Das Wort und das Fleisch Archiv
27 Episoden
3 Stunden 7 Minuten
Seit Ende der 1960er Jahre ist das Wachstum der evangelikalen Bewegung ein weltweites Phänomen. Vieles spricht dafür, dass die bisherige Dynamik, das einheitliche Profil und der Zusammenhalt dieses Aufbruchs in den letzten 10 Jahren schwer beschädigt worden sind. Als „postevangelikal“ bezeichnen wir daher nicht eine bestimmte Strömung oder gar eine neue, einheitliche Gruppierung.
2 Stunden 35 Minuten
Die Geschichte der Evangelischen Allianz in Deutschland ist kaum erforscht und noch weniger bekannt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Allianz eine frühe ökumenische Bewegung, die pluraler und liberaler ist, als viele denken. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gerät die Allianz in den Sog der nationalistischen Strömungen der damaligen Zeit.
1 Stunde 43 Minuten
Entgegen einer verkürzten öffentlichen Wahrnehmung ist »der« Evangelikalismus alles andere als einheitlich. Vor allem die letzten Jahre haben weltweit Spannungen und Risse zu Tage gefördert, die nicht mehr zu übersehen sind. In dieser Folge reden wir darüber, dass es nicht eine neue, einheitliche evangelikale Strömung gibt, sondern ein Phänomen der Auffächerung der evangelikalen Bewegung insgesamt.
2 Stunden 10 Minuten
In der Perspektive fundamentalistischer Gläubiger (eine Selbstbezeichnung, die heute kaum noch verwandt wird) geht es ihnen um ein »bibeltreues« Schriftverständnis, das einfach dem Selbstzeugnis der Bibel folgt. Die meisten anderen halten den Fundamentalismus für eine moderne Reaktion auf die geistigen Umbrüche seit der Aufklärung.
1 Stunde 53 Minuten
Die Katholische Kirche erlebt spannungsvolle Jahre. Die klassisch-konflikthafte Gegenüberstellung von konservativer Kirchenführung und linken bzw. liberalen Reformbewegungen löst sich zunehmend auf.
1 Stunde 17 Minuten
Papst Johannes Paul II. war ohne jeden Zweifel ein Jahrhundertpapst. Zum Fall des Eisernen Vorhangs hat er wesentlich beigetragen. Er hat die Katholische Kirche theologisch in einigen Themen für die Moderne geöffnet und sie gleichzeitig in anderen Fragen auf einen antimodernen Kurs festgelegt.
1 Stunde 26 Minuten
Aufstieg und das ungeheure Wachstum der Pfingstbewegung im 20. Jahrhundert – von Null bis 500 Millionen Menschen – gehören zu den erstaunlichsten Begebenheiten der Religionsgeschichte überhaupt. Was sind die Wesensmerkmale dieser Frömmigkeitsform? Wie hat sie sich entwickelt und vielleicht auch verändert? Warum fasziniert sie viele? Warum stößt sie nicht wenige aber auch ab?
1 Stunde 19 Minuten
Im Kulturprotestantismus werden die sozialen und kulturellen Folgen der Reformation wie beispielsweise seine Musik- und Gesangskultur und sein Einsatz für sozialen Fortschritt als Verwirklichung des Christentums gewürdigt. Im Idealfall befördert ein solches Christentum eine gesellschaftliche Kultur aufgeklärter Freiheit; bisweilen auf Kosten der geistlichen Substanz des Glaubens.
1 Stunde 20 Minuten
Auch nach dem Zweiten Weltkrieg wird die EKD von konservativen Strömungen bestimmt. In den 1960er Jahren wird die Kirche nicht einfach links. Aber sie verändert sich nachhaltig: Immer mehr evangelische Christenmenschen protestieren für den Frieden und gegen Atomenergie, gegen soziale Ungerechtigkeit und für die Bewahrung der Schöpfung. Ist ein solcher Linksprotestantismus eine fragwürdige Politisierung der christlichen Botschaft? Oder eine überfällige Rückkehr zum prophetischen Auftrag der Kirche?
1 Stunde 15 Minuten
Die evangelikale Bewegung als globales Phänomen ist mit Billy Graham entstanden. Vieles spricht dafür, dass diese Marke beziehungsweise dieses globale Netzwerk mit seinem bisherigen stark von den USA geprägten Profil die Präsidentschaft Donald Trumps nicht überlebt hat. Wie konnte es so weit kommen?
1 Stunde 7 Minuten
In der Christenheit gibt es nicht nur Liberale und Evangelikale, sondern auch ziemlich viel dazwischen. Aber für die meisten Kirchen des Westens gibt es eine solche Grundspannung, zwischen Kulturpessimismus und Weltbejahung, apokalyptischem Dualismus und messianischem Universalismus, progressiven und konservativen Gesellschaftsbildern. Besonders deutlich werden diese Gegensätze in den globalen Auseinandersetzungen zwischen dem Ökumenischen Rat der Kirchen und der entstehenden evangelikalen Bewegung, die sich auf dem Lausanner Kongress 1974 als globales Phänomen konstituiert.
1 Stunde 8 Minuten
Quer durch alle Konfessionen ist die christliche Welt heute von Spannungen bestimmt. Dabei geht es weder nur um neue Gegensätze wie die Auseinandersetzungen um Homosexualität noch um klassische Streitfragen wie das Schriftverständnis. Die gegenwärtigen Auseinandersetzungen lassen sich nicht verstehen ohne die kulturellen Umbrüche der 1960er Jahre. In dieser Zeit haben sich unterschiedliche bis gegensätzliche Mentalitäten und Weltbilder entwickelt. Nur wer die eigene Geschichte kennt, kann die gegenwärtigen Spannungen verstehen.