Jahre 1993 zu tun, außer eben dem gemeinsamen Hauptdarsteller. Gänzlich unkompliziert aber ist die Meinung der beiden Herren zu diesem Klopper - und die ist, dass die hier gebotene Unterhaltung zum Feinsten gehört, was der DTV-Actionfilm der 90er zu bieten hatte.
1 Stunde 20 Minuten
Zwei eher mittelmäßige Filme und eine unserer besten Folgen der letzten Wochen. Findet zumindest Patrick. Herrn Gramsch würde er gerne noch einmal nach einer Neueinschätzung des gemeinsamen Schnacks fragen, aber der wurde gerade von einem Truck überrollt. Autsch!
1 Stunde 18 Minuten
Es wird krachend laut im Bahnhofskino. Ich habe mir in einem Moment der Schwäche Killing Cars a.k.a. Blitz (1986) gewünscht - trotz vorheriger Warnungen, dass es sich dabei nicht eben um große Kinokust handle. Und ich hätte auf diese weisen Worte hören sollen. Die Anwesenheit von Senta Berger, Jürgen Prochnow und einem Dutzend weiterer Film- und Fernsehstars gestriger Tage hilft da auch nicht viel. Immerhin bügelt Johnnie Tos moderner Actionklassiker, der brettharte Drug War (2012), wieder alles glatt und gibt mir ausreichend Gelegenheit, über das Werk des Meisters zu schwärmen. Und das schönste Kompliment ist sowieso, das Interesse von Herrn Gramsch an To geweckt zu haben. Ein Träumchen!
1 Stunde 38 Minuten
Beim Blick zurück auf die kurze, aber beeindruckende Filmographie von Maren Ade haben Dennis und Patrick nix zu meckern. Oder nur ganz wenig. Am Beziehungswirrwarr in Alle anderen (2009) mögen die beiden Herren den ein oder anderen Kritikpunkt finden, doch im Falle des tragikomischen Meisterwerks Toni Erdmann (2016) stimmen sie in die allgemeinen Lobeshymnen ein, die das Erscheinen des Films vor einigen Jahren begleiteten. Und ganz besonders Feuer und Flamme sind sie für das schwäbische Schätzle Frau Pröschle in Der Wald vor lauter Bäumen (2003) … und das nicht nur wegen des leckeren Selbstgebrannten.
1 Stunde 33 Minuten
Der Lohmi und Herr Gramsch sprechen über einen Film mit einer geradezu komatösen Dramaturgie, die nur durch die brillante Regie von Bahnhofskino-Liebling Ken Russell ausgemerzt werden kann. Aber nicht alle Filme haben so viel Glück wie Der Höllentrip (Altered States, 1980). Flatliners (1990) beispielsweise, bei dem trotz stilsicherer Inszenierung von Joel Schumacher Hopfen und Malz verloren ist. Findet zumindest Patrick, bei dem das Stelldichein der heißesten Jungstars anno 1990 großen Zorn und ganz hohen Blutdruck auslöst. Daniel bemüht sich um beruhigende Worte…
1 Stunde 19 Minuten
Wir widmen uns zwei rustikalen Krachern aus der Mottenkiste unserer Jugend Mit dabei: Arnold. Brian. Lance… und zwanzig mehr oder weniger nervtötende Kids. Dabei kann sich Daniel etwas weniger für die Perfektion von Stone Cold (1991) begeistern als ich - aber das war ja abzusehen. Hauptsache, Arnie und die Kids in Kindergarten Cop (1990) sind lustig. Und geballert wird am Ende auch. Viel Spaß!
1 Stunde 31 Minuten
Daniels Wunschfilm-Doppel gibt ihm ausreichend Anlass, über seine große Liebe zu Actionfiguren und Fliegerfilmen zu sprechen. Bei der Gelegenheit fällt ihm ein, dass er Der stählerne Adler (Iron Eagle, 1986) nie zuvor gesehen hat. Und mit seiner Liebe zu Stephen Sommers' Spielzeugfilm G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra (G.I. Joe: The Rise of Cobra, 2009) ist es auch nicht sooo weit her. Huh? Patrick ist verwirrt…
1 Stunde 23 Minuten
Der Frühling zeigt bereits sein mildes, sonniges Lächeln, aber Winterkind Patrick holt für sein Wunschdoppel in dieser Woche noch einmal die Schneestiefel heraus. Mit Daniel geht's direkt vom Irrenhaus in die nicht weniger gruselige Mördervilla in Curtains - Wahn ohne Ende (1983). Einen Sinn hinter der ganzen Slasherfarce finden die beiden Herren aber hier wie dort nicht. Und was verdammt noch mal ist mit dieser gruseligen Puppe los?!? Sehr viel schlüssiger und deutlich gemeiner ist Wolfsnächte (Hold the Dark, 2018), der es schafft, trotz seiner Netflixwurzeln schockierend gut zu sein. Natürlich finden der Lohmi und Herr Gramsch dennoch viel zu meckern. Aber vielleicht färbt die üble Laune der Protagonisten in Jeremy Saulniers blutigem Actionthriller auch einfach nur ab…
1 Stunde 45 Minuten
Auch im Finale ihrer Mendes-Miniserie gibt es seitens der beiden Co-Hosts gemischte Gefühle allerorten. Diesmal blickt Patrick mit etwas mehr Wohlwollen auf das Geschehen, überstrahlt seine Liebe zur 007-Reihe so manches Manko in Sam Mendes' zweitem Bondfilm Spectre (2015). Und 1917 (2019) sei gar authentisch gelungen, findet der alte Mann. Aber Dennis ist da entschieden anderer Meinung…
1 Stunde 17 Minuten
Besser als Herr Gramsch zu Beginn dieser Episode kann man es wirklich nicht zusammenfassen: Heute sind sie alle dabei. Henry Silva, Richard Conte, Gianni Garko, Franco Nero, David Hess und Corinne Clery bilden das Staraufgebot eines explosiven Double-Features mit delikatem Italosleaze. Zuerst begeben wir uns Richtung Mailand, wo Fernando di Leo seine legendäre Milieu-Trilogie mit Der Teufel führt Regie (Il Boss, 1973) beendet. Über den ersten Teil selbiger haben wir vor fast neun Jahren übrigens gesprochen, auch wenn sich Daniel nicht mehr daran erinnert. Anschließend zünden wir die nächste Eskalationsstufe mit Wenn du krepierst, lebe ich! (Autostop Rosso Sangue, 1977), das wohl übergriffigste Roadmovie der 70er Jahre. Aber auch hier wird nicht nur viel geblutet und gepimpert, sondern mit ebensoviel Leidenschaft gleich die ganze verlogene Männlichkeit der damaligen Zeit filetiert. Ein saftiges Vergnügen, musikalisch begleitet von Maestro Ennio Morricone. Hach! Timecodes: 00:01:35 - 00:36:10 Filmgespräch Der Teufel führt Regie (Fernando di Leo, 1973) 00:36:10 - 01:17:40 Filmgespräch Wenn du krepierst, lebe ich! (Pasquale Festa Campanile, 1977)
1 Stunde 17 Minuten
Nachdem Patricks Wunschprogramm der vergangenen Woche bei Daniel nur auf mittelgroße Begeisterung stieß, darf nun Herr Gramsch zwei Titel aus dem Hut zaubern, über die er längst mal reden wollte. Und ja, von Taschenspielertricks bis hin zu großer Magie bildet das heutige Double Feature das ganze Spektrum der Zauberei ab. Leider darf die titelgebende Hexe in Der Krieger und die Hexe (The Warrior and the Sorceress, 1984) so gut wie gar nicht zeigen, wozu ihre übernatürlichen Kräfte taugen. Nicht einmal einen standesgemäßen Umhang und Zauberstab konnte sie sich leisten und muss daher auf Geheiß ihres Meisters, Produzent Roger Corman, den ganzen Film im Evakostüm hinter sich bringen. Aber auch David Carradine zeigt viel Bein und so kommt am Ende trotz hemdsärmeliger Action und inkonsequenter Yojimbo-Parallelen ein kurzweiliger Spaß dabei heraus. Zumindest produktionstechnisch backt Willow (1988) deutlich größere Brötchen und hat mit Warwick Davis und Val Kilmer zwei echte Charmebolzen in den Hauptrollen zu bieten. Warum das von George Lucas mit großem Aufwand produzierte Spektakel dennoch bis heute ein eher stiefmütterliches Dasein unter der Filmen unserer Jugend fristet und warum mehr Monster und weniger alberne Zwerge eigentlich so gut wie jedem Fantasystreifen guttun, darüber reden die beiden Herren bis die Köppe morphen.
2 Stunden
Warum hat Zeiten des Aufruhrs (Revolutionary Road, 2008) nicht zwei oder drei Dutzend Oscars gewonnen? Wieso spricht seit dessen Kinostart niemand mehr über Away We Go - Auf nach irgendwo (2009)? Und ist Skyfall (2012) wirklich das Bond Movie to end all Bond Movies, wie vor gut zehn Jahren allerorten behauptet wurde? Dennis und Patrick geben ihren Senf dazu---
1 Stunde 10 Minuten
Da haben sich Daniel und Patrick einfach mal so etwas Neues ausgedacht, um dem seniorigen Bahnhofskino eine kleine Adrenalinspritze ins Herz zu jagen. Einmal monatlich kuratiert einer der beiden Herren ein Double-Feature mit persönlichen Lieblingsfilmen oder einem Thema, über das mal ganz dringend gesprochen werden muss. Anfangen darf der Lohmi, der die Gunst der Stunde für das vermutlich vorhersehbarste Wunschprogramm ever nutzt. Aber wo ist das Problem, wenn es sich aus dem von Roger Corman produzierten Sleazefest Planet des Schreckens (Galaxy of Terror, 1981)und Michele Soavis viel zu wenig geschätzten Okkulthorror The Sect (La Setta, 1991) handelt? Hofentlich ist auch Herr Gramsch der Meinung, dass sein Co-Host exquisiten Geschmack beweist. Anderweitig wird seine Rache in der kommenen Woche vermutlich gnadenlos sein…
1 Stunde 25 Minuten
Cube (1997) vom äußerst geschätzten Vincenzo Natali ist ein sehr guter Film, über den es vermutlich nur mäßig viel Interessantes zu sagen gibt… und Equilibrium (2003) des deutlich weniger talentierten Kurt Wimmer ist ein eher schlechter Film, über den man höchst ergiebig plaudern und streiten kann. So ist zumindest meine Einschätzung der Sachlage. Ob Herr Gramsch diese Sicht teilt, erfahrt ihr in unserer neuen, besonders cyberpunkigen und edgelordigen Folge…